Rhododendrondünger - Rhododendren richtig düngen

Rhododendrondünger - Rhododendren richtig düngen Rhododendren düngenDer Rhododendron ist eine äußerst dekorative Gartenpflanze, die eine richtige Pflege mit einer üppigen Blütenpracht honoriert. Wer bereits einmal den Anblick eines Rhododendronbusches in voller Blüte genossen hat, weiß, wie sehr jeder Garten davon profitiert. Diese Pflanze benötigt zur Unterstützung jedoch einen speziellen Dünger und den richtigen Düngezeitpunkt. Die folgenden Informationen bilden die Grundlage für eine optimale Pflege des Rhododendrons.

Der ideale Zeitpunkt

Rhododendron braucht zwei Düngergaben im Jahr. Die erste erfolgt zum Beginn der Wachstumsperiode

im März, wodurch er ausreichend Nährstoffe und Energie zum Austreiben der Blütenknospen und Triebe erhält. Eine zweite Düngung erfolgt unmittelbar nach der Blüte, also im Mai oder Juni. Diese zweite Düngergabe gibt dem Rhododendron die ideale Basis für das Blütenwachstum des kommenden Jahres und ermöglicht es der Pflanze ein Depot anzulegen. Zusätzlich stärkt der Dünger die Widerstandskraft der Pflanze gegen Krankheiten und gewährleistet eine ausreichende Nährstoffversorgung, wenn der Rhododendron stets am selben Standort verbleibt - was bei größeren Pflanzen die Regel ist.

Rhododendrendron-StrauchRhododendrondünger wird gern mit einer Langzeitwirkung beworben, die bei der eben genannten Depotwirkung und dem Schutz vor Krankheiten helfen soll. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Abgabe der Nährstoffe mit Beginn der Frostperiode endet. Anderenfalls kann die Resistenz des Rhododendrons gegenüber Frost abnehmen, da die Pflanze gewissermaßen nicht registriert, dass der Winter vor der Tür steht, und ihren Stoffwechsel nicht entsprechend herunterfährt.

Zusammensetzung des Rhododendrondüngers

Für Rhododendron bietet sich spezieller Dünger an, der eigens auf die Bedürfnisse dieser Pflanze mit ihrer Vorliebe für sehr saure Böden abgestimmt ist. Rhododendron gedeiht am besten auf einem Boden mit einem pH-Wert um 4,5. Da kaum ein Gartenboden diesen Wert erreicht - 4,5 ist ein typischer Wert für reine Moorböden -, sollte bereits beim Pflanzen moorige oder torfige Erde mit in das Pflanzloch gegeben werden. Auch spezielle Rhododendronerde ist für diesen Zweck erhältlich.
Der Dünger selbst gehört zur Gruppe der NPK-Dünger (Stickstoff, Phosphor und Kalium). Als Grundlage dient zumeist organisches Material wie Knochenmehl oder Federmehl. Eine wichtige Eigenschaft ist ferner, dass der Salzgehalt sehr gering gehalten werden muss, damit Nährstoffverluste
durch Auswaschungen verringert werden. Dafür sind andere Nährstoffe erforderlich: Calcium, Eisen, Magnesium und weitere Spurenelemente. Sie alle sind - je nach Wirkungsweise - für ein optimales Wachstum sämtlicher Pflanzenteile und für die Blütenbildung verantwortlich. Außerdem beleben sie das Bodenleben, das heißt, sie erhöhen das Vorkommen jener Mikroorganismen, die der Rhododendron für eine gute Aufnahme der Nährstoffe aus dem Boden benötigt.

Das Düngen selbst...

... ist abhängig von der Darreichungsform und den Angaben des Herstellers. Rhododendrondünger ist wahlweise in fester oder flüssiger Form erhältlich - die Auswahl hängt davon ab, welche Form vom Anwender bei der Handhabung bevorzugt wird. Fester Dünger wird mit der Hand gestreut - bzw. beim Pflanzen mit ins Loch gegeben -, während Flüssigdünger einfach gegossen oder auch dem Gießwasser beigegeben wird. Bei beiden Sorten sind die Angaben der Hersteller genau zu beachten, denn sie können erheblich variieren.

Bei festem Dünger, der oftmals eine sehr feine, pulverartige Konsistenz hat, ist es ratsam

an einem Tag mit wenig Wind zu düngen. Auch wird fester Rhododendrondünger leicht in die Erde eingearbeitet, so dass er schnell dorthin gelangt, wo er seine Wirkung entfaltet. Flüssigdünger hingegen sollte nicht in einer Periode mit starken Regenfällen gegeben werden, denn hierdurch würde ein Großteil des Düngers ausgewaschen und die Wirkung geht ins Leere. Erfolgt die Düngung aber in einer Trockenperiode, empfiehlt sich eine regelmäßige Wässerung des Rhododendrons, damit er die Nährstoffe gut aufnehmen kann - Rhododendron ist eine Pflanze, die Feuchtigkeit liebt.
Wenn diese Hinweise Jahr für Jahr beachtet werden, wird es der Rhododendron mit einer farbenfrohen Blühsaison und kräftigem Wuchs belohnen - ein Highlight in jedem Garten.

Warum Rhododendren düngen?

Mit Rhododendrendünger erreicht man eine große Blühfähigkeit der Pflanzen. Sie sind nicht ausschließlich für Rhododendren geeignet. Gerade Heidel- und Preiselbeeren tragen reichlich Früchte, wenn sie mit diesem Dünger behandelt werden. Auch für Heidepflanzen und Azaleen  ist der Dünger gut geeignet.

Wichtig im Rhododendrendünger sind vor allem Magnesium und Spurenelemente, die für einen üppigen Fruchtansatz bei den Beeren sorgen. Der Dünger muss salzarm sein, was für Rhododendren ganz besonders wichtig ist, sollen sie gesund und widerstandsfähig bleiben und schöne Blüten ausbilden.

Viele Rhododendrendünger enthalten Mykorrhiza für ein kräftiges Wurzel- und Pflanzenwachstum. Mykoohiza ist ein Bodenpilz, der in die Wurzel eindringt oder sie umhüllt.  Wurzel und Pilz gehen eine Symbiose ein, die beiden Partnern Vorteile verschafft. Die Pflanze versorgt den Pilz mit Photosyntheseprodukten, der Pilz hilft der Pflanze bei der Nährstoffaufnahme aus dem Boden. Einmal mit der Wurzel verbunden, wächst der Pilz bis zum 200-fachen seiner normalen Größe an und vergrößert so die Wurzelfläche ganz entscheidend. Die Pflanze kann dadurch mehr Nährstoffe aufnehmen und Wasser aus tieferen Erdschichten aufnehmen.

Rhododendrendünger gibt es oft als Langzeitdünger. Man düngt bei der Neupflanzung im Frühjahr oder Herbst und einmalig vor der Blüte im Folgejahr. Bei bestehenden Pflanzen wird auch nur einmalig vor der Blüte gedüngt.

Bei Rhododendren muss man darauf achten, dass der pH-Wert niedrig ist. Gut eignet sich Dünger mit einem Guanoanteil von etwa 10 Prozent.