Eisendünger, flüssiger Blattdünger

Eisendünger - ein Blattdünger

Wie auch Menschen benötigen Pflanzen Eisen. Bei ihnen sorgt Eisen dafür, dass ihre Blätter schön grün werden, daher zeigt sich ein Mangel an Eisen durch blasse und gelbe Blätter.

Rasen mit Eisendünger gedüngtDieser Mangel kann durch einen Eisendünger wieder ausgeglichen werden, allerdings ist bei der Ausbringung dieses Düngers größte Vorsicht geboten, denn das in diesem Dünger enthaltene Eisen-II-Sulfat ist äußerst giftig und sollte daher nur mit entsprechender Schutzkleidung verwendet werden. Ebenso ist es nicht sinnvoll, Eisendünger zu anderen Zwecken wie zum Beispiel zur

Moosbekämpfung auf Rasenfläche einzusetzen. Wichtige Informationen hierzu lieferte das ARD-Magazin Plusminus, das seinen Beitrag zum Eisendünger im Mai 2012 ausstrahlte.

-> zum Videobeitrag der ARD

Eisendünger als Blattdünger

Generell ist es schon richtig, dass Pflanzen für ihr gesundes Wachstum ausreichend Eisen benötigen. Auf Nachfrage von Plusminus teilte das Bundesumweltamt jedoch mit, dass deutsche Gartenböden in der Regel über genügend Eisen verfügten und eine zusätzliche Düngung daher überflüssig sei. Wer aber dennoch einen Eisenmangel bei seinen Pflanzen vermutet, kann eine Bodenprobe aus seinem Garten untersuchen lassen, die heutzutage auch ohne viel Aufwand über das Internet möglich ist.

Eisendünger zur Moosbekämpfung

Wie Plusminus berichtete, wird Eisendünger in den Baumärkten zwar häufig als Moosvernichter für den Rasen verkauft, die Anwendung dieses Mittels ist jedoch mit solch großen gesundheitlichen Gefahren verbunden, dass hiervon besser abgesehen
werden sollte. Das im Eisendünger enthaltene Eisen-II-Sulfat bildet beim Kontakt mit Flüssigkeit Schwefelsäure, die reizend und ätzend auf Haut und Atemwege wirkt. Für Rasenflächen, auf denen Kinder und Haustiere spielen, ist es daher gänzlich ungeeignet und auch Erwachsene sollten Rasenflächen, die mit Eisen gedüngt wurden, in den Tagen nach der Düngung nicht betreten. Außerdem sollten sie bei der Verwendung dieses Düngers eine Schutzkleidung bestehend aus einem Anzug, einer Gesichtsmaske, einer Schutzbrille und Handschuhen tragen, um den direkten Kontakt mit diesem Mittel zu vermeiden. Ein weiteres Problem beim Eisendünger liegt darin, dass er auf Platten braune Flecken hinterlässt, die nicht mehr zu entfernen sind.

Alternativen zum Eisendünger

Um Moosbildung zu verhindern, sollte für schattige Lagen, auf denen eine Grünfläche angelegt werden soll, immer eine Rasensaat mit der Bezeichnung Schattenrasen verwendet werden. Diese Saatmischungen bestehen aus Grassorten, die auch mit weniger Licht auskommen. Auf Flächen, die den ganzen Tag im Schatten liegen, werden jedoch auch diese Saatmischungen kaum noch gedeihen, daher sind für die Begrünung dieser Flächen eher Bodendecker geeignet.

Gras kann sich im Prinzip aber auch allein gegen Unkraut und Moos durchsetzen, wenn es auf einem lockeren und nährstoffreichen Boden wächst. Um es hierbei zu unterstützen, sollte es mit einem Rasendünger versorgt werden. Hat sich auf dem Rasen bereits Moos gebildet, gibt es diese Dünger in Kombination mit einem Moosvernichter. Diese Kombimittel enthalten zwar oft auch das giftige Eisen-II-Sulfat, jedoch in einer sehr viel geringeren Konzentration als reine Eisendünger.

Dass anstelle von Grashalmen Moos und Unkraut auf dem Rasen wachsen, kann aber auch an einem zu sauren Boden mit einem niedrigen pH-Wert liegen. Dieser pH-Wert kann durch Kalk erhöht werden, doch auch in diesem Fall ist es sinnvoll, den Boden vorab zu untersuchen. Diese Untersuchung kann jeder Gartenbesitzer selbst

mit kleinen Teststreifen aus dem Handel durchführen.

Wer sich dagegen nicht vor körperlicher Arbeit scheut, kann das Moos mit einem Rechen oder einem Vertikutierer entfernen. Die beste Zeit hierfür ist das Frühjahr, bei einem starken Moosbewuchs kann der Vorgang jedoch im Herbst noch einmal wiederholt werden. Beim Vertikutieren werden nicht nur Moos und Unkraut entfernt, sondern auch die Wurzeln des Rasens belüftet, sodass er wieder gut gedeihen kann.