Sommerflieder schneiden - Tipps zum Schnitt

Sommerflieder schneiden Flieder schneidenAlle Sommerflieder sind gut schnittverträglich. Sie werden am besten im Frühjahr beschnitten. Ideal ist der Monat April. So kann der Strauch bis zum Sommer genügend neue Triebe bilden. Bis zum Winter verholzen sind dann, das ist wichtig wegen der Frostgefahr.

Sommerflieder werden meist die vielen Sorten Schmetterlingsflieder genannt. Für sie empfiehlt sich ein starker Rückschnitt, bis teilweise auf 30 bis 50 cm über dem Boden. Überalterte, kranke und erfrorene Triebe müssen sowieso entfernt werden. Man schneidet sie an

der Triebbasis ab. Triebe, die nach innen oder über Kreuz wachsen, werden ebenfalls entfernt. Um neue Triebe ausbilden zu können, sollte man nach dem Schnitt einen Stickstoffdünger anwenden. So wird man einen reich blühenden Strauch haben, der trotz seines starken jährlichen Zuwachses nie zu groß wird.

Will man den Sommerflieder groß lassen, schneidet man weniger stark zurück. Man lässt dazu ein paar Augen mehr oberhalb des letztjährigen Schnittes stehen. Je weniger Augen stehen bleiben, um so dichter wird der Strauch. So zieht man den Sommerflieder langsam mit den Jahren nach oben und hat trotzdem eine reiche Blütenpracht. Der so gezogene Flieder hat einen buschigen, gut verzweigten Wuchs und sieht nicht nur während der Blüte gut aus.

Bei Sommerflieder auf einem Stamm muss im Frühjahr kräftig geschnitten werden, sonst gerät die Krone aus der Form und im Winter droht Schaden durch Schneebruch.

Wechselblättrige Sommerflieder werden nicht beschnitten. Sie blühen am zweijährigen Holz. Ein Rückschnitt im Frühjahr würde die Blüten treffen. Außerdem ginge sein schöner, malerisch überhängender Wuchs verloren. Sollte er einmal beschnitten werden müssen, dann nur nach der Blüte. Die neu gebildeten Triebe sind im Winter stark frostgefährdet.

rosa FliederSommerflieder blüht auch ohne Schnitt. Allerdings braucht er dann genügend Platz. Kranke und abgestorbene Triebe sollten aber auf jedem Fall entfernt werden.

Pflanzenpflege und Rückschnitt

Sommerflieder oder auch Schmetterlingsflieder genannt, ist eine rasch wachsende Staudenpflanze. Besonders auffallend sind die
großen farbenprächtigen Blütenstände während der Sommersaison. Für ein optimales Blütenergebnis ist es erforderlich die Pflanze regelmäßig nach den Sommermonaten zu schneiden. Je nach Wuchsform kann der Sommerflieder auf Stamm oder Strauch gezogen werden. Für eine schöne Optik in Form des Strauches müssen alte und verholzte Triebe bis auf den Grund ausgeschnitten werden. Junge und kräftige Austriebe dabei am besten in die gewünschte Form bringen. Nachdem im Herbst die Blüten zu welken beginnen, sollten Sie diese kurz vor dem Ansatz schneiden. Die Pflanze treibt an dieser Stelle im kommenden Jahr neue aus. Für einen Stammwuchs wählt man den möglichst kraftvollsten und gerade gewachsenen aus und entfernt alle anderen. Beachten Sie, dass bei dieser Form der Stamm im Wesentlichen blattlos bleibt und es über einen längeren Zeitraum andauert bis sich Augen und Laub ausbilden. Es empfiehlt sich die Pflanze erst im 2. Quartal eines Jahres komplett zu schneiden, da durch eventuell auftreten Frost die frischen Schnittstellen erfrieren können. Dies sollte aber nur bei einer radikalen Kur angewendet werden, wenn zu viele der älteren Triebe verholzt und spröde sind.

Düngung, Bewässerung und Standort

Während der Gartensaison erfreut sich die Pflanze

an regelmäßiger Bewässerung. Da der Sommerflieder recht genügsam ist, geht man eher sparsam mit Düngen um. Bei einer Neupflanzung ist ein Langzeitdünger in fester Form völlig ausreichend, bei bestehenden Exemplaren ein Flüssigdünger anwendbar. Die Pflanze ist vom Standort betrachtet ein echtes Allroundtalent. Sonnige, halbschattige und schattige Plätze sind für den Sommerflieder sehr angenehm. Besonders sonnige Plätze ziehen allerleih fliegende Insekten durch den betörenden Duft der Blüten an. Achten Sie besonders beim Kauf dieser Pflanze auf die ausgewiesenen Pflegeempfehlungen und Farben der Blütenstände.

SommerfliederFolgende Sorten stehen in den gut sortierten Bau- und Gartenmärkten zur Auswahl:
  • Weißblühender Sommerflieder (Buddleja albiflora Hemsl.)
  • Wechselblättriger Sommerflieder (Buddleja alternifolia Maxim.)
  • Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii Franch.)
  • Schnee-Sommerflieder (Buddleja nivea Duthie)
  • Kugel-Sommerflieder (Buddleja globosa Hope)
Überwinterung

Der Sommerflieder ist ausgewiesen als eine winterharte Staudenpflanze, jedoch treten häufige Erfrierungserscheinungen unter länger anhaltender Kälte ein. Besonders Temperaturen unter - 15 bis -20 °C schädigen die jungen Triebe aus dem Vorjahr. Deshalb ist der Schutz dieser Bereiche auch der des Wurzelansatzes zwingend notwendig. Dies könnte mit einer dicken Schicht aus Kokosfasermatten oder dem Anhäufeln durch Rindenmulch um den Wurzelansatz geschehen. Eine weitere Vorbeugung gegen unerwünschte Frostgefahr stellt der optimale, direkt bei der Pflanzung gewählte Standort dar. So kann dieser, gut gewählt auch über die Wintermonate Schutz bieten vor zugiger Kaltluft oder dauerhafter Nässe. Während dieser Zeit benötigt die Pflanze weder Dünger noch Zufuhr von Wasser. Beachtet man das Schneiden sowie die Überwinterungsratschläge in den dafür geeigneten Monaten, steht der sommerlichen Farbenpracht mit den herrlich duftenden Blüten nichts im Weg.