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Torfabbau zerstört Lebensräume

Kauf man Blumenerde, denkt man nur selten daran, dass dies schwerwiegende Folgen für die Natur hat. Was nämlich die wenigsten wissen ist, dass die meisten Produkte mit der Bezeichnung „Erde“ überwiegend aus Torf bestehen.

blumenerde2_flTorf ...



ist der Stoff aus dem die Moore bestehen und diese sind wiederum ein Lebensraum für viele Tiere. Durch den Torfabbau sind inzwischen Moore seltener geworden und damit auch die Tiere, die in ihnen leben. Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund zehn Millionen Kubikmeter Torf verbraucht. Damit wird immer wieder Lebensraum unwiederbringlich zerstört. Der meiste Torf landet als Pflanzerde in privaten Gärten und in Balkonkästen. Inzwischen sind mehr als 60 Prozent aller Moore in Europa aufgrund der Torfgewinnung zerstört worden. Niedersachsen war einst eines der moorreichsten Bundesländer. Heute ist bereits ein Viertel aller Hochmoorflächen dem Abbau von Torf zum Opfer gefallen. 

Hobbygärtner schätzen Torf, da viele Pflanzen diese Erde besonders gut vertragen. Zudem kann Torf große Mengen Wasser über ...



einen längeren Zeitraum hinweg speichern und nach und nach wieder an die Pflanzen abgeben. Experten gehen davon aus, dass die Moorvorräte in rund 50 Jahren erschöpft sein werden. Damit wird eine der artenreichsten Ökosysteme der Welt unwiederbringlich zerstört sein. 

Alternativen zu Torf

kompost3_flUm die Moore zu retten gibt es inzwischen zahlreiche Alternativen zu Torf. Beim Kauf von Blumenerde sollte daher unbedingt darauf geachtet werden, dass es sich um Blumenerde ohne Torf handelt. Das kann man auf den jeweiligen Verpackungen nachlesen. 

Es werden im Fachhandel inzwischen viele Ersatzstoffe angeboten, die teilweise sogar wesentlich bessere Eigenschaften aufweisen, als es beim Torf der Fall ist. So ist Kompost beispielsweise eine naturverträgliche und auch noch kostengünstige Alternative. Kompost kann im eigenen Garten anfallen oder wird von gewerblichen Kompostierungsanlagen angeboten. Im Gartenkompost sind wesentlich mehr Nährstoffe als im Torf enthalten und es wird der Zusatz von Düngemitteln überflüssig.

Eine weitere Alternative stellt Rindenhumus dar, bei dem es sich um zerkleinerte und kompostierte Rinde handelt. Ihn kann man mit oder ohne Zusatz von Nährstoffen kaufen und er ist im Vergleich zum Torf ebenfalls vorteilhafter. Durch Rindenhumus kann die Qualität des Bodens über einen wesentlich längeren Zeitraum hinweg verbessert werden. Aber Achtung: Rindenhumus darf man in keinem Fall mit Rindenmulch verwechseln. Dieser besteht aus grob zerkleinerter und nicht kompostierter Rinde.



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