Gehölzschnitt - Gehölze richtig Schneiden
Bestimmte Gehölze verlangen einen regelmäßigen Schnitt. Nun ist das sicher nicht die Wissenschaft, als die es oft dargestellt wird. Paradebeispiele sind öfter blühende Rosen und im Spätsommer blühende Ziersträucher.
Die ... meisten anderen Gehölze benötigen in der Regel nur ab und zu einen Schnitt. Viele Gehölze wie Zaubernuss, Magnolie und Goldregen sollte man dagegen gar nicht schneiden.
Ein Gehölzschnitt ist sinnvoll, wenn man die Blüten- und Fruchtbildung fördern, zu groß gewordene Gehölze verkleinern, überalterte Sträucher radikal verjüngen oder Gehölzhecken formieren will.
Am besten schneidet man während der Winterzeit, aber nur bei frostfreiem Wetter, etwa ab Februar. Dieser Schnitt ist ideal für alle Sommerblüher. Frühjahrsblüher wie die Forsythie schneidet man dagegen nach der Blüte.
Auch frostgeschädigte Gehölze werden separat geschnitten, nämlich erst im Frühjahr, wenn man die Schäden gut einsehen kann.
Im Herbst schneidet man nur, um Schäden durch Windbruch oder Schneelast zu vermeiden.
Bei der Schnittstärke ist zu beachten: je stärker man zurückschneidet, also nur wenige Knospen stehen lässt, desto weniger, dafür aber längere und stärkere Triebe bekommt man. Ein ...
leichter Rückschnitt bewirkt dagegen zahlreiche, aber kürzere Triebe.
Mit am wichtigsten ist die richtige Schnittführung. Ein falscher Schnitt kann weit reichende Folgen für ein Gehölz haben. Ein Trieb wird etwa 5 mm über einer Knospe schräg abgeschnitten. Der Schnitt darf nicht zu schräg angesetzt werden, um die Wundstelle so klein wie möglich zu halten. Die Schere muss scharf sein, damit die Triebe nicht gequetscht werden. Eine glatte Schnittstelle ist wichtig. Auch darf man keinen so genannten Kleiderhaken (Triebstummel) stehen lassen, weil diese Pilzen und Krankheitserregern eine gute Angriffsfläche bietet.
Ein guter Schnitt sollte vor allem die Lichtverhältnisse innerhalb eines Gehölzes verbessern. Es kann sich so besser entwickeln. Ein Auslichtungsschnitt fördert die Entstehung junger, bodennaher Triebe und kommt somit der Vitalität und Trieberneuerung zugute. Man schneidet zuerst alle kranken, verletzten oder geschädigten Triebe bis ins gesunde Holz zurück. Dann entfernt man alle dünnen, schwachen Triebe. Zuletzt werden einige wenige alte Triebe direkt über dem Boden abgeschnitten bzw. abgesägt.
Wildtriebe an veredelten Pflanzen müssen entfernt werden und zwar frühzeitig. Sie werden direkt an der Ansatzstelle abgerissen oder mit einem scharfen Messer entfernt.
Nadelgehölze schneidet man besser nicht, weil man sonst in die natürliche Wuchsschönheit der Pflanzen eingreift. Wenn es trotzdem sein muss, sollten nur die Triebspitzen eingekürzt werden. Eiben sind sehr schnittverträglich, weswegen sie gern als Hecken eingesetzt werden. Allerdings sind sie ziemlich giftig.
Gehölzhecken werden am besten konisch erzogen, unten breiter als oben. So bleiben sie schön dicht und brechen im Winter unter der Schneelast nicht zusammen. Für Laubgehölzhecken gibt es zwei Schnitttermine, einmal Ende Juni (nach der Vogelbrut) und dann noch mal Mitte bis Ende August. Nadelgehölzhecken schneidet man am besten nur einmal, meist im Juli.
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