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Weißkohl / Weißkraut - Anbau und Ernte
Gemüsegarten - Gemüse & Gemüsearten

Weißkohl / Weißkraut - Anbau

Weißkohl gehört aufgrund seiner Mineralstoffe und Vitamine sowie der vielen Ballaststoffe zu den wichtigsten Nahrungsmitteln und sicherlich auch zu den bekanntesten , hier denke man an die vielen Rohkostsalate oder das in vielen Regionen sehr beliebte Sauerkraut. Unter den Weißkohlsorten zählt der Spitzkohl zu den frühesten. Er bildet hellgrüne, lockere, zugespitzte Köpfe, die man bereits ab Mitte Mai ernten kann. Einige Zeit später folgt der Sommerweißkohl mit deutlich größeren und festeren Köpfen als der Spitzkohl, welche außerdem rund geformt sind. Die Erntezeit erstreckt sich von September bis August. Die Herbst- und Winterweißkohlsorten bilden feste, runde oder ...
auch oben abgeflachte Köpfe. Je nach Sorte sind sie erst Anfang Dezember ausgewachsen. Diese Kohlsorte eignet sich sehr gut zur Einlagerung.

Standort und Boden: Am besten gedeiht der Weißkohl in mittelschweren humosen Lehmboden. Dabei spielt die Bodenfeuchtigkeit eine bedeutende Rolle, welche immer ausreichend gewährleistet sein sollte. Zur Verbesserung von allzu durchlässigem, trocknem oder sehr sandigen Erdreich mischt man pro Quadratmeter einen 10 Liter Eimer gut verrotteten Gartenkompost oder Stallmist unter. Besonders schöne Köpfe erntet man an gut windgeschützten Standorten. Der Weißkohl muss im Früh- oder Saatbeet vorgezogen und später an den endgültigen Platz ausgepflanzt werden. Hierfür sollte eine sonnige Stelle mit durchlässiger erde gewählt werden.

Aussaat und Pflanzung: Weißkohl kann mit seinen vielen verschiedenen Sorten und Varietäten außer in den Wintermonaten fast das ganze Jahr ausgesät werden. Im Allgemeinen zieht man die frühen Sorten unter Glas, die mittelfrühen im Frühbeet und die späteren Sorten direkt im Freiland.  Der Spitzkohl wird im August in ein Beet mit 5mm tiefen rillen und einen Reihenabstand von 15cm gesät. Der richtige Aussaatzeitpunkt ist bei Spitzkohl sehr wichtig, denn sät man zu früh aus, wachsen die Pflanzen zu schnell heran und bilden eine feste Köpfe, bei zu später Aussaat reift der Spitzkohl nicht mehr ganz aus

Sommerweißkohl wird zur Frühlingsmitte dünn in 5mm tiefe Rillen mit einem seitlichen Abstand von etwa 15cm ausgesät. Die Keimlinge werden, wenn sie stark genug sind auf 5cm ausgedünnt und setzt die heranwachsenden Jungpflanzen Ende Mai bis Anfang Juni an ihren endgültigen Standort. Das Beet muss während der Sommermonate regelmäßig gehackt werden und darf niemals austrocknen.

Image Herbst- und Winterweißkohl sät man genauso aus wie Sommerweißkohl jedoch erst Mitte Mai. Später kann man noch zwei Folgeaussaaten machen, um die Erntezeit bis in den Spätherbst und den Winter auszudehnen. Die Jungpflanzen werden im Juni an Ort und Stelle gepflanzt. Der Abstand in den 60cm voneinander entfernten Reihen sollte etwa 50cm betragen. Das Beet hält man durch ständiges Gießen feucht. Vor allem in den trockenen Sommermonaten benötigen die Pflanzen sehr viel Wasser.

Ernte: Bei Weißkohl schneidet man die äußeren Blätter ab und erntet nur die festen köpfe. Herbst- und Wintersorten, welche für die Lagerung bestimmt sind, gräbt man mit den Wurzeln aus und hängt sie in einen kühlen Keller mit dem Kopf nach unten auf.

Schädlinge und Krankheiten: Kohlhernie, Falscher Mehltau und Blattfleckigkeit zählen zu den häufigsten Krankheiten der Weißkohlsorten. Zur Vorbeugung wird totes Pflanzenmaterial entfernt, welches einen guten Nährboden für Krankheiten und Schädlinge bietet. Durch gründliches Kalken und regelmäßiges Auflockern des Bodens verhindert man die gefährliche Kohlhernie.

Beliebte Sorten: „Marner Allfrüh“, Sommerweißkohl- eine sehr frühe Sorte
                           „Braunschweiger“, Herbst- und Winterweißkohl- Herbstsorte mit plattrunden                                               
                             weißen Köpfen
                           „Erstling“, Spitzkohl- mittelkleine, stumpfspitzige, sehr früh erntefähige
                             Köpfe, gut für Herbstaussaat
 


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