Baumdünger - Düngemittel und deren Anwendung

Baumdünger - Düngemittel und deren Anwendung

Bei den Baumdüngern kommen besonders die Obstbaumdünger häufig zum Einsatz, denn bei Obstbäumen lässt sich die Ernte steigern, indem den Bäumen ausreichend Nährstoffe über ihre Wurzeln zugeführt werden.

obstbaum flAndere Bäume werden dagegen oft ein wenig vernachlässigt, doch auch sie freuen sich über eine regelmäßige Düngergabe, die für ein gesundes Wachstum und eine gute Widerstandsfähigkeit sorgt.

Dünger für Laub- und Nadelbäume

Laub- und Nadelbäume stellen verschiedene Ansprüche an den Boden und unterscheiden sich darin,

dass sie einen unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen haben. Daher gibt es Düngemittel für Laubbäume und Düngemittel für Nadelbäume, die oft unter der Bezeichnung Koniferendünger verkauft werden. Bei Laubbäumen werden die Düngemittel nochmals unterschieden in Dünger für Zierbäume und Obstbäume. Erstere sorgen für einen schönen Wuchs und viel Blattwerk, bei letzteren kommt es dagegen vor allem auf einen guten Ertrag an Obst an.

Zeitpunkt und Anwendung

Baumdünger werden am besten im Frühling, bevor die Bäume wieder austreiben, in den Boden eingearbeitet, denn dann werden die meisten Nährstoffe benötigt. Dies gilt auch für Nadelgehölze, denn obwohl sie immergrün sind, legen auch sie im Winter eine Ruhephase ein und beginnen erst im Frühling wieder mit ihrem Wachstum. Im Herbst und Winter sollten Pflanzen dagegen nicht gedüngt werden, denn sie würden den Dünger ohnehin nicht
aufnehmen.

Bei der Anwendung eines Düngemittels ist zu bedenken, dass ein Baum nicht nur direkt am Stamm Wurzeln bildet. Bei vielen Bäumen reicht das Wurzelwerk genauso weit wie die Krone breit ist, daher sollte der Dünger großflächig um den Stamm verteilt werden, damit auch die äußeren Bereiche des Wurzelwerks mit den notwendigen Nährstoffen versorgt werden.

Dünger und hierbei besonders der künstliche Dünger aus dem Handel sollte niemals auf trockene Böden aufgebracht werden, denn dann könnten die Wurzeln der Bäume leicht verbrennen. Am besten geeignet ist für die Anwendung daher eine Schlechtwetterperiode, ansonsten kann der Boden aber auch durchdringend mit dem Gartenschlauch gewässert werden. Danach wird der Dünger rund um den Stamm verteilt und vorsichtig in den Boden eingearbeitet. Auf diese Weise wird er bei Wind nicht fortgeweht und sickert nach dem ersten Regenschauer in den Boden ein, wo er von den Pflanzen aufgenommen werden kann.

duengerMaßvoll düngen

Auch beim Düngen kann man es mit seinen Bäumen zu gut meinen. Vor allem große Bäume haben ein weitreichendes Wurzelwerk und können sich in freier Natur sehr gut ohne die Hilfe von Menschen versorgen. Natürlich schadet es nicht, sich um seine Pflanzen zu kümmern - übertreiben sollte man es aber auch nicht, denn vor allem ein Zuviel an Stickstoff kann zu einem extremen Wachstum führen. Diese macht die Bäume anfällig für Krankheiten und Schadinsekten, weil das Holz nicht mehr richtig ausreifen kann. Düngemittel aus dem Handel sollten daher immer nur genau nach den Anweisungen des Herstellers verwendet werden.

Natürliche Baumdünger

Wer für seine Bäume nur natürliche Düngemittel verwenden möchte, kann hierzu auf Kompost, Stallmist oder Hornmehl zurückgreifen. Auch eine Mulchschicht, die auf den Baumscheiben, also rund um den Stamm aufgebracht wird, verrottet mit

der Zeit und führt dem Boden auf natürliche Weise wieder neue Nährstoffe zu. Hierfür eignet sich das Schnittgut, das beim Rasenmähen anfällt, das Laub, das im Herbst von den Bäumen fällt, oder auch Rindenmulch oder Holzschnitzel aus dem Handel. Diese Mulchschicht sorgt gleichzeitig dafür, dass sich unter den Bäumen kein Unkraut ausbreitet und dass die Wurzeln der Bäume vor der schlimmsten Kälte im Winter geschützt sind.