Rhododendron richtig schneiden

Rhododendron schneiden Rhododendron schneidenRhododendron wird direkt nach der Blüte geschnitten. Das dient dem Auslichten. Außerdem kann man bei Platzmangel oder zur Verjüngung auch einmal radikal zurück schneiden.

Grundsätzlich darf nicht zu spät geschnitten werden, denn der anschließende Neutrieb kann evtl. nicht ausreichend ausreifen und ist dann sehr frostempfindlich.

Ein Rhododendron muss nur geschnitten werden, wenn er zu groß geworden ist und keinen Platz  mehr hat. Die Pflanze wächst weiter und bildet neues Grün, an jeder Stelle, die Licht abbekommt. Innen ist er kahl,

aber sobald durch einen Schnitt ins Innere wieder Licht kommt, treibt er auch dort wieder aus.

Zur Verjüngung kann ein Rhododendron auf etwa 0,5 m über dem Boden gekürzt werden. Dieser Schnitt erfolgt am besten im Frühjahr, kurz vor Austriebsbeginn (April). So hält man die Zeit, in welcher der Busch wenig dekorativ aussieht, möglichst kurz. Bei diesem Schnitt wird auch in altes Holz geschnitten. Solch ein Radikalschnitt sollte die Ausnahme bleiben.

RhododendronDer normale Schnitt erfolgt folgender Maßen: Zu lange Äste werden auf einen darunter liegenden geeigneten schwächeren Ast zurück geschnitten. Man schneidet direkt am Ansatz.

Bei Rhododendren, die durch Veredlung vermehrt wurden, darf man nur leicht schneiden. Man muss den Schnitt auf mehrere Jahre verteilen.

Übrigens sollte man nach dem zurückschneiden einige Zeit reichlich gießen, vor allem sofort nach dem Schnitt. Der Rhododendron wird dann schon nach ein paar Tagen wieder neu austreiben.

Verblühtes sollte regelmäßig entfernt werden, um den Blütenknospenansatz für das nächste Jahr zu fördern. Abgestorbene Zweige mit vertrockneten Blättern müssen entfernt werden, meist ist eine Erkrankung daran Schuld. Man schneidet dazu  bis ins gesunde Holz zurück. Die abgeschnittenen Äste und Blätter nicht auf dem Kompost entsorgen!

Idealer Boden und Standort

Rhododendren bevorzugen Böden mit einem pH-Wert von 4 oder 5,5. Zudem werden wichtige Nährstoffe benötigt, welche durch Beimischung natürlicher Substanzen wie beispielsweise Eichenlaub, Nadelstreu oder geschredderter Nadelholzrinde oder Sauergräsern
und saurem Kompost entstehen. Der pH-Wert wird mittels Anreicherung durch Kaffeesatz und Traubenester positiv beeinflusst.

Werden Rhododendren auf einem kalkhaltigen Erdboden gepflanzt, fällt etwas mehr Arbeit an:
  • es müssen entweder erhöhte oder ausgehobene und abgedichtete Beete angelegt werden, welche danach komplett mit pH-Wert gerechtem Substrat aufgefüllt werden
  • so reicht es aus, später lediglich Eichenlaub locker unter die Rhododendronbüsche zu werfen
  • dies vermodert gemeinsam mit den herabfallenden Blättern des Busches
  • manche Züchtungen benötigen leicht kalkhaltige Erdböden und halten einen fast neutralen pH-Wert gut aus.
Rhododendren bevorzugen einen halbschattigen bis schattigen Standort und stehen gern windgeschützt. So bietet sich die nordwestliche Seite eines Hauses an. An anderen Standorten sollten zum Beispiel Koniferen als Windschutz dienen.

Rhododendron optimal schneiden

Rhododendren können eine beachtliche Größe erreichen, sodass der Gärtner die Büsche schneiden muss. Bei einem Schnitt dieser Pflanze muss bedacht werden, dass sie ihre neue Blüte schon im vorhergehenden Jahr ansetzt. Aus diesem Grund darf der Gärtner den Busch erst direkt im Anschluss an die Blühzeit schneiden. So kann der Rhododendron während des restlichen Jahres in aller Ruhe seine neuen Blütenansätze vorbereiten. Der Schnitt wird zudem erst erforderlich, wenn der Busch eine gewisse Größe erreicht hat. Geht

der Rückschnitt bis in den kahlen Innenbereich des Busches, stellt dies keinerlei Problem dar. Er wird umgehend an den Stellen, welche erneut Licht bekommen, frisches Grün austreiben. Der Busch sollte sofort nach dem Schnitt mit ausgiebigem Wasser versorgt werden.

Die Vermehrung von Rhododendren

Eine simple Möglichkeit den Rhododendron zu vermehren sind Ableger:
  • hierfür einen Seitentrieb nach Ende der Blühzeit wählen, der nah am Boden wächst (darf verholzt sein)
  • der Trieb wird schräg eingeschnitten und zum Boden nah der Mutterpflanze heruntergebogen
  • die Schnittkerbe soll dabei mit der offenen Stelle in der Erde liegen, sie bildet an der Wunde Gewebe und im Anschluss Wurzeln (ein Hölzchen hält dabei die Wunde dauerhaft offen)
  • der Ableger wird mit etwas Erde bedeckt und mittels eines Stück Drahts am Boden verankert, Wurzeln zeigen sich frühestens im kommenden Frühjahr
  • sind Wurzel zu erkennen, wird der Trieb abgetrennt und kann umgesetzt werden.
Zur Vermehrung können allerdings auch schlichte Stecklinge genutzt werden, die sich aus verholzten Vorjahresbereichen schneiden lassen. Die Stecklinge können noch in handlange Stücke geteilt werden, die stets am unteren Ende einen Triebknoten besitzen. Sie werden mit Anzuchterde in einen Blumentopf gesetzt und verbringen die Sommerwochen im Freien. Zur Herbstzeit sollten sich Wurzeln zeigen, sodass sie im Außenbereich gepflanzt werden können.

Die Überwinterung der Rhododendren

Meistens können Rhododendren ohne Hilfe im Gartenbereich überwintern. Der Verlust einiger Blätter ist hierbei völlig normal. Lediglich Pflanzen im Kübel benötigen Winterschutz. Der Kübel wird dabei mit den üblichen isolierenden Materialien umgeben und zudem auf der Unterseite gedämmt. Immergrüne Pflanzen benötigen auch im Winter stets ausreichendes Wasser. Es sollte allerdings bei milden Temperaturen verabreicht werden. Kübelpflanzen müssen zudem geschützt beim Haus platziert werden.