Garten-Tipps für Oktober - Gartenkalender

Chrysanthemen zeigen sich im Oktober in ihrer farbenfrohen BlüteGerade der Herbst bietet eine Vielfalt an Farben, leuchtend orange Kürbisse sind eine Augenweide, Laubbäume verfärben sich oder Herbstblumen wie der Herbsteisenhut oder Chrysanthemen zeigen sich in voller Pracht.

Aber der Oktober bedeutet auch viel Arbeit für den Gärtner, damit im Frühjahr alles wieder wie gewohnt in Hülle und Fülle gedeihen kann.

Den Gartenteich richtig pflegen

Wer einen Gartenteich sein Eigen nennt, sollte frühzeitig daran denken, ihn gegen Frost zu schützen. Pflanzenteile zersetzen

sich bei fallenden Temperaturen im Wasser. Dies führt zu einem erhöhten Sauerstoffgehalt und Fische würde dies nicht überleben, sollte sich auch noch eine Eisschicht auf dem Wasser befinden. Deshalb sollte man absterbendes Material wie Blätter von Seerosen oder Falllaub entfernen, unter anderem auch um übel riechende Fäulnisgase zu verhindern. Schilfrohr im Gartenteich ist ein zuverlässiger Lieferant für Sauerstoff auch bei einer dickeren Eisschicht. Falls der Teich zu wenig Wasser führt, kann er bis auf den Grund gefrieren. Fische würden dies nicht überleben. Daher sollte die Wasserhöhe ca. einen Meter betragen.

Pflanzzeit für verschiedene Arten

Auch, wenn gerade die eigentliche Blüte zu Ende ist, muss man im Oktober bereits daran denken, Pflanzen für die kommende Ernte zu setzen. So ist  es nun genau die richtige Zeit für Rhabarber und Knoblauch. Aber auch winterharte Stauden und immergrüne Pflanzen finden nun einen noch warmen Boden, in dem die Wurzeln gut anwachsen können, bevor der Boden gefriert. Ein zusätzlicher Schutz durch Rindenmulch lässt die empfindsamen Wurzeln gut über den Winter kommen. Ebenso ist etwas Patentkali zu empfehlen, was die Pflanzen gegen den kommenden Frost widerstandsfähiger macht. Wer blühende Rosen schon im Frühjahr haben möchte, der sollte den Rosenstock bereits im Oktober pflanzen. Das gleich gilt auch für Zwiebeln von Frühlingsblumen, wie Tulpen oder Osterglocken.

Im Oktober werden die letzten Apfelsorten gepflücktHerbstzeit ist Erntezeit

Selbst im Oktober kann noch viel geerntet werden und zu leckeren Marmeladen, Säften oder Chutneys verarbeitet werden. Manches Obst und Gemüse verträgt sogar noch die ersten Tage Frost. Knollensellerie wird erst Ende Oktober geerntet. Man sollte aber unbedingt darauf achten, dass das Gemüse bis dahin nicht austrocknet und immer genügend gewässert ist. Auch Kohl, wie zum Beispiel Chinakohl, gehören zu den späten Sorten. Rote Rüben können den ganzen Oktober über geerntet werden. Sie sind perfekt dafür geeignet, sie über den Winter einzulagern. Was unbedingt nun abgeleert werden muss ist:
  • Tomaten
  • Gurken
  • Auberginen
  • Paprika
  • Schnittlauch.
Will man Letzteren überwintern, muss er gut abgedeckt werden. Und zu guter Letzt ist der Kürbis zu erwähnen, der in unseren Breiten auch immer mehr Verwendung findet, und zwar nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als dekoratives Element im Außenbereich.

Vorbereiten für den Winter

Einige Arbeiten müssen am Garten erledigt werden, um ihn auf den nächsten Schritt, das Überwintern, vorzubereiten. Den Rasen mäht man im Oktober ein letztes Mal. Dabei sollte Unkraut ausgestochen werden, damit es auch im Winter gepflegt aussieht. Knollen von verschiedenen Blumen wie zum Beispiel Dahlien oder Gladiolen sollten aus der Erde geholt werden und im Haus überwintert werden. Im Frühjahr können sie dann wieder gesetzt werden. Viele Hobbygärtner schwören auch auf Leimringe an den Bäumen, um sie gegen Raupen

zu schützen. Diese "Kleinen Frostspanner" schlüpfen dann im Frühjahr und befallen bevorzugt Obstbäume. Sträucher wie Brombeeren oder Gräser wie Bambusgras müssen nach der Ernte beziehungsweise vor dem ersten Frost nachgeschnitten werden, so dass
sie wieder gut blühen und nachwachsen. Laub sollte im gesamten Garten auf der Wiese entfernt werden. Die herabgefallenen Blätter verhindern ein Abtrocknen der Rasenfläche. damit bleibt eine zu hohe Feuchtigkeit und verschiedenste Rasenkrankheiten wären die Folge. Nicht jede Laubsorte lässt sich dabei leicht kompostieren. ideal sind dafür Blätter von Obstbäumen, aber auch von:
  • Birken
  • Erlen
  • Buche
Sehr schwer zersetzt sich dagegen Laub von:
  • Eichen
  • Kastanien
  • Pappeln
Möchte man dies dennoch dafür verwenden, empfiehlt es sich, das Laub vorher zu zerkleinern. Es muss aber nicht alles Laub aus dem Garten entfernt werden. Die übrigen Blätter kann man dafür nutzen, Pflanzen oder Beet damit abzudecken.

Rindenmulch kann im Oktober zum Abdecken von Pflanzen genutzt werdenPflanzen gut schützen

Sehr wichtig ist es, bereits gepflanzte Blumen, Sträucher, Obst- und Gemüsesorten gegen den Frost zu schützen. Wie bereits vorher erwähnt, kann man dafür Laub aus dem Garten verwenden, dass man gezielt an Stellen auslegt, die geschützt werden müssten, zum Beispiel neu angesäte Stauden oder gesetzte Knollen. Aber auch für Kräuterwurzeln wie von Schnittlauch. Eine andere Möglichkeit des Schutzes ist der Rindenmulch. Das ist im Endeffekt zerkleinerte Baumrinde, die den Boden davor schützt, zu sehr auszutrocknen. Ebenfalls verhindert er ein zu schnelles Ausbreiten von Unkraut. man sollte aber unbedingt auf hochwertige Qualität achten, da billigen Mulchen oft Produkte beigemischt werden, die nichts mit Rinde zu tun haben und dem Garten eher schaden als nutzen. Es gibt auch farbigen Rindenmulch, mit dem man zusätzlich Akzente in der Gartengestaltung setzen kann. Nicht zu vergessen sind die Kübelpflanzen, die man besser im Haus überwintert. manche Gärtnereien bieten einen Überwinterungsservice an, falls im eigenen Keller zu wenig Platz ist. Der Gärtner kümmert sich dabei um die richtige Pflege. So dürfen zum Beispiel Pflanzen wie Agaven oder Oleander keinem Dauerfrost ausgesetzt sein.

Den Tieren ein Heim bieten

Die Frage ist, wo beginnt man mit der Arbeit und wo hört man auf, denn die einzelnen Bereiche im Garten müssen gut aufeinander abgestimmt sein. Ein Punkt, der Tierliebhabern sehr zu empfehlen ist, ist der, den Igeln einen Platz zum Überwintern zu bauen. Die geschützten Wildtiere helfen dabei, den Garten frei von Schnecken oder anderem Ungeziefer zu halten. Größere Haufen an Laub bieten den Igeln einen idealen Unterschlupf für ihren Winterschlaf. Wer den Igeln ein luxuriöseres Heim bieten möchte, kann auch kleine Holzhäuschen aufstellen, in die man Reisig oder Laub legt. Im Zusammenhang mit Laub ist ein Kompost empfehlenswert. Der Herbst bietet einen schier endlosen Vorrat an Laub. Möchte man seinen Kompost auf die möglichst beste Art und Weise nutzen, sollte man auf die Mischung achten. neben den Grünabfällen sollte zumindest eine Hälfte klein gehäckselte Zweige untergemischt werden. Der zusätzliche Einsatz von Kompostwürmer beschleunigt noch die Kompostierung, so dass er nach ca. fünf Monaten bereits genutzt werden kann, dementsprechend ideal für den Einsatz im Frühjahr.

Tipps für Schnellleser:
  • Rasen, witterungsabhängige gegen Monatsende letztmalig, jedoch etwas tiefer schneiden, wobei das Mähgut auf der Fläche verbleibt.
  • Falllaub ständig entfernen.
  • Kurz vor oder während der Laubfallperiode Laubgehölze pflanzen.
  • Empfindlichere Sträucher (Waldrebe, Edelginster, Geißklee, Glyzinie, Sommerflieder) erst im Frühjahr mit Topfballen setzen.
  • Rosen, Wurzeln vor der Pflanzung etwa um ein Drittel einkürzen, in einen Lehmbrei tauchen und nach der Pflanzung gut einschlämmen. Von Krankheiten befallene Zweige ausschneiden, und auf Schnittstelle Wundwachs streichen.
  • Abgeblühte Stauden direkt über dem Boden abschneiden.
  • Empfindliche oder nicht winterharte Pflanzen z.B. bestimmte Chrysanthemenarten und -sorten, ins Gewächshaus bringen bzw. direkt im Grundbeet einschlagen.
  • Verblühte, noch nicht abgeräumte Einjahrespflanzen entfernen oder mit umgraben.
Im Oktober beginnt nach dem Laubabwurf der Rückschnitt an vielen BäumenZwiebel- und Knollengewächse: Nicht frostharte Arten (zum Beispiel Gladiolen) aus dem Boden nehmen. Nach Abschneiden des Laubs die Knollen mit einer Grabegabel vorsichtig ausgraben, dann trocknen und frostgeschützt einlagern. Die im Vormonat begonnene Pflanzung abschließen.
  • Ende des Monats mit dem Auslichtungs- und Rückschnitt beim Kernobst beginnen.
  • Nach dem natürlichen Laubfall die Obstbäume pflanzen.
  • Anfang bis Mitte des Monats die spätesten Apfelsorten abernten und einlagern.
  • Von Krankheiten befallene Früchte pflücken bzw. aufsammeln und vernichten, nicht kompostieren.
  • Gemüse, Spätgemüse, zum Beispiel Möhren, einmieten, Chicoreewurzeln zum Treiben einschlagen.
  • Freiwerdende Gartenbeete umgraben.
  • Spargelkraut abschneiden und verbrennen.
  • Zur Freilandüberwinterung vorgesehene Gemüse (Salat, Möhren, Zwiebeln) locker abdecken.
  • Chinakohl, Knollensellerie, rote Rüben und andere frostempfindliche Freilandgemüsearten rechtzeitig ernten.
  • Küchenkräuter, Petersilienwurzeln und Schnittlauchballen eintopfen. Gartenkresse in Schalen aussäen.