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Brokkoli / Broccoli- Anbau, Rezepte

Der Brokkoli ist hierzulande auch unter dem Namen Spargel- oder Sprossenpflanze bekannt. Als schnell wachsendes Kohlgemüse fand er rasch in vielen Hausgärten Verbreitung. Violetter und weißer Brokkoli treiben zahlreiche kleine Blütenstände von 3- 5cm Durchmesser, welche ...



auf fleischigen Stielen sitzen. Wenn man im Abstand von einigen Tagen reife Knospen abschneidet, wachsen über einen Zeitraum von meist mehr als 2 Monaten immer wieder neue Blütenköpfe nach. Der Anbau dieses Gemüses ist sehr lohnend, da es auch in dem kleinsten Hausgartengute Erträge liefert.

Standort und Boden: Brokkoli, gedeiht im Gegensatz zu Blumenkohl auch auf kargem Boden und in einem kühlen Klima. Allerdings bevorzugt er einen fruchtbaren und lehmigen Boden sowie einen sonnigen Standort. Nach Möglichkeit sollte ein gut windgeschützter Platz gesucht werden. Andernfalls sollten die Pflanzen sicherheitshalber mit Holz- oder Bambus- Stäben ab, da sie bei starkem Wind sehr leicht umgedrückt werden. Ideale Voraussetzungen für Brokkoli bietet ein alkalischer, nährstoffreicher, lockerer Boden.

Säen und Pflanzen: Im März werden frühe Sorten in einer Anzuchtschale auf der Fensterbank vorgezogen und ab Mai werden die Setzlinge ins Freiland gepflanzt. Die direkte Aussaat ins Freiland ist mit ...



den späten Sorten ab Ende April möglich etwa ab Ende Aprilmöglich. Das mit der Hacke eingeebnete Aussaatbeet wird nach Möglichkeit mit gesiebtem und gut verrottetem Gartenkompost bedeckt, welcher sorgfältig festgetreten und anschließend mit dem Rechen gelockert wird. Die Aussaat erfolgt zwischen Ende April und Mitte Juni in 15mm tiefen Abstand angelegten Saatrillen. Das Beet sollte regelmäßig mit der feinen Brause der Kanne gegossen werden. Schließlich werden die Jungpflanzen auf 5cm vereinzelt. Zwischen Mitte Mai und Ende Juli, wenn sie etwa 10cm hoch sind und vier bis fünf Blätter besitzen, pflanzt man sie im Abstand von 60cm an ihren endgültigen Standort. Um die Erntezeit zu verlängern, kann man spezielle Wintersorten ein zweites Mal im Frühsommer säen und im Spätsommer setzen. Ob die Jungpflanzen fest genug in der Erde sitzen, überprüft man durch behutsames Ziehen an den oberen Blättern. Bis die Pflanzen sich an die neue Umgebung gewöhnt sollten sie täglich gegossen werden. Der Wuchs von Wildkräutern sollte verhindert werden.

Ernte: Zehn Pflanzen ergeben bis zu 10kg Gemüse. Schnittreif ist der Brokkoli, wenn die kleinen Blütenköpfe gut entwickelt, die Knospen aber noch geschlossen sind. Die Haupterntezeit reicht je nach Kultur von Sommer bis Herbst. Zunächst wird der Haupttrieb abgeerntet, sobald er 10-15cm lang ist. Wenn man ihn unmittelbar oberhalb der Achsel abschneidet, treibt die Pflanze weitere Seitensprossen.

Schädlinge und Krankheiten: Zum Schutz gegen die Kohlfliege wird ein Karton- oder Kunststoffkragen um den Wurzelhals gelegt. Um der Kohlhernie, einer Schleimpilzerkrankungen, vorzubeugen, wird der Boden gelockert und Kalk hinzugeführt. Befallener Brokkoli muss ausgerissen und vernichtet werden. Gelbe Flecken auf den Blättern sind ein Anzeichen für Falschen Mehltau, den man durch weite Pflanzabstände und vorsichtiges Gießen, ohne die Blätter zu benetzen, vermeiden können.

Beliebte Sorten: Amigo - feste, graublaue Blumen; gut geeignet für frühen Anbau; Atlantic - grüne Köpfe mit gutem Aroma, mittelfrüh und ertragreich; erntereich vom Spätsommer bis zum Frühherbst; Marathon - mittelspäte, ertragreiche Sorte; sehr feste, blaugrüne Blume

Tipp: Wenn man nicht jedes Jahr neu aussäen und pflanzen, aber dennoch gerne diese feine Gemüse auf den Tisch bringen möchte, stellt der mehrjährige Brokkoli eine bequeme Alternative dar.



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