Rosendünger - damit kann man Rosen natürlich düngen

Rosendünger - damit kann man Rosen natürlich düngen Wer Rosen zum vollen Gedeihen bringen möchte, muss sich auch mit Rosendünger auskennenDie edelste aller Blumen ist wohl die Rose, die in den meisten Gärten zu finden ist. Damit diese edle Blume gut wächst und gedeiht, ist ein spezieller Rosendünger von Nöten. Eine üppige Blüte mit kräftigen Farben ist somit garantiert und zieht die Blicke im Garten magisch an.

Wichtig bei der Rosenpflege

Der Humusgehalt der Erde spielt beim Wachsen

und Gedeihen der Rose eine große Rolle. Ist der Boden humushaltig, sorgt er dafür, dass der Dünger nicht in die tieferen Schichten gelangen kann und somit die Rose die wichtigen Mineralstoffe bekommt. Zudem speichert ein humoser Boden das Wasser länger, was sich wiederum positiv in längeren Trockenperioden auswirken kann. In Form von gut verrottetem Kuhmist oder Kompost wird der Boden mit Humus aufbereitet. Dies sollte auch in das Pflanzloch der neuen Rose gegeben werden. Sind weder Kompost noch Kuhmist erhältlich, bietet sich in untergearbeitetem Torf eine gute Grundlage für eine humose Bodenbeschaffenheit. Auch Knochenmehl oder Hornspäne eignen sich hervorragend als Grundlage für einen guten Rosenboden und wer sich Hühner hält, hat mit dem Hühnermist einen exzellenten organischen Dünger für Rosen. Der Geflügelmist muss allerdings stark verdünnt, als Flüssigdünger, auf die Rosenbeete gebracht werden.

Wer nicht auf natürliche Dünger zurückgreifen kann oder möchte, ist mit Volldünger, speziell für die Rosenzucht, bestens beraten. Der Volldünger enthält alle wichtigen Nährstoffe für die optimale Düngung, entweder als Flüssigdünger im Gießwasser oder als Granulat zum Verteilen auf den Boden. Bei der Verwendung von Mineralstoffdünger kommt es auf den Bedarf der Pflanze an. Werden für das Austreiben der Rose im Frühjahr vermehrt stickstoffhaltige Dünger gebraucht, benötigt sie mehr Kalium und Phosphor, wenn der neue Austrieb und die neuen Blüten wachsen.

Düngezeitpunkte bei Rosen
  • Bei der Neupflanzung benötigt die Rose keinen Dünger, wenn der Boden ausreichend vorbereitet wurde. Idealerweise ist vor der Pflanzung der Boden mit Kompost anzureichern.
  • Die erste Düngung erfolgt erst im zweiten Jahr, dann allerdings regelmäßig.
  • Unbedingt beim ersten Austrieb und mit Erscheinen der ersten Blüten mit 60 bis 80 g pro m² Volldünger düngen.
  • Eine Folgedüngung ist dann beim zweiten Austrieb, wenn sich neue Blüten und Triebe bilden, nötig. Hierbei wird idealerweise ein Flüssigdünger mit 30 g pro 10 Liter Wasser gemischt.
  • Der Flüssigdünger ist auf gut feuchtem Boden aufzubringen, am besten nach einem Regenschauer.
  • Jede Pflanze bekommt ca. 3 Liter von dem Wasser-Flüssigdünger-Gemisch.
  • Ende Juli bis Anfang August ist eine dritte Düngung, ebenfalls mit Flüssigdünger angeraten.
  • Idealerweise wird im Herbst mit Mineralstoffen, 30 g Mineralstoffdünger pro m², nachgedüngt. Dieser Mineralstoffdünger sollte chloridfreies Kalium und Superphosphat enthalten.
  • Mit der gärtnerischen Erfahrung kommt auch das Gefühl für den richtigen DüngezeitpunktAbhängig von der Bodenbeschaffenheit kann eine vorzeitige Düngung notwendig sein und eine Zwischendüngung in der Zeit zwischen Frühling und Sommer nötig werden. Bei nährstoffreichen Böden ist eventuell eine Düngung
    weniger notwendig.
  • Da sich bei vermehrtem Regen viele Nährstoffe schnell aus dem Boden auswaschen, sind zusätzliche Düngungen oft notwendig.
  • Bei vermehrter Trockenheit und einem längeren Verbleiben der Nährstoffe im Boden sollten

    eine oder mehrere Düngungen weggelassen werden.
  • Hilfe bei der Düngung bietet ein jährlicher Düngeplan.
Anorganische vs. organische Rosendünger

Bei der Grunddüngung im Frühjahr eignet sich Blaukorndünger hervorragend. Dieser und andere Mineralstoffdünger enthalten alle wichtigen Nährstoffe für üppiges Wachsen mit satter, voller Blüte. Die Rose liebt zudem Kalk, weshalb der Boden nach Jahren ausgelaugt ist und nachgekalkt werden muss. Dies begünstigt den optimalen pH-Wert des Bodens zur bestmöglichen Aufnahme des Düngers. In den Boden eingearbeitetes Gesteinsmehl oder Eierschalen bilden einen Puffer im Boden, wodurch der Pflanze die Erreichbarkeit des Düngers garantiert wird. Gut abgehangener Mist ist eines der besten Düngemittel, sollte jedoch nicht mit der Pflanze und speziell den Wurzeln in Berührung kommen, da diese sonst verbrennen. Eine Überdüngung ist ebenfalls zu vermeiden, da das Wurzelwerk sonst angegriffen wird und die Pflanze im schlimmsten Fall abstirbt. Bei der Verwendung von Blumenerde aus dem Baumarkt ist genau zu prüfen, ob diese nicht schon mineralisch angereichert ist. Spezieller Rosendünger enthält alles, was die Rose benötigt und ein paar Geheimtipps, die in nahezu jedem Haushalt zu finden sind, lassen Rosen ebenfalls gedeihen. Da wären zum Beispiel klein geschnittene Bananenschalen, Kaffeesatz, Rainfarn, Brennnesseln, Knoblauch und Ackerschachtelhalme. Hieraus wird ein Sud hergestellt, der in den Boden eingearbeitet wird und die Rosen sprießen lässt.

Der ideale Rosendünger?

Ist man auf den Kauf von Rosendünger angewiesen, hat man die Wahl zwischen organischem Dünger und Mineralstoffdünger. Der organische Dünger, der als Langzeitdünger zum Einsatz kommt, besteht zumeist aus natürlichen Abfallprodukten. Dieser Dünger ist auch selbst, mithilfe eines Komposthaufens, herzustellen. In diesem Komposthaufen sollten, Rasenschnitt, Stroh, Erdreste und Laub, gut gemischt, zu finden sein. Durch das Feuchthalten von diesem Gemisch entwickelt sich die beste Humuserde. Mineralstoffdünger sind chemisch und mit unterschiedlicher Zusammensetzung hergestellt. Auch die Darreichungsformen sind differenziert. So gibt es Düngestäbchen, Flüssigdünger, Granulat und Pulver, die als Volldünger angepriesen werden. Mithilfe von Stickstoff, Phosphor, Kalium und anderen Spurenelementen wirkt er schnell und hilft bei akutem Mangel an Nährstoffen im Boden. Dieser anorganische Dünger enthält in jedem Fall mehr Nährstoffe als ein organischer Dünger und ist zudem günstiger. Trotzdem sollte der Hobbygärtner zu organischem Dünger greifen, da dieser nachhaltiger und länger wirkt.

Je nach Bodenbeschaffenheit ist der Boden im zweiten Jahr nach der Neupflanzung von Rosen zu düngen. Dabei sollten sich mineralstoffhaltige Dünger und Volldünger abwechseln. Idealerweise ist der Boden humos, was eine bessere Aufnahme des Düngers garantiert. Eventuell ist nach Jahren der Boden neu zu kalken, da die Rose den Boden auslaugt. Kuhmist, Kompost, Torf, Hühnermist, Knochenmehl und Hornspäne sind ideale organische Stoffe zur bestmöglichen Grundlage für eine Rosenzucht, die mit gesundem und üppigem Wuchs sowie einer kräftigen vollen Blüte die Blicke auf sich zieht.

Es gibt den idealen Rosendünger - wir verraten seine ZusammensetzungWissenswertes zu Rosendünger in Kürze

Ein ideal zusammengesetzter Dünger enthält 9% Stickstoff und 12% Kalium sowie 6% Phosphor. Die im Handel angebotenen Rosendünger variieren sowohl im Preis, als auch in ihrer Zusammensetzung. Es gibt Rosendünger, die mit einem innovativen Düngesystem ausgestattet sind: Die Düngerkörner sind dabei mit einer Harzschicht umhüllt. Diese regulieren die Nährstofffreisetzung über Monate hinweg. Der nicht umhüllte Anteil setzt dabei die Nährstoffe sofort frei. Damit sind die Pflanzen vom ersten Tag an gut versorgt. Eine Über- bzw. Unterdüngung wird damit ausgeschlossen, auch der Versalzung des Bodens wird vorgebeugt.

Es gibt aber auch Hausmittel, auf die man zurückgreifen kann: Zum Beispiel kann man eine Bananenschale in die Erde eingraben, dort wo die Rosenpflanze steht. Dadurch, dass die Bananenschale schnell verrottet, gibt diese in ausreichender Menge Kalk, Magnesium, Schwefel, Stickstoff, Kalium und Phosphat und Kieselsäure ab. Darüber hinaus sollte man nach Möglichkeit seine Rosenbeete im Winter mit Pferdemist auflockern.

In der Regel gibt es für Rosen verschiedene Düngetermine:
  • Bei Rosen-Neupflanzungen im Frühjahr wird eine einmalige Düngung im Mai/Juni empfohlen,
  • bei Rosen-Neupflanzungen im Herbst wird eine einmalige Düngung im März/April des folgenden Jahres empfohlen,
  • bei einer bestehenden Rosen-Pflanzung wird eine einmalige Düngung im März/April empfohlen.