Wandelröschen über Samen & Stecklinge vermehren

Wandelröschen über Samen & Stecklinge vermehren

Das Wandelröschen hat schöne Blütenköpfe mit vielen Einzelblüten, von denen die äußeren eine andere Farbe haben als die inneren, weil die Blüten mit der Zeit ihre Farbe verändern. Es stammt aus Mittelamerika und ist daher hierzulande nur als Sommerblume geeignet, die frostfrei überwintern muss. Vermehren lässt sich das Wandelröschen entweder durch Samen oder durch Stecklinge.

Wandelröschen aussäen

Die Samen des Wandelröschens benötigen von der Aussaat bis zur Keimung bis zu sechs Wochen, daher ist es sinnvoll, die Pflanzen bereits im Frühjahr auf der Fensterbank vorzuziehen, damit sie

zu Beginn der Gartensaison eine entsprechende Größe erreicht haben, um sie in Balkonkästen oder Kübel auszupflanzen. Hierzu kann Saatgut aus dem Handel verwendet werden, von einer bereits vorhandenen Pflanze können aber auch im Herbst die Samen abgesammelt werden, um diese zum Vermehren zu verwenden.

Damit die Keimung etwas schneller vonstatten geht, werden die Samen am besten für ein bis zwei Tage in warmes Wasser gelegt. Danach werden sie kurz abgespült, in kleine Töpfe mit Anzuchterde gelegt und etwa einen halben Zentimeter mit Erde bedeckt. Die Töpfe werden dann an einen hellen und warmen Platz gestellt und mit einer Glasplatte oder Klarsichtfolie abgedeckt.

Die weitere Pflege

Das
href="pflanzen/kuebelpflanzen/wandelroeschen-lantana-camara-pflege.html">Wandelröschen ist frostempfindlich, daher werden die ausgesäten Pflanzen am besten erst ab Mitte Mai in Kübel, Kästen oder direkt in den Garten ausgepflanzt. Es braucht einen sonnigen oder zumindest hellen und warmen Standort und wird dort mäßig feucht gehalten. Während der Wachstumsperiode kann es alle zwei bis drei Wochen etwas Dünger verabreicht bekommen. Das Wandelröschen blüht an einem günstigen Standort über Monate und verändert dabei seine Blütenfarbe, sodass sich an einer Pflanze Blüten in verschiedenen Farben finden.

Vor dem ersten Frost muss die Pflanze ins Haus geholt werden, vorher sollte sie jedoch zurückgeschnitten werden. Dieser Schnitt kann ruhig großzügig ausfallen, denn die meisten Blüten werden sich im folgenden Jahr an den neuen Trieben bilden. Zum Überwintern eignet sich ein heller und kühler Raum, wo die Temperatur zwischen 5° und 10° C liegt. Hat die Pflanze im Herbst alle Blätter abgeworfen, kann sie aber ruhig auch dunkel stehen, denn dann benötigt sie kein Licht für die Photosynthese. Während der Wintermonate wird das Wandelröschen nur sparsam gegossen und nicht gedüngt.

Wandelröschen durch Stecklinge vermehren

Von den jungen Trieben des Wandelröschens können im Frühling Stecklinge geschnitten werden. Sie sollten eine Länge von etwa zehn Zentimetern haben, daher kann ein längerer Trieb in mehrere Teile geschnitten werden. Am leichtesten lassen sie sich bewurzeln, wenn sie für eine Weile in ein Gefäß mit Wasser gestellt werden, vorher sollten allerdings die unteren Blätter entfernt werden, sodass nur der Steckling selbst im Wasser steht.

Hilfreich ist es auch, bereits vorhandene Blütenknospen und Blüten zu entfernen, damit der Steckling nicht unnötig Energie für die Blütenbildung verbraucht. Das Glas mit dem Steckling wird dann an einen schattigen und kühlen Platz am besten im Haus aufgestellt. Nach etwa zwei Wochen im Wasser hat der Steckling dann Wurzeln gebildet und kann in einen Topf mit Erde gepflanzt werden. Soll das neue Wandelröschen für einen Kübel verwendet werden, empfiehlt es sich, gleich mehrere dieser Stecklinge in

einen Topf zu pflanzen, sodass die neue Pflanze schön buschig wird.