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Hornmehl - Hornspäne als Dünger
Gartenpflege - Düngen, Dünger, Düngemittel

Hornspäne, Hornmehl

Hin und wieder wird es notwenig, Pflanzen zu düngen. Im Handel sind mehrere Arten Dünger erhältlich. Man unterscheidet dabei zwischen Biodüngern und Kunstdüngern. Biodünger zeichnet aus, dass sie aus natürlichen, bzw. aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.
Zu den Biodüngern zählen zum Beispiel Hornspäne. Hornspäne, auch Hornmehl genannt, sind ein so genannter organischer Stickstoffdünger.

Außer Hornspäne verwendet man außerdem noch die Begriffe Hornschrot, bzw. Horndünger. Bei Hornspäne handelt es sich um zerkleinerte, bzw. zerschrotete und gesiebte Rinderhörner oder Rinderklauen, die bekanntlich aus Horn bestehen – daher der Name. Wenn Rinderhörner oder Rinderklauen so feinkörnig ...
zermahlen wurden, so verwendet man anstatt dem Begriff Hornspäne auch den Begriff Hornmehl. Dessen Korngröße ist kleiner als 1 mm. Hornmehl wird am leichtesten vom Boden aufgenommen und wirkt auch am schnellsten. Neben dem 1 mm großen Körnern, die man Hornmehl nennt, gibt es noch zwei weitere so genannte Korngrößen, die zusammengefasst Hornspäne genannt werden.

So werden Hornspäne mit einer Korngröße von 1 mm bis 5 mm Horngrieß genannt. Den Begriff Hornspäne oder Hornschrot schließlich verwendet man dann, wenn die Größe des Korns größer ist als 5 mm.

Hornspäne, bzw. Hornschrot haben die am längsten anhaltende Wirkung von etwas 2 bis 3 Monaten. Neben der Korngröße der Hornspäne ist deren Wirkdauer aber auch abhängig von weiteren Faktoren, wie zum Beispiel der Bodentemperatur, der Bodenfeuchtigkeit und der Bodendurchlüftung. Der Stickstoffgehalt von Hornspänen liegt zwischen 13 Prozent und 15 Prozent. Bei der Anwendung von Hornspänen entstehen keine so genannten Auswaschverluste. Der Grund dafür ist, dass der in den Hornspänen enthaltene Phosphor erst im Boden seine Wirkung entfaltet.

Hornspäne werden sowohl von Hobbygärtnern als auch von Gärtnereien eingesetzt und können ganzjährig eingesetzt werden. Hornspäne werden insbesondere vor der Aussaat, bzw. einer anstehenden Pflanzung angewendet. Das Hornmehl werden dabei einfach auf den Boden gestreut und dann eingearbeitet. In der Regel genügen dabei 60 bis 80 Gramm je Quadratmeter. Auf den Boden wirken Hornspäne dabei ph-neutral.
Die Hornspäne sind in den vergangenen Jahren in Deutschland immer mehr und mehr von Kunstdüngern weitgehend verdrängt worden, wobei Biobauern Hornspäne wieder vermehrt neu entdecken. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Zum einen ist Horn, aus dem Hornspäne durch das Zermahlen, bzw. Zerkleinern, oder Zerschroten und anschließendem Sieben gewonnen werden, ein nachwachsender Rohstoff. Dies allein ist aber nicht ausschlaggebend. Eine große Rolle spielt auch, dass inzwischen nachgewiesen wurde, dass Hornspäne aufgrund ihrer sehr langsamen Wechselwirkung mit dem Boden und auch der Natur bodenverträglicher sind als herkömmlicher im Handel erhältlicher Kunstdünger.
 


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