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Gemüsegarten -
Gemüse & Gemüsearten
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GrünkohlDer Grünkohl ist eine ungewöhnlich robuste Kohlsorte und gedeiht selbst auf kargen Böden. Er ist reich an Vitaminen C und Eisen und dient im Winter als ein besonders leckeres Kochgemüse. Meist sind die Grünkohlsorten winterhart und überleben auch lange Frostperioden oft besser als andre Kohlsorten. Zudem stellt diese Kohlsorte kaum Ansprüche an den Boden und ist widerstandsfähig gegen die üblichen Krankheiten und Schädlinge. Der einzige Nachteil von Grünkohl ist der bittere Geschmack der Blätter, wenn man diese zu spät pflückt. Daher sollte man auf den richtigen Erntezeitpunkt achten und zum Kochen nur die jungen Blätter verwenden.
Bodenvorbereitung: Der Grünkohl gedeiht am besten in durchlässiger, schwerer bis mittelschwerer Erde, welche mit Kompost oder Stallmist angereichert wurde. Im Winter vor dem Anbau harkt man die Pflanzstelle gründlich durch und streut dabei etwas Kalk ein. Dadurch ist es möglich den Boden im neutralen Bereich zu halten und der Kohlhernie vorzubeugen. So kann man etwa 2 Wochen vor dem Pflanzen als Startkapital noch etwas Kompost in die oberen Erdschichten einharken.
Anbau: Den Grünkohl kann man erst ab Mitte Mai aussäen, nicht früher, denn sonst besteht die Gefahr dass sich zu viele Blätter entwickeln, welche zudem an Frosthärte einbüßen. In etwa 2cm tiefe Rillenfurchen legt man die Samen, die rund 40 cm Abstand zueinander haben sollten. Die kräftigen Sämlinge werden dann nach einiger Zeit auf 50cm ausgedünnt. Wuchernde Wildkräuter werden gelegentlich entfernt und der Boden um die Pflanze wird festgetreten, damit dieser vom Wind nicht gelockert werden kann.
Mischkultur: Für den Grünkohl eignet sich als Nachbarbepflanzung rote Beete, Spinat, Salat und Radicchio. Möglichst nicht neben den Grünkohl setzt man Rosenkohl und andere Kreuzblütler sowie die meisten Zwiebelsorten. Der Grünkohl sollte erst nach etwa 3 Jahren wieder auf dasselbe Beet ausgepflanzt werden.
Ernte: Nach etwa 3- 5 Monaten kann der Grünkohl geerntet werden. Der erste Frost verfeinert den Geschmack der Blätter und verleiht ihm damit erst das typische Aroma. Beim Ernten sollten die jungen Blätter stets aus der Mitte geschnitten werden, denn diese sind am zartesten und schmecken somit auch am besten. Wenn Bedarf besteht kann natürlich auch die gesamte Pflanze über dem Boden abgeschnitten werden. Dann sollten aber gelbe und übergroße Blätter nicht zum Kochen verwendet werden, diese zupft man im Vorfeld vorsichtig ab. Beginnt der Grünkohl zu blühen, so zieht man die Pflanze aus dem Boden und gibt sie auf den Kompost.
Schädlinge: Die größten feinde dieser Kohlsorte sind die Erdflöhe, kleine, metallisch dunkelblau schimmernde Käfer. Deshalb sollten in jedem Garten die Nützlinge gefördert werden, denn diese reduzieren die Käfer. In schlimmen Fällen kann mit Wermutbrühe oder Rainfarntee gespritzt werden. Den Rainfarntee setzt man auch gegen Kohlgallenrüßler ein. Die kleine Kohlfliege mit ihren lästigen Larven hält man mit einem Gemüsefliegennetz fern.
Sortenauswahl: „Halbhoher Grüner Krauser“ = eine winterharte Sorte mit stark gekräuselten Blättern, die 40 -60cm Höhe erreicht
„Pentlang Brigg“ = winterharte Sorte, deren Jungtriebe und Blütenstiele ebenfalls zum Verzehr geeignet sind, erreicht etwa eine Höhe von 50cm
„Hammer“ = niedrigwüchsige frostharte Sorte, die kaum 30cm hoch wächst, langovale sattgrüne Blätter mit kurzem Blattstiel und feiner Kräuselung
Verwendung: Der Grünkohl eignet sich für Suppen, Pürees und als Gemüsebeilage. Aus rohem Kohl lassen sich leckere Wintersalate zubereiten, so zum Beispiel ganz frisch gezupfte Grünkohlblätter in einer Zitronenmarinade.
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