Radieschen anpflanzen - Anbau & Pflege

RadieschenRadieschen gelten als sehr schmackhaftes und leicht zu ziehendes Gemüse. Ob in Salaten, als Dekoration auf Buffets oder einfach zum Naschen für zwischendurch sind sie zu recht sehr beliebt. Sie zählen zur Familie der Kreuzblütengewächse und werden in Europa seit dem 16. Jahrhundert kultiviert.

Zudem gelten sie als Schwachzehrer, sodass sie fast das gesamte Jahr über im Garten gezogen, gepflegt und geerntet werden können. Neben frühen Sorten gibt es auch Sommersorten, sodass die erste Aussaat bereits im Februar und die letzte Ernte erst

im Oktober erfolgen kann.

Radieschen können unterschiedliche Formen aufweisen. Besonders bekannt und beliebt sind die kugeligen, roten Radieschen, aber auch Radieschen in zylindrischer oder kegeliger Form sowie in Rot-Weiß, Weiß, Rosa oder Gelb werden als Saatgut im Handel angeboten.

Folgende Sorten sind empfehlenswert:
  • "Sora", rund und rot,
  • "Blanche Transparente", Eiszapfen, weiß, zylindrisch, scharf,
  • "Isabell", rot-weiß, rund,
  • "Goldball", gelb und rund,
  • "Duett", rot-weiß, zylindrisch
Standort und Bodenvorbereitung

RadieschenDie leckersten Radieschen wachsen auf leichten, humusreichen Böden in vollsonnigen Lagen. Generell stellen sie keine hohen Ansprüche an den Boden, nur in schweren, humusarmen Böden entwickeln sich Radieschen nur sehr langsam. Dadurch können sie recht scharf und in ihrer Konsistenz recht hart oder pelzig werden.

Außerdem vertragen Radieschen keinen frischen Stallmist. Daher ist es besser, den Boden mit etwas reifem Kompost aufzuarbeiten. Diesen hackt man bereits vor der ersten Aussaat leicht ein.

Aussaat

Die Aussaat erfolgt in Reihen mit Abständen von etwa acht Zentimetern. Die Reihen sollten nicht tiefer als zwei Zentimeter sein. Nun werden die Samenkörner im Abstand von circa drei Zentimetern ausgelegt. Bei Sorten, die jedoch recht große Knollen ausbilden, müssen die Abstände natürlich variiert werden. Dazu zählen beispielsweise die Eiszapfen, die Abstände von etwa acht Zentimetern benötigen.

Anschließend werden die Reihen geschlossen und die Erde nur leicht angedrückt. Ein vorsichtiges, regelmäßiges Überbrausen sorgt nach etwa acht Tagen für die Keimung.

Für eine regelmäßige Radieschenernte empfiehlt es sich, weiteres Saatgut in Abständen von etwa acht Tagen auszusäen. Nimmt man dies bis in den August vor, kann man von April bis Oktober immer mit frischen, knackigen Radieschen versorgt sein.

Radieschen eignen sich auch hervorragend für eine Markiersaat. Hierbei werden zwischen das Saatgut von langsam wachsenden Gemüsesorten Radieschensamen ausgesät, sodass diese Reihen damit
markiert sind und nicht etwa aufgehackt werden. Für die Markiersaat eignen sich
  • Möhren,
  • Spinat,
  • Erbsen,
  • Bohnen,
  • Kohl,
  • Kopfsalat und
  • Mangold.
Allerdings müssen dann die Abstände zu den anderen Gemüsesorten entsprechend angepasst werden.

Pflege

Unter normalen Bedingungen vergehen von der Aussaat bis zur Ernte bei Radieschen etwa zweiundzwanzig bis sechzig Tage. Der große Unterschied wird durch die unterschiedlichen Sorteneigenschaften hervorgerufen.

Radieschen im BeetVor allem die ersten Radieschen unterliegen vielfach größeren Wetterschwankungen, sodass diese manchmal etwas länger bis zur Keimung oder Reifung benötigen, als sonst für die Sorten üblich sind. Vor allem frühe Sorten benötigen eigentlich nur etwa zweiundzwanzig bis dreißig Tage, bis sie erntereif sind. Sie entwickeln meist auch nur wenig Laub und dafür recht schnell eine ansehnliche Knolle. Allerdings kann sich der Erntebeginn etwas verzögern, wenn letzte Fröste oder sogar Schnee nach der

Aussaat zu erwarten sind.

Sind die ersten Pflanzen durch ihre Keimblätter sichtbar, sollten die Abstände nochmals kontrolliert werden. Stehen sie zu dicht, sollten die kleineren Pflanzen ausgezupft werden, damit die kräftigsten Pflanzen die besten Erträge liefern.

Da vor allem im Frühjahr etliche Unkräuter schnell wachsen und sich durch eine zeitige Blüte sehr rasant vermehren können, sollte vor allem im Radieschenbeet darauf geachtet werden, dass diese schnell und gründlich entfernt werden.

Damit die Radieschen mit reichlich Nährstoffen versorgt werden, kann im späten Frühjahr sowie im Sommer immer wieder etwas reifer Kompost leicht in den Boden eingearbeitet werden.

Außerdem sollte das Radieschenbeet gleichmäßig feucht gehalten werden. Dazu ist es vor allem an sehr sonnigen Tagen nötig, täglich reichlich zu wässern.

Wissenswertes über Radies

Das Radieschen gehört zu den Kreuzblütengewächsen. Man unterscheidet zwischen Frühjahrs-Sommer- und Herbstaussaat. Es gibt rote und weiße Radieschen, wie Eiszapfen und kleine Rettiche. Es sind viele verschiedene Sorten als Saatgut im Handel erhältlich. Radieschen können  als Zwischensaat oder auch in zweiter und dritter Tracht gesät werden.

Sie sollten gut gedüngt werden, damit es nicht zu einer Unterentwicklung der Knollen kommt. Auch ist es wichtig regelmäßig zu gießen, denn Trockenheit beeinträchtigt Geschmack und Konsistenz. Die Aussaat kann ab März unter ein Foliengewächshaus im Freiland erfolgen. Bereits im April können die Radieschen geerntet werden. Bei Aussaaten ab Mai sollten Sommersorten gewählt werden. Der Reihenabstand sollte 7 bis 10 Zentimeter, der Pflanzabstand in einer Reihe 5 bis 7 Zentimeter betragen. Es empfiehlt sich auf den angegebenen Abstand zu achten, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können. Die Saatrille sollte etwa einen Zentimeter tief sein. Bei ausreichendem Platz können Radieschen auch zwischen anderen Gemüsesorten gesät werden.

Die Keimzeit beträgt zirka eine Woche. Mit der Ernte sollte man nicht zu lange warten, da die
Knolle verholzen kann und der Geschmack unangenehm wird. Radieschen eignen sich gut als Pflanznachbarn von Bohnen, Kohl, Erbsen, Mangold, Kresse, Möhren, Spinat, Tomaten und Kopfsalat. Weniger gut eignen sich Gurken und Wassermelonen als unmittelbare Nachbarn.

In Scheiben geschnitten oder geraspelt werden Radieschen roh verzehrt. Sie können Salaten beigefügt werden oder als Brotauflage dienen. Die Knollen oder Zapfen sind knackig und scharf. Sie enthalten nicht nur Vitamin A, Vitamin B1 und Vitamin C, sondern auch Eiweiß, Kohlenhydrate, Wasser, Kalium, Phosphor und Niacin.