Gartenteich verliert Wasser - Was tun bei Wasserverlust im Teich?
Dass der Gartenteich Wasser verliert, ist nichts außergewöhnliches. Sonne, Wind, reichlich Wasserpflanzen, eine Fontäne (Springbrunnen), all diese Faktoren sorgen dafür, dass Wasser verdunstet bzw. aufgenommen wird. Dieses Wasser wird durch Regen wieder aufgefüllt. Bleibt der einmal aus, kann man auch Wasser ...nachfüllen, am besten Regenwasser.
Anders sieht es aus, wenn die Teichfolie beschädigt ist, die Schläuche, Rohre, Wasserhähne und Schieber nicht dicht sind oder wenn Konstruktionsfehler vorliegen, wie z.B. dass die Uferfolie zu kurz ist und die Randbepflanzung samt Erdreich Wasser aus dem Teich ziehen kann. Dann reicht ein ständiges Auffüllen nicht mehr, bzw. die Wasserkosten steigen ins Unermessliche. Die Ursache muss abgestellt werden! Erst einmal gilt es sie zu finden. Man muss alle Möglichkeiten kontrollieren. Siehe auch „6 Gründe für Wasserverlust im Gartenteich (Teich)“
Teichfolie defekt
- Wenn die Teichfolie defekt ist, muss man das Leck finden. Das ist oft schwierig.
- Es muss entschieden werden, ob nur das ...
Leck gestopft wird oder ob man die Folie besser ganz austauscht. Das ist bei älteren Teichen oft besser, denn die Folien hatten früher eine Haltbarkeit von 10 bis 15 Jahren. Heutige EPDM-Folien halten deutlich länger, sind aber auch teurer.
- Unter Umständen muss das gesamte Wasser und alle Pflanzen aus dem Teich, sowie natürlich alle Technik.
- Mit Teichfolienkleber und Folienresten können Löcher in PVC- Folien zugeklebt werden.
- Man muss die selbe Qualität Flicken nutzen, wie für die gesamte Folie, sonst haften die Materialien nicht aneinander. Die Klebestelle muss sauber und trocken sein.
- Bei Kautschuk Teichfolien wird zum Kleben ein Vier-Komponenten-Kleber und Haftvermittler benötigt. Die Reparatur ist aufwändig und nicht ganz einfach. Man muss genau nach Vorschrift vorgehen!
- Ideal ist auch die Nutzung von flüssiger Teichfolie, doch diese kann nicht bei allen Folien eingesetzt werden.
Von einem Kapillareffekt spricht man, wenn eine Verbindung zwischen Umgebung und dem Teichwasser besteht. Oft ist das der Fall, wenn Teichschalen genutzt werden, und der Rand mit Pflanzmatten verdeckt wird. Diese und die darüber gelegte Erde samt Pflanzen ziehen Unmengen an Wasser aus dem Teich. Das passiert auch bei einem Folienteich, wenn die Ränder der Folie zu kurz sind.
- Am besten ist natürlich, gleich beim Bau eine Kapillarsperre anzulegen, eine Vertiefung wie eine Dachrinne, einmal rund um den Teich. So wird verhindert, das das umgebende Erdreich und die Wurzeln darin dem Teich Wasser entziehen.
- Bei Teichschalen muss man den Rand anders verstecken, entweder durch Pflanzen, Steine, Holz oder ähnliches. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten.
- Pflanzmatten besser entfernen und eine andere Möglichkeit der Uferbepflanzung suchen.
- Ist die Folie zu kurz abgeschnitten, wird es schwierig. Ein Teichfachmann weiß aber sicher Rat, so dass man nicht den gesamten Teich noch einmal anlegen muss. Einen allgemeingültigen Rat kann man nicht geben, denn jeder Teich ist anders.
- Hier müssen alle Schläuche, Rohre, Zuleitungen, Wasserhähne, Schieber, das gesamte System halt, kontrolliert werden, um die undichte Stelle zu finden.
- Man schaltet zunächst die Technik ab, also die Pumpen, Springbrunnen und ähnliches.
- Dann müssen alle Anschlüsse getestet werden. Findet man nichts, liegt es meist an den Schläuchen. Gerade preiswerte Schläuche halten nicht sonderlich lang. Man tauscht die Schläuche aus!
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