Spinat-Anbau im Garten - Tipps zur Pflege

Spinat im BeetDie einen mögen ihn, die anderen können ihn gar nicht leiden: den Spinat. Fest steht allerdings, dass dieser grüne Alleskönner vielseitig einsetzbar und obendrein noch extrem gesund ist. Ob gedünstet, als Suppeneinlage, Salat oder Hauptgericht: Kaum eine andere Gemüsesorte lässt sich zu derartig vielen kulinarischen Variationen verarbeiten. Auch im eigenen Garten lässt sich der Spinat einfach heranzüchten. Folgende Absätze informieren über Spinatsorten, Anbau, Pflege und Ernte. Zuletzt werden noch einige Schädlinge bzw. Krankheiten und einige Tipps zur Lagerung angeführt.

Spinatsorten

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Vor dem Anbau sollte zuerst die Wahl auf die richtige Spinatart fallen. Folgende Auflistung bietet hierfür die wichtigsten Sorten mit deren wichtigsten Merkmalen:
  • Matador, sehr robust, wohlschmeckend
  • Lazio, mehltauresistent, neigt nicht zum Schossen
  • Merlin, Sommeranbau, leider schnell anfällig für Krankheiten
  • Gamma, dunkelblättrig, spät in Blüte
  • Emila, Sommeranbau möglich, mehltauresistent
  • Senf- Spinat, würzig im Aroma
  • Butterblatt- Spinat, schnell wachsend, sehr robust
  • Erdbeer- Spinat, essbare Früchte
  • Baumspinat,  Frühjahr-Anbau, wird 2-3 Meter hoch
Anbau

SpinatpflanzenGrundsätzlich wird der Spinat zweimal pro Jahr direkt im Gemüsebeet ausgesät. Der Boden für diese vitamin- und eisenreiche Pflanze sollte sehr nährstoffreich sein und nicht direkt von der Sonne angestrahlt werden. Wird der Spinat im Frühjahr (März bis Mai) eingesät, so kann ab April Juli geerntet werden. Bei ein er Aussaat im August oder September kann bis Oktober geerntet werden.
Nachdem der Beetboden vorbereitet und von Unkraut befreit wurde, werden die Saatkörner ca. 2-3cm tief in das Erdreich gesteckt und locker mit Erde bedeckt. Sollten Reihen gezogen werden, so ist ein Abstand von mindestens 15-16cm sehr zu empfehlen damit der Spinat ausreichend Fläche um wachsen zu können, vorfindet. Um optimale Bedingungen im Bezug auf Feuchtigkeit und Temperatur zu schaffen, ist eine durchsichtige Folie in der ersten Zeit sinnvoll. Diese wird über das Erdreich gelegt und leicht mit einigen Steinen oder etwas Erde fixiert.

Pflege

Da der Spinat für seine satten grünen Blätter relativ viel Wasser benötigt, sollte stets darauf geachtet werden, dass der Boden um die Pflanze herum immer gut feucht gehalten wird.
Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden, da dadurch Blätter über dem Boden oder sogar die Wurzeln der Pflanze verfaulen können. Da der Spinat eine anspruchslose Gemüsepflanze ist, kann zudem auf Dünger verzichtet werden.

Ernte

Bereits im Abschnitt „Anbau“ wurde genauer auf Aussaat und Erntezeiten eingegangen. Folgende Übersicht zeigt nochmals die zwei wichtigsten Erntezeiträume auf:
  • Frühspinat: Ernte April-Juli
  • Spätspinat: Ernte bis Ende Oktober
Meistens kann ca. 8-9 Wochen nach dem Anbau das erste Mal geerntet werden. Nach dieser ersten Ernte können kontinuierlich Spinatblätter abgezupft werden.

Sinnvoll ist es zudem, vorab die äußeren Blätter abzuknipsen und das „Herz“ der Pflanze im Beet zu belassen, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass der Spinat für einen erneuten Erntevorgang nochmals austreibt, erhöht wird. Oftmals ist es auf diese Weise möglich, Spinat bis zu 4x von einer Pflanze zu ernten.

Schädlinge und Krankheiten

Folgende Auflistung gibt einen Überblick über die häufigsten Schädlinge bzw. Krankheiten, von denen der Spinat im Gemüsebeet befallen werden könnte:
  • Falscher Mehltau (dünner schimmelartiger „Rasen“ auf der Unterseite des Blattes)
  • Blattfleckenkrankheit (bräunliche „Tupfen“ auf Ober- und Unterseite des Blattes)
  • Schnecken
Tipps zur Lagerung und Konservierung

Spinat selbst anbauenAm

vitaminreichsten und schmackhaftesten ist der Spinat, wie viele andere Gemüsesorten auch, selbstverständlich nach der frischen Ernte. Doch auch im Kühlschrank hält es diese Allzweckpflanze einige Tage aus. Falls der Spinat über längere Zeit konserviert werden soll, so bietet sich der Tiefkühlschrank oder die Gefriertruhe hierfür am besten an. Sinnvoll ist es, den Spinat vor dem Einfrieren kurz zu blanchieren um Bakterien nachhaltig abzutöten. Abgefüllt in Tüten, ist es dem Verbraucher so möglich, zu jeder Jahreszeit eigenen Spinat zu verarbeiten.

Gründüngung

Spinat eignet sich im Garten als Gründüngung, oder man baut ihn als Gemüse an. Für den Sommerspinat sollte man einen etwas schattigeren Standort auswählen, während Winterspinat eher Sonne bevorzugt. Mäßig feuchter Boden wird empfohlen, damit der Spinat nicht schießen kann. Bei Trockenheit ausreichend wässern. An Boden stellt Spinat auch hohe Anforderungen. Tiefgründig, gut gelockerter, lehmig humoser Boden sollte es schon sein, Sandboden ist nicht geeignet.

Die langen Pfahlwurzeln des Spinats reichen etwas über 1 Meter hinunter. Spinat braucht nicht sehr viel Dünger, allerdings wenn, dass muss es Chloridhaltig sein. Die Aussaat erfolgt am besten mit Saatbändern, so kann auf ein Verpflanzen verzichtet werden. Spinat sollte nicht nach Rettichen und nach Kartoffeln angebaut werden. Wenn man Spinat nur zu Kochzwecken anbaut, sollte man sie nicht zusammen mit anderen stark zehrenden Pflanzen in Mischkultur anbauen. Spinat nimmt viel Nitrat auf. Wenn man bei der Ernte die Herzchen stehen lässt, kann man bis zu 4mal ernten. Spinat ist besonders Vitaminreich (Vitamine A, B1, B2, C und E)und reich an Mineralstoffen und Spurenelementen (Folsäure, Carotinoide, Xanthophylle,  Jod, Kalzium, Magnesium, Eisen) Außerdem enthält Spinat Eiweiß, Karotin, Lutein, Omega-3-Fettsäuren, und Purine. Winterspinat enthält zusätzlich Oxalsäure. Tiefkühlspinat ist natürlich nicht so reich an Vitaminen und anderen Inhaltsstoffen.