Hornmehl als Dünger und gegen Klee im Rasen

Hornspäne sind ein beliebter Dünger, weil sie ein reines Naturprodukt sindGartenpflanzen brauchen regelmäßig oder hin und wieder Düngergaben, um sich entsprechend vorteilhaft zu entwickeln. Das gilt auch für den Rasen, wobei die meisten Gartenbesitzer und Hobbygärtner einen englischen Rasen wünschen, dicht gewachsen und frei von jeglichem Unkraut wie Klee oder Gänseblümchen.

Um einen Rasen derart perfekt zu bekommen, bedarf es einer ständigen Pflege und dazu gehört auch die nachhaltige Bekämpfung von Unkraut. Der Gartenklee kann zum Beispiel durch

die Düngung mit Hornmehl im Rasen nachhaltig und ganz natürlich ausgemerzt werden. Hornmehl eignet sich hervorragend als Dünger, weil es sich dabei um ein komplettes Naturprodukt handelt. So kann es auch in rein ökologisch angelegten Gärten verwendet werden. Es wird als Hornmehl, Hornspäne oder auch Hornschrot im Handel angeboten. Auch hinter dem Begriff Horndünger verbirgt sich unter anderem auch Hornmehl.

Hornmehl ist ein rein organischer Dünger

Hornmehl wird aus dem geschroteten Horn und Klauen von Schlachttieren gewonnen, wobei die einzelnen Stücke kleiner als 5 Millimeter sein sind. Es hat gegenüber vielen anderen Düngerarten sehr große Vorteile, weil es sich zum einen um ein reines Naturprodukt handelt. Zum anderen ist seine Wirkung auf den Boden ph-neutral. Es weist auch einen sehr hohen Stickstoffgehalt auf, der in den meisten Sorten Hornmehl zwischen 12 und 15 Prozent liegt. Die Stoffe K2O und P2O5 liegen in ihrem Anteil unter 1 Prozent in der Gesamtmasse. Der Gehalt an organischen Bestandteilen liegt bei 85 Prozent. Wird das Hornmehl als Dünger verwendet, erhöht sich deshalb trotzdem nicht die Menge an organischer Substanz im Boden, da diese leicht abgebaut werden. Die Wirkung des zugeführten Stickstoffes richtet sich allerdings nach Temperatur des Bodens, wie nach seiner Feuchtigkeit und der Güte der Durchlüftung.

Zeitweilig wurde der Horndünger durch synthetisch hergestellten Dünger fast völlig verdrängt, doch inzwischen ist er im Zuge der biologisch orientierten Landwirtschaft wieder begehrt geworden. Bio-Bauern dürfen keinen mineralischen Stickstoffdünger einsetzen und das Hornmehl hat sich in der Anwendung als nachwachsender Rohstoff als besonders bodenverträglich erwiesen. Es kommt zu ausgezeichneten Wechselwirkungen zwischen dem Boden und dem Hornmehl. Ein weiterer Vorzug von Hornmehl ist, dass kein Phosphat enthalten ist.

Unkraut verschwindet durch Gaben von Naturdüngern

Klee in einem Rasen ist meist ein sicheres Anzeichen dafür, dass einem Rasen Nährstoffe fehlen, wobei es sich meist um ein Fehlen von Stickstoff handelt. Da Klee gegenüber einem Stickstoffmangel völlig unempfindlich ist, verdrängt es das empfindlichere Gras und breitet sich zusehends aus. Das liegt unter anderem daran, dass der Klee eine Form der Symbiose mit den stickstoff- fixierenden Bakterien findet. So kann er
den benötigten Stickstoff aus der Luft aufnehmen. Allerdings kann der Klee kein gesundes, nährstoffreiches Gras verdrängen. Wer dem Befall durch Klee keine Chance geben möchte, sollte bereits im Vorfeld mit der Düngung mit Hornmehl beginnen. Wird der Rasen regelmäßig mit Stickstoff durch das Hornmehl versorgt, stärkt dies den Rasen und verhindert einen Befall durch verschiedene Unkräuter wie Klee. Zudem enthält das Hornmehl kein Phosphat, was wiederum das Wachstum von Klee begünstigt. Ein Hobbygärtner, der mit Hornmehl düngt, hat also zwei positive Effekte zu verzeichnen.

Er kann seinen Rasen auf eine natürliche Weise düngen, was vor allem für Tierhalter interessant ist, und gleichzeitig das Unkraut wie Klee in seinem Rasen verdrängen.

Hornspäne lassen sich gut als Dünger dosierenDie Anwendung von Hornmehl ist leicht

Hornmehl ist ein organischer Dünger und kann daher ohne jegliche Schutzmaßnahmen verwendet werden, im Gegensatz zu manchen problematischen Kunstdüngersorten. Neben dem Hornmehl gibt es auch noch verschiedene andere Horndünger wie Horngrieß oder Hornspäne, wobei es sich immer um das gleiche Material handelt. Jedoch richtet sich die Bezeichnung nach der Größe des Korns. Am feinsten ist das Hornmehl, das sich einfach auf einen Rasen streuen lässt. Größere Stücke können genauso gut verwendet werden, würden aber mehrere Monate sichtbar bleiben. Daher wird für den Rasen eher Hornmehl verwendet, während zur Düngung von Blumen oder Sträuchern durchaus gröberes Material angezeigt ist. Der Horndünger kann alle 3 Monate gegeben werden, was allerdings nur ein grober Anhaltspunkt ist, da sich durch die Wirkung des Naturdüngers durch die Bodenfeuchtigkeit, Bodendurchlüftung und Bodentemperatur beeinflussen lässt.

Der Naturdünger ist ganzjährig verwendbar

Das Hornmehl eignet sich hervorragend für die Düngung, da es sein Phosphor erst nach und nach abgibt. Es entfaltet seine Wirkung auch erst, wenn es in den Boden übergegangen ist. Horndünger wird auch gern von Gärtnereien verwendet, weil sie das ganze Jahr über als Düngemittel verwendet werden kann. Es ist  sparsam in der Anwendung, da 60 bis 80 Gramm für einen Quadratmeter völlig ausreichen. Wenn möglich, sollte es in den Boden eingearbeitet werden. Positiv ist auch, dass es völlig ph-neutral ist.

Vorteile von Hornmehl
  • Hornmehl versorgt den Rasen mit benötigten Nährstoffen
  • es ist ein rein organischer Dünger
  • es besteht keine Gefahr durch Verbrennungen wie durch Kunstdünger
  • wirkt bis zu drei Monaten
  • ist ph-neutral
  • lässt sich einfach verwenden
  • ist frei von Phosphaten
  • eignet sich auch für Tierhalter
Für Gärtner, die auf einen kleefreien Rasen achten, sind Hornspäne unverzichtbarWissenswertes zum Hornmehldünger in Kürze

Wer Klee ist seinem Rasen unschön findet, sollte diesem dringend mit Hornmehl zu Leibe rücken, denn es handelt sich dabei um einen unkomplizierten Naturdünger, der eine positive Wirkung auf den Boden entfaltet und nur alle drei Monate aufgebracht werden muss. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, schont es auch die Tiere und Pflanzen im Garten. Zudem vertreibt es nicht nur Klee, sondern stärkt gleichzeitig den Rasen.
  • Hornspäne zählen zu den Biodüngern, sie sind ein so genannter organischer Stickstoffdünger.
  • Bei Hornspänen handelt es sich um zerkleinerte bzw. zerschrotete und gesiebte Rinderhörner oder Rinderklauen.
  • Die Korngröße von Hornmehl ist kleiner als 1 mm. So wird es leicht vom Boden aufgenommen und wirkt auch am schnellsten.
  • Neben Hornmehl gibt es noch zwei weitere so genannte Korngrößen: von 1 mm bis 5 mm Horngries, ab 5 mm Hornschrot.
  • Hornspäne bzw. Hornschrot haben die am längsten anhaltende Wirkung von etwas 2 bis 3 Monaten.

Neben der Korngröße der Hornspäne ist deren Wirkdauer aber auch abhängig von weiteren Faktoren, wie zum Beispiel der Bodentemperatur, der Bodenfeuchtigkeit und der Bodendurchlüftung. Der Stickstoffgehalt von Hornspänen liegt zwischen 13 Prozent und 15 Prozent. Bei der Anwendung von Hornspänen entstehen keine so genannten Auswaschverluste. Der Grund dafür ist, dass der in den Hornspänen enthaltene Phosphor erst im Boden seine Wirkung entfaltet.