Topinambur - Anbau, Pflege
Topinambur ist eine anspruchslose Pflanze. Sie stellt keine großen Anforderungen an ihren Standort. Die Knollen lassen sich sehr leicht im Garten anbauen. Man kann beispielsweise eine oder mehrere dieser Knollen beim Gemüsehändler oder im Pflanzenversand erstehen ...und muss sie nur eingraben. Topinambur wächst auf fast jedem Boden. Als besonders geeignet hat sich ein lockerer, leicht sandiger Boden erwiesen.
Staunässe wird wie bei den meisten Pflanzen nicht vertragen. Besonders geschätzt wird ein sonniger Standort. Auch Halbschatten wird toleriert, aber volle Sonne ist besser. Die Knolle kann das gesamte Jahr über gepflanzt werden. Voraussetzung ist, dass der Boden frostfrei ist. Die Knollen pflanzt man mit einem Abstand von 60 x 50 cm, etwa 5 bis 10 cm tief. Gegossen werden muss reichlich. Gedüngt wird, wenn überhaupt nötig, nur mittels Kompost und etwas Algenkalk. Stickstoffreiche Düngung führt zum Faulen.
Im Winter stirbt die Pflanze oberirdisch komplett ab. Nur die Knollen überwintern.
Topinambur-Knollen bilden unterirdisch schnell viele Tochterknollen. Wenn ein solcher Bestand nicht sorgfältig gepflegt wird, wuchert er und wächst sich schnell zu einem ganzen Wald aus. Je nahrhafter der Boden ist und wenn für genug Feuchtigkeit gesorgt wird, um so schneller geht das. In Schach halten kann ...
man die Pflanze, wenn man regelmäßig Knollen ausgräbt oder absticht. Selbst kleinste Knöllchen bilden Ausläufer.
Gefährlich wird die Ausbreitung des Topinambur, wenn man ihn an der Grundstücksgrenze zum Nachbarn pflanzt. Er wächst garantiert unter dem Zaun durch. Verhindern kann man das, indem man ihn nicht in Zaunnähe pflanzt oder durch ein Stück Rhizomsperre / Wurzelsperre, welches an der Grundstücksgrenze eingegraben wird. Dann kann nichts hinüberwandern. Wenn man es nicht so mit regelmäßiger Gartenarbeit hat, kann man auch das generelle Wachstum der Pflanzen eindämmen, indem man diese Wurzelsperre ringsherum einpflanzt. Ein anderer Weg ist, Topinambur in einem Pflanzkübel zu kultivieren. Der Topf sollte möglichst groß sein. Die Pflanze braucht viele Nährstoffe und ausreichend Feuchtigkeit. Bei Sonnenschein und hohen Temperaturen gießt man besser mehrere Male am Tag, mindestens morgens und abends. Wenn der Topf nicht ausreichend gegossen wird, hängen die Pflanzen und sehen schlapp aus. Nach der Wassergabe stellen sich die Blumen aber wieder auf.
Wer die Knollen ernten möchte, tut dies am besten im Herbst. Da sind sie schön groß und ausgereift. Im Grunde genommen können die Knollen aber das ganze Jahr über ausgegraben werden. Eine bis zwei Knollen sollte man in der Erde belassen, damit die Pflanze im nächsten Jahr wieder loslegen kann. Im Sommer, bei Trockenheit sollte man die Knollen lieber im Boden lassen. Ihnen fehlt Feuchtigkeit, sie sind meist ziemlich schrumpelig und schmecken zäh.
Empfehlenswerte Sorten sind: Gigant, Topstar, Bianka, Gute Gelbe und Volkenröder Spindel. Helle und glattschalige Sorten sind vorzuziehen.
Topinambur ist weitgehend resistent gegen alle Arten von Schädlingen. Bei entsprechend feuchtem Wetter kann sich Mehltau bilden.
Nach einigen Jahren hat Topinambur seinen Boden ausgelaugt. Die Pflanzen werden nicht mehr so groß, Ernte und Knollengröße fallen geringer aus. Das ist der Zeitpunkt, an dem man eine andere Nutzung für das Beet vorsehen sollte.
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