Kräuter säen - Aussaatkalender für wichtige Kräuter

Kräuter säen - Aussaatkalender für wichtige Kräuter

Braucht man für Kräuter einen Aussaatkalender? Wachsen die nicht während der ganzen Saison?

samen-feldsalat-maDas tun sie schon, wenn Sie jedoch daran denken, sich ein richtiges Kräuter-Areal im Garten anzulegen, in dem Sie eine reiche Kräuterernte erzielen möchten, ist es schon vorteilhaft, die Kräuter zur günstigsten Zeit auszusäen.

Dann können sich die Kräuter optimal entwickeln und Sie können so viel ernten, dass Sie sich einen Vorrat anlegen können. Außerdem gibt es einige

Kräuter, die zum Keimen Frost brauchen, also rechtzeitig im Vorjahr in die Erde gegeben werden müssten.

Die Frühjahrskeimer

Die meisten Kräuter gedeihen am besten, wenn sie im Frühling ausgesät werden, aber jedes Gewürzkraut hat seine besonderen Vorlieben hinsichtlich des Zeitpunktes:
  • Bereits Anfang März können Borretsch, Kümmel, Minze, Petersilie, Sauerampfer, Schnittknoblauch, Kamille und Kerbel ausgesät werden, in milden Gegenden direkt ins Gartenbeet. Wenn noch schlimme Fröste zu befürchten sind, erfolgt die Vorkultur im Gewächshaus oder auf der Fensterbank, Sie können dann gut entwickelte Pflanzen in den Garten setzen, die während der Saison genug Zeit zum Auswachsen haben.
  • Im April sind dann Bohnenkraut, Dill, Koriander, Kresse, Schnittlauch, Thymian und Zitronenmelisse an der Reihe. Auch Rosmarin muss jetzt in die Erde, wenn er sich gut entwickeln soll, in
    etwas kälteren Gegenden allerdings zunächst im Gewächshaus.
  • Die wärmehungrigsten Kräuter werden erst im Mai in die Erde gegeben, in die Gartenerde sogar erst nach den Eisheiligen, die ab dem 11. Mai beginnen. Zu diesen Pflanzen zählt natürlich der aus tropischen Gegenden stammende Basilikum, auch Estragon, Lavendel, Majoran, Oregano, Salbei und Ysop wachsen in der Natur in südlicheren Gegenden und möchten in einen warmen Boden gesät werden.
All diese Sonnenliebhaber sollten natürlich auch einen sonnigen Standort bekommen, denn nur bei reichlicher Sonnenbestrahlung werden sie in unseren Breiten genug Aroma entwickeln.

kraeutergarten flDie Frostkeimer

Manche Samen brauchen zur Anregung der Keimtätigkeit dringend richtigen Winterfrost, mehr Licht und mehr Feuchtigkeit im Frühjahr sind ihnen nicht genug. Das ist beim Bärlauch-Samen der Fall, er sollte im August in die Erde gegeben werden und wird sich dann erst im nächsten Frühjahr zeigen. Der Waldmeister möchte ebenfalls Frost abbekommen, er wird also im September des Vorjahres gesät, die verbleibende Zeit bis zum Winter reicht dem Waldmeister aus. Wenn Sie übrigens viel Aroma in der Bowle haben möchten, sollten Sie den Waldmeister im Folgejahr noch nicht ernten, sondern frühestens das Jahr darauf. Im dritten Jahr soll er dann noch mehr Aroma ausgebildet haben.

Auch der Liebstöckel wird für die Aussaat im August empfohlen, er soll dann in den Folgejahren bessere Ernten erbringen. Sie sollten sich nur vorher entscheiden, ob Sie bei diesem Gewächs überhaupt eine bessere Ernte wünschen, denn Liebstöckel hat ohnehin die Tendenz zum “Größenwahn im Beet”. Und die Minze können Sie ebenfalls noch im August aussäen, wenn Sie dazu im Frühjahr nicht mehr gekommen sind.

Bei den einzelnen Kräutern müssten Sie dann nur noch erkunden, ob es sich um Lichtkeimer oder Dunkelkeimer handelt. Lichtkeimer werden nur aufgestreut, damit die Samen nicht

als willkommene Bereicherung des Speiseplans der Wildvögel enden, empfiehlt sich bei Aussaat ins Freiland eine lichtdurchlässige Abdeckung. Dunkelkeimer brauchen eine kleine Erddecke von ca. einem halben Zentimeter über “dem Kopf”, damit die Samen sich entwickeln können.