Endivien - Anbau und Pflege von Endiviensalat

EndivieEndivien gehört zu den letzten Blattsalaten die im Jahr angepflanzt und geerntet werden können. Dabei ist dieser noch pflegeleicht und benötigt nicht sehr viel Aufmerksamkeit. Natürlich von alleine geht auch bei Endivien nichts, doch im Gegensatz zu anderen Blattsalaten ist er zudem noch genügsam.

Vorbereitung des Bodens

An den Boden stellen die Endivien keine großen Ansprüche, da es sich hier um eine relativ genügsame Pflanze handelt. So genügt es wenn der Boden mit Kompost, Dünger oder Mist behandelt wurde, um dem

Endivien oder auch anderen Gemüsepflanzen alle Nährstoffe zu geben. Allerdings sollte dies schon einige Monate vorher geschehen, was oftmals auch im Herbst oder Winter sein kann. Da die Aussaat sehr spät erfolgt, kann vorher noch anderes Gemüse oder Salate angepflanzt werden. Wenn dieses Gemüse Platz gemacht hat, dann kann die Aussaat beginnen.

Aussaatzeit zwischen Juni und Juli

Da dieser Salat spät ausgepflanzt wird, kann die Aussaat entweder im Gewächshaus oder in einem Anzuchtbeet erfolgen. Aber auch die direkte Aussaat im Garten ist möglich. Diese sollte aber nicht vor Ende Juni am besten sogar erst Anfang Juli erfolgen. Ansonsten kann es zu einer frühen Blüte kommen, was unbedingt zu vermeiden ist. Die Samen können in dieser Zeit auch direkt an Ort und Stelle gesät werden, allerdings ist auch hier ein Mindestabstand von 30 bis 40 Zentimeter einzuhalten. Wer längere Zeit Endivien ernten möchte, der kann nach 20 bis 30 Tagen eine weitere neue Aussaat machen. Die Pflanze liebt die Sonne und sollte daher einen entsprechenden Platz im Garten bekommen. Zwar braucht der Endivie einiges an Platz, aber kann in der Nachbarschaft von anderem Gemüse wie zum Beispiel Kohl oder auch Fenchel angepflanzt oder gesät werden.

Pflege und Wässern

Endivien-PflanzeZwar benötigt der Endivien keine große Aufmerksamkeit, allerdings hat dieser natürlich auch Ansprüche. So sollte an gleicher Stelle der Salat nur alle drei Jahre angepflanzt werden. Bei diesem Salat handelt es sich um eine zweijährige Pflanze, wird allerdings durch die Nutzung jedes Jahr neu angepflanzt. Da der Anspruch an den Boden keine großen Ansprüche stellt, kann dieser auch nach Kartoffeln oder Tomaten gesetzt werden. Da die beiden anderen Gemüse andere Nährstoffe benötigen, ist dies problemlos möglich. So muss natürlich nach der Aussaat gut gewässert werden, wodurch der Salat schneller und besser wachst. Allerdings darf sich die Nässe nicht stauen, da das der Endivie nicht verträgt. Verändern sich die Blätter, dann wurde zu viel Wasser gegeben. Hier einfach die Wasserzufuhr reduzieren.

Bleichen der Blätter

Nach etwas drei Monaten ist der Endivien bereit zu Ernte. Davor kann der Salat noch gebleicht werden. Hierzu werden einfach die äußeren Blätter zusammengebunden. Dadurch kommt an die inneren Blätter keine Sonne mehr und zusätzlich verringert es noch den bitteren Geschmack. Das Bleichen kann auch durch Überstülpen eines Eimers gemacht werden, allerdings muss der Salat hierfür ganz trocken sein. Ansonsten kann hier ein Wasserstau auftreten und die Blätter faulen. Denn allzu nass mag es der Endivien nun mal nicht. Das Bleichen kann zwei Wochen vor der Ernte gemacht werden. Neue Sorten sind nicht mehr so bitter und daher muss dieser Vorgang dann nicht erfolgen.

Schädlinge mögen
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Endivien nicht so gerne

Zwar lieben Schädlinge diesen Salat nicht wirklich, aber Schnecken oder Blattläuse können auch diesen befallen. Die Schnecken können einfach mit der Hand entfernt werden, oder ein chemisches Mittel eingesetzt werden. Bei Blattläusen sieht es ein wenig anders aus, doch hier kann zuerst einmal ein Laugen- Wassergemisch eingesetzt werden. Sollte diese Behandlung keinen Erfolg zeigen, dann erst kann ein chemisches Mittel eingesetzt werden. Zur Vorbeugung gibt es sogenannte Kulturnetze, die helfen den Befall von Blattläusen zu verhindern. Eine Krankheit der Endivien ist der falsche Mehltau, der immer dann entsteht, wenn kein ausreichender Zeitabstand gehalten wurde. Also lieber ein wenig länger mit der Neubepflanzung warten, um diese Krankheit zu vermeiden. Eine andere Erkrankung ist der Blattrandbrand. Die Ursache für diese Krankheit ist nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass dem Boden Magnesium fehlt.

Geringe Kälte schadet dem Salat nicht

Endiviensalat im BeetDie Erntezeit beginnt in der Regel zwischen August und November, was ganz durch die Aussaat abhängt. Sollte es einmal etwas kälter werden, schadet dies dem Salat nicht wirklich. Erst ab Minus 5 Grad sollte der Salat geerntet werden, oder mit Matten gegen die Kälte schützt werden. So kann der Salat mit der Wurzel im dunklen Keller länger gehalten werden. Dazu den Endivien einfach in feuchten Sand legen. Im Kühlschrank geht dies nur einige Tage, bevor er nicht mehr genießbar ist. Nicht nur dass Endivien einfach im Garten anzubauen ist, schmeckt dieser auch noch hervorragend. Gerade auch wenn er im eigenen Garten gezogen wurde. Vor allem da Endivien nicht empfindlich und genügsam sind, kann der Anbau auch Hobbygärtnern gelingen, die keine großen Erfahrungen haben.

Von der Aussaat bis zur Ernte
  • Kann im Treibhaus zuerst gezogen werden
  • Ein direktes Aussäen ist auch möglich
  • Aussaat zwischen Ende Juni bis Mitte Juli
  • Am besten in Beeten pflanzen wo vorher Kartoffeln oder Tomaten gepflanzt waren
  • 30-40 cm Abstand halten
  • Nach der Aussaat gut gießen
  • Mit einem Eimer oder durch Zusammenbinden bleichen
  • Nach drei Monaten kann geerntet werden
  • Hält Temperaturen bis -5 Grad aus
  • Kann mit Wurzel und feuchtem Sand längere Zeit im dunklen Keller gelagert werden
Einfache Handhabung mit großem Erfolg

Wer sich an diese wenigen Punkte hält, kann in seinem eigenen Garten ohne große Mühe leckeren Endivien ernten. Dazu ist nicht viel nötig, außer das vielleicht der Boden über Winter gedüngt wird. Das alles kann mit natürlichen Mittel geschehen, ganz ohne Chemie. Einfach und doch gesund.

Verarbeitung und Pflege-Tipps

Rezept & Zubereitung von Endiviensalat: Am besten lässt sich Endiviensalat mit kaltgepresstem Olivenöl und Balsamico Essig zubereiten, diese beiden Zutaten heben deutlich den Geschmack. Zusätzlich kann man dem Salat  mageren Schafskäse, Mozzarella, oder andere magere Käsesorten zufügen, ebenso Oliven, Tomaten, und andere Gemüsesorten. Die Blätter der krausen Endivie eignen sich sehr gut auch zur Dekoration am Tellerrand, oder als natürliche Salatschüssel-Einsatz, wenn man die Blätter in eine kleine Salatschüssel legt, so, dass die gekräuselten Blattränder über den Schüsselrand gucken können.

Die Endivie braucht einen humusreichen Boden, bei mittelstarken Nährstoffgaben. Ein sonniger Standort wird bevorzugt. Wenn man Endivien direkt ins Freiland säen möchte, sollte man bis Mitte Juni warten. Eine Aussaat im Freiland ist von Mitte Juni bis Mitte Juli möglich. So wird auch ein Schießen verhindert. Die Endivie wird gerne, wie fast jede andere Salatsorte, von den Schnecken heimgesucht. Schneckenkorn an den Beeträndern kann hier eine große Hilfe sein. Wer auf die Chemie im Garten verzichten möchte, muss die Schnecken von Hand absammeln, was mitunter eine langwierige Arbeit bedeuten kann. Die Endivie wächst sehr gut in Mischkultur mit anderen Gemüsesorten, und auch gerne neben anderen Salatsorten. Nicht selten sieht man die Pflanze im Wechsel mit Kopfsalat. Diese glatt-krause Abwechslung bietet nicht nur einen hübschen Anblick, sondern so kann man für genügend Grünzeug im Speiseplan sorgen. Sehr gute Nachbarn zur Endivie sind Lauch, Kohl, Stangenbohnen, aber auch Fenchel. Es ist nicht bekannt, dass die Endivie in Nachbarschaft mit anderen Pflanzen schlechter wachsen würde.