Beerendünger - Beeren richtig düngen

Beerendünger - Beeren richtig düngen HimbeerenMit einem optimalen Beerendünger lassen sich von sämtlichen Hobbygärtnern/Gärtnern reichhaltige Ernten einfahren. Wer eine sorgfältige Pflege nicht scheut, kann eine herrliche Farbenpracht sowie einen wunderbar natürlichen Geschmack genießen, welcher mit Ware aus dem Handel in keinem Fall vergleichbar ist.

Die Vielfältigkeit der Beerensorten verlangt nach speziellem Dünger

Unverzichtbar sind primär die Erdbeeren. Des Weiteren sind unter anderem Brombeeren, Stachelbeeren sowie Himbeeren, Jostabeeren und Johannisbeeren äußerst beliebte Sorten. Um eine reiche Ernte zu bekommen wird eine ausgewogene und

regelmäßige Düngung benötigt. Hierfür stehen optimal abgestimmte Düngemittel bereit, welche die exakte Dosierung an Kalium, Stickstoff sowie Phosphor aufweisen.

Der perfekt abgestimmte Dünger für Beeren

Organische Düngemittel sind exzellent für Beeren jeder Art geeignet:
  • im Besonderen zur Anpflanzung sowie zur Düngung im Frühjahr eignet sich verrotteter Kompost und speziell der Kuhmist, welcher derzeit bereits in praktikabler Pelletform erhältlich ist
  • etliche Gärtner, welche zusätzlich gern mineralischen Dünger verwenden, entscheiden sich für das klassische Blaukorn (17 Prozent Kalium, 13 Prozent Stickstoff, 12 Prozent Phosphat) plus 2 Prozent Magnesiumoxid
  • Tipp: Experten empfehlen eine ausgewogene Mixtur aus mineralischem sowie organischem Düngemittel. Werden jedoch Bio-Früchte angebaut, sollte unbedingt nur organischer Dünger für die Beeren verwendet werden. Er kann relativ einfach in einer Biotonne angehäuft, angefeuchtet und durch 'Mutter Natur' fertiggestellt werden.
Der Sinn einzelner Düngerbestandteile

JohannisbeerenDie handelsüblichen Beerendünger beinhalten optimal abgestimmte Wirkstoffe wie:
  • Ohne ausgewogenen Stickstoff (meist Kalkstickstoff) bilden die Gewächse keinen genügenden grünen Farbstoff und bleiben klein (Not- oder Frustblüten). Stickstoff wird dem Erdboden meistens als Ammoniumstickstoff oder Salpeter (Nitrat) zugeführt, da die Pflanzen ihn nur so direkt aufnehmen und er nicht erst mittels Bodenbakterien aufzuschließen ist.
  • Der Phosphor dient der Chlorophyllbildung. Er fördert eine kräftige Wurzelbildung bei Jungpflanzen und unterstützt die Entwicklung der Blüten, Blätter sowie Fruchtansätze. Phophor ist zudem als zitronensäure- sowie wasserlösliche Form (oder als Kombination) erhältlich. Ersterer kann auf Vorrat verabreicht werden, den letzteren kann die Pflanze sofort
    aufnehmen.
  • Kalium ist für die Stimulierung des Stoffwechsels der Pflanze zuständig und gewährleistet feste Zellwände. Zudem fördert Kalium die Widerstandsfähigkeit und Reifung. Es löst sich gut innerhalb des Erdbodens und dient ebenso als Vorratsdünger.
Den Düngezeitpunkt sorgfältig auswählen

Für jeden Gärtner gelten folgende Faustregeln:
  • Beeren werden grundsätzlich stets im Frühjahr vor der Blütezeit gedüngt
  • falls Bedarf besteht, kann kurz bevor die Fruchtreife einsetzt ein weiteres Mal Dünger aufgebracht werden
  • bevor die zweite Düngung erfolgt, sollte im Zweifelsfall der pH-Wert des Erdbodens überprüft werden, damit eine Überdüngung verhindert wird
  • darüber hinaus bekommen Erdbeeren im Herbst eine ergänzende Düngung, speziell bei frischen Pflanzungen
  • hierfür wird der Erdboden sorgfältig aufgelockert und Mist sowie Kompost in die lose Erde gut eingearbeitet, sodass sich das Erdreich danach ungefähr zwei Wochen lang absetzen kann. Anschließend können die neuen Erdbeerpflanzen in den optimal angereicherten Boden eingesetzt werden.
Beim Ausbringen des Düngers die individuelle Darreichungsform einhalten

BlaubeerenUm den benötigten Dünger für die Beeren auszubringen, müssen stets die vorherrschenden Witterungseinflüsse sowie die jeweiligen Darreichungsformen (Herstellerinformationen) beachtet werden:
  • wird beispielsweise das Blaukorn oftmals als Granulat ausgebracht, welches am Gewächsstamm locker verteilt wird, wird

    die Düngedosis in regelmäßigen Raten der Beere zugeführt und hält somit länger vor
  • flüssiger Dünger zieht wesentlich schneller ein, wirkt schneller und ist dadurch normalerweise weniger anhaltend
  • organischer Dünger in natürlicher Form wie beispielsweise Tiermist, Humus oder Kompost muss der Pflanzerde stets manuell zugeführt werden
  • Tipp: Während des Düngens sollten die Temperaturen nie zu heiß sein (äußerst intensive Sonneneinstrahlung vermeiden), um das Verbrennen des Beerendüngers zu verhindern. Es sollte jedoch auch kein Dauerregen herrschen, da dadurch die Wirkungsweise des Düngers wesentlich verringert wird.
Alternative Düngemethoden

Als Beerendünger kann Gartenkompost bzw. Komposterde aus dem eigenen Komposter verwendet werden. Eine bewährte Methode des Düngens ist die mit Blaukorn. Es gleicht die Hauptdefizite an Nährstoffen im Boden zuverlässig aus. Auch kann ein direkter Beerendünger verwendet werden. Er enthält die genau auf die Pflanzengattung abgestimmte Menge an Inhaltsstoffen, wie Stickstoff, Phosphor und Kalium.

Optimale Ergebnisse erhält man, wenn man als Beerendünger eine Mischung aus organischem und chemischen Dünger verwendet. Der chemische Dünger wirkt sofort und versorgt die Nährstoffengpässe bei der Pflanze. Der organische Dünger wirkt erst, wenn die Bodenorganismen ihn in seine einzelnen Bestandteile zerlegt haben.

Gedüngt wird in der Regel bei Neupflanzung. Bei bestehenden Pflanzen wird nach der Ernte gedüngt und meist noch einmal im April.

Beerendünger kann in der Regel auch für Obst und Feingemüse verwendet werden. Man düngt dabei im März/April. Auch Weinstöcke können mit Beerendünger behandelt werden.

Auch bei Beerendünger gibt es Produkte, welche den Bodenpilz Mykorrhiza enthalten. Dieser Pilz dringt in die Wurzel der Pflanze ein oder umhüllt sie und vergrößert so das Wurzelvolumen bis zum 200-fachen. Der Pflanze ist es dadurch möglich, mehr Nährstoffe aufzunehmen und auch in tiefere Erdschichten vorzudringen und mehr Wasser aufzunehmen.

Auch Beerendünger mit Guano ist gut geeignet. Er enthält besonders viele Nährstoffe.