Anbau von Physalis
Gehört man zu den Gärtnern, die immer mal wieder etwas Neues ausprobieren möchten, sollte man sich die einjährige Pyhsialis peruviane (auch als Zierpflanze - Lampionblume bekannt) einmal näher anschauen. Sie ist in den letzten Jahren sehr beliebt ...geworden und ist bei uns in vielen Supermärkten zu kaufen. Oftmals findet man sie aber auch in der guten Gastronomie als Dekorationselement auf Salaten oder anderen Speisen.
Vergleichbar ist sie mit der Tomate, allerdings sieht man die Früchte nicht auf den ersten Blick. Diese stecken nämlich in einer pergamentfarbenen Lampionhülle und sind orangegelb. Das Aroma der Physalis erinnert an eine Stachelbeere, weshalb sie unter anderem auch Kapstachelbeere genannt wird. Die Physalis kann man recht leicht, mit wenig Aufwand im Freien kultivieren, wobei man bedenken muss, dass sie nicht frosthart ist.
Ein Anbau im eignen Garten loht sich in jedem Fall, denn im Supermarkt sind diese Früchte nicht gerade preiswert. Nicht verwechseln darf man die Physalis peruviane mit den winterharten Zierstauden, die Physalis alkekengi heißen. Sie sind ungenießbar und dienen nur zu Dekorationszwecken.
Wie Tomaten auch, kann man die Physalis am Mitte März aus Samen am Fensterbrett ziehen. Meist setzt eine solche Pflanze aber erst im September Früchte ...
an. Hat man Altpflanzen, ist auch eine Stecklingsvermehrung möglich. Hierzu schneidet man im Herbst Stecklinge ab und topft sie ein. Ab Februar bilden sich von den neu gebildeten Seitentrieben wieder neue Ableger. Diese können bis zu einem Drittel in Pflanzerde gesteckt werden und müssen mäßig gegossen werden.
Nach den Eisheiligen können kräftige Pflanzen bereits ins Freie gepflanzt werden. In der Regel setzen die Pflanzen dann ebenfalls im September die Früchte an, die reif sind, wenn sie sich leicht pflücken lassen. Möchte man etwas eher die Früchte genießen, sollte man die Pflanzen vor dem ersten Frost kräftig zurückschneiden, in große Kübel topfen und überwintern.
Ab Mitte Mai kommt die überwinterte Pflanze dann wieder in den Garten. Steht einem ein frostfreies Gewächshaus oder ein nicht zu warmer Wintergarten zur Verfügung, kann man die Physalis, die im Boden wurzeln oder im Sommer in einem Kübel gepflanzt wurden, auch im Winter ernten. Allerdings geht die Entwicklung der Pflanzen aufgrund der Dunkelheit im Winter nur schleppend voran.
Im Sommer muss die Pflanze im Gewächshaus kräftig ausgelichtet werden, da sich sonst kaum Früchte bilden. Im Freien sollte der Platz sonnig, warm und geschützt sein. Ausgewachsene Pflanzen sind gut einen Meter hoch und benötigen eine Unterstützung.
Probleme sind bei der Physalis kaum bekannt, allerdings kann die Weiße Fliege recht lästig werden. Hat man die Früchte geerntet, sind sie in ihrer natürlichen Verpackung mehrere Wochen lang haltbar. Größere Mengen kann man auch hervorragend zu Marmelade verarbeiten.
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