Rebschnitt, zurückschneiden, Schnitt
Weinstöcke sind sehr willige Pflanzen. Nach jedem Schnitt treiben sie wieder aus. Es ist also nicht schlimm, wenn man sich einmal verschneidet. Die Pflanze nimmt das in der Regel nicht übel. Schlimmer ist, dass meist zu wenig geschnitten ...wird.
Geschnitten wird in der laubfreien Zeit. Vom Spätherbst bis Februar kann der Rebschnitt durchgeführt werden. Die Temperaturen dürfen aber nicht unter minus 5 Grad liegen. Je frostiger das Klima und je empfindlicher die Rebsorte ist, umso später sollte geschnitten werden. So lassen sich Frostschäden besser erkennen und korrigieren.
Eine Form, seine Weinrebe in Form zu bringen ist das Fächerspalier. Diese Form ist gut für Anfänger geeignet. Wegen der einfachen Handhabung ist die Fächer-Erziehung der Rebe weit verbreitet. Es handelt sich um eine Kombination waagerechter und schräger Kordonarme, die sich mehrfach verzweigen. So wird viel Fläche gefüllt. Die Zahl der Schenkel und Verzweigungen darf nicht zu hoch sein. Zwischen ihnen muss genug Abstand herrschen, etwa 0,5 bis 1,0 Meter.
Im ersten Jahr lässt man die Pflanze einfach wachsen. Zum Anlegen schneidet man den Rebstock am Ende des 2. Winters bis auf 3 ausgereifte Triebe zurück. So wird das Stammgerüst ...
locker und nicht zu dicht. Diese 3 Triebe werden locker auseinander gebogen und an Rankhilfen befestigt. Der Winterschnitt erfolgt auf 8 bis 10 Augen. Man lässt jedem Arm ca. 4 Knospen für künftige Triebe. An deren Enden verbleiben jeweils 1 oder 2 Knospen für die Stammverlängerung. Nicht benötigte Knospen werden ausgebrochen. Die Triebe für die Stammverlängerung bringt man den Sommer über in Form und befestigt sie am Gerüst. Alle Triebe dürfen die Trauben behalten. Im Winter werden die äußeren Triebe für die Stammverlängerung auf 8 bis 10 Augen geschnitten und angebunden. Die Triebe, welche nicht für die Verlängerung benötigt werden, kürzt man auf kurze Zapfen mit 2 Augen.
An den Trieben für die Stammverlängerung verbleiben nur 1 bis 2 Knospen pro Trieb. Die anderen werden ausgebrochen.
Wer mit dem Rebenschnitt nicht klarkommt, kann sich auch professionelle Hilfe holen. Baumschulen, Rebenhändler und vielleicht auch ein erfahrener Nachbar sind in der Regel gern behilflich, sollte man nicht weiterkommen.
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