Schwarzwurzel-Anbau - Ausssaat und Pflege

Beet mit Schwarzwurzel-PflanzenDie Schwarzwurzel, auch Winterspargel oder Spargel des kleinen Mannes genannt, ist ein Wurzelgemüse und mit unserem Kopfsalat und der Wegwarte verwandt. Sie verdankt ihren Namen ihrer schwarzbraunen Schale und der Tatsache, dass ihr Saft dunkle Flecken an den Händen und der Kleidung hinterlässt.

Standort und Boden

Schwarzwurzel lieben humosen, lockeren, und vor allem tiefgründigen, feuchten Boden in sonniger bis halbschattiger Lage. Bei der Aussaat empfiehlt es sich Saatbänder zu verwenden, so spart man sich das Verziehen. Frische Samen, die einjährig sind,

eignen sich besser zur Aussaat, als ältere Saat. Beim letzteren kann es durchaus passieren, dass bis zur Ernte zwei Jahre vergehen. Schwarzwurzeln brauchen viel Feuchtigkeit. Deshalb bei Trockenheit intensiv wässern. Man sollte pro Quadratmeter etwa 20 Liter Wasser rechnen. Mulchen hilft dabei, den Boden feucht zu halten.

Auf keinen Fall nach Möhren oder Tomaten anbauen. Besonders günstig sind Kartoffeln, Gurken, Porree oder Sellerie als Vorkultur. In Mischkultur eigenen sich Bohnen, Kohl, Kohlrabi, Spinat, aber auch Salat sehr gut.

Die Blütensätze sollte man sofort entfernen. Im Winter sollten die Beete mit Stroh oder einer dicken Schicht Mulch abgedeckt werden, wegen Wühlmausgefahr. Schwarzwurzeln kann man im Keller sehr gut einlagern, im feuchten Sand. Damit aber das Aroma besser enthalten bleibt, können die Schwarzwurzeln auch in Erde eingeschlagen und mit Laub abgedeckt werden.

Für den Anbau im eigenen Garten gilt: Die Erde sollte sehr tief gelockert werden, denn die Wurzeln wachsen 30 bis 40cm in die Tiefe. Außerdem muss der Boden humusreich sein. Düngen ist dann nicht erforderlich. Schwarzwurzeln lieben feuchten Boden in sonniger bis halbschattiger Lage. Bei Trockenheit muss reichlich gegossen werden.

Aussaat und Pflege

Die Aussaat erfolgt im März. Die Samen werden zwei Zentimeter tief mit einem Abstand von vier bis fünf Zentimetern ausgesät.  Nach dem Pikieren pflanzt man sie in Reihen ins Beet mit einem Pflanzabstand von 25 bis 30 cm. Nur gebeiztes Saatgut verwenden, da die Keimfähigkeit schon nach nur einem Jahr nachlässt.  Im Oktober welken die Blätter der Pflanze. Dann beginnt die Erntezeit. Diese reicht bis in den
April hinein.

Die Wurzeln können bis 30 cm lang werden, sind winterhart und ausdauernd. In einer mit feuchten Sand gefüllten Miete sind sie wochenlang haltbar. Auch eine mit Torfmull gefüllte Obstkiste, die mit Folie ausgeschlagen wurde, ist gut geeignet. Zur Lagerung bietet sich ein Keller oder eine frostfreie Garage an.

Wühlmäuse
lieben die Schwarzwurzel. Man sollte daher Maßnahmen gegen die Tierchen ergreifen, wenn man seine Ernte nicht mit ihnen teilen will.

Schwarzwurzeln kann man gut mit Kohlrabi, Kopfsalat, Lauch und Zwiebeln als Mischkultur anbauen.

Sie sind reich an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen, wie Eisen und Kalium. Die Wurzeln enthalten viele Kohlehydrate, wobei die Polysaccheride (Mehrfachzucker, wie Stärke) vor allem aus Inulin bestehen. Dies wirkt sich vor allem für Diabetiker günstig aus.

Außerdem enthalten sie viel Kalzium, Magnesium und Eisen und sind deshalb für den Knochenaufbau, die Blutbildung und das Herz wichtig. Außerdem sind Schwarzwurzeln kalorienarm und wirken gleichzeitig appetithemmend und entschlackend. Diese Kombination ist ideal für Diäten und Gewichtsreduzierung.
frische SchwarzwurzelWenn

man die Schwarzwurzeln verletzt, tritt ein Milchsaft aus. Die Wurzel wird schnell unansehnlich und ein Teil der Geschmacksstoffe geht verloren. Bereits beim Kauf achtet man deshalb darauf, dass die Stangen frisch und unverletzt sind. Ein Zeichen für Frische ist, wenn beim Anschneiden der Wurzel sofort milchiger Saft austritt.

Die schwarze Außenhaut kann man auf verschiedene Weise entfernen.  Nach dem gründlichen Abbürsten werden die Wurzeln in Salzwasser gedämpft und anschließend abgezogen. Man kann sie aber auch wie Möhren schaben und sofort in mit Mehl verquirltem Essig- oder Zitronenwasser legen, damit sie nicht verfärben.  Bei der Weiterverarbeitung muss man immer etwas Zitronensaft zufügen.

Generell sollte man mit Gummihandschuhen arbeiten, da der Milchsaft schnell oxidiert und die Hände verfärbt. Diese Verfärbungen lassen sich nur schwer entfernen.

Für fleckige Hände und Geräte (nach dem Schälen) empfiehlt es sich, sie mit Speiseöl einzureiben. Anschließend werden sie mit Flüssigseife geputzt und mit Wasser abgespült. Auch kann man Nagellackentferner zur Reinigung der Haut verwenden. Flecke auf der

Kleidung lassen sich dagegen so gut wie nie entfernen. Daher bietet sich das Tragen einer Schürze an, die nach Möglichkeit abwaschbar sein sollte.

Wissenswertes zur Schwarzwurzel

Schwarzwurzel gehören zu den vitaminreichen Gemüsesorten. Sie sind reich an den Vitaminen A, alle B-Vitamine, C und E. Weitere Inhaltsstoffe sind Asparagin, Cholin, Eisen, Kalium, Kalzium, und Inulin. Schwarzwurzeln sind reich an Ballaststoffen. Bei der Ernte ist es empfehlenswert, Handschuhe zu tragen, da die Wurzeln leicht und stark abfärben. Mit Essig-/Zitronenwasser lassen sich nicht nur die Hände gut reinigen, sondern kann man die Wurzeln auch in dieses Wasser einlegen. So bleiben sie weiß. Schwarzwurzeln werden gerne von Wühlmäusen heimgesucht. Andere Schädlinge lassen sie weitestgehend in Ruhe. Um eine Verzweigung der Wurzeln zu verhindern, Boden tiefgründig lockern. Echte Mehltau kommt auch vor, hier mit Neem dagegen angehen.