Zuckermais im Garten anbauen

Zuckermais anbauenDer Zuckermais ist eine Variante des Futtermaises, die Kolben sind jedoch kleiner. Seine Körner sind sehr zart und haben einen süßen Geschmack. Man kann die Kolben in Salzwasser kochen und danach mit Kräuterbutter bestreichen oder in Aluminiumfolie mit Butter und Kräutern grillen. Sogar roh abgeknabbert schmeckt er. Zuckermais enthält Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin E, Carotinoide, wichtige Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren, ist also ein gesundes Gemüse. Er ist auch für Menschen mit Zöliakie geeignet, da er kein Gluten enthält.

Zuckermais - Anbau und Pflege


/>Der Anbau von Zuckermais im Garten ist einfach und erfordert kaum Pflege. Er kann ab April im Frühbeet oder im Gewächshaus vorgezogen werden. Im Freiland empfiehlt sich die Aussaat bzw. Auspflanzung erst ab Mitte Mai nach den Eisheiligen, da Zuckermais sehr kälteempfindlich ist. Für die Aussaat gibt es verschiedene Sorten:
  • Early Extra Sweet, sehr süß
  • Golden Super Sweet, sehr süß
  • Sweet Nugget, sehr frühe Sorte
  • Tasty Sweet Throphy, frühe Sorte
  • Vanilla Sweet F1, extra süß und sicher reifend
  • Victory Golden, späte Sorte
  • Challenger, resistent gegen die Blattfleckenkrankheit
Mais auf dem FeldZuckermais liebt eine sonnige Lage. Er ist ein Starkzehrer und braucht daher einen nährstoffreichen Boden. Schon vor der Aussaat sollte reichlich Kompost, Bio-Dünger oder verrotteter Stallmist in die Erde eingearbeitet werden. Wird im Freiland an Ort und Stelle gesät, kommen alle 20-25 cm drei Maiskörner etwa 3 cm tief in die Erde, Reihenabstand etwa 80 cm. Besser als lange Reihen ist wegen der Befruchtung eine Blockaussaat. Zuckermais wird durch Wind bestäubt und es müssen alle Samenanlagen befruchtet werden, damit die Kolben voll mit Körnern besetzt sind. Nach dem Aufgehen die kräftigste Pflanze stehen lassen. Vorgezogene Pflanzen nach diesem Schema einpflanzen. Gut geeignet ist Zuckermais auch als Sicht- und Windschutz oder als Abgrenzung innerhalb des Gemüsegartens.

Die Pflege von Zuckermais erfordert nicht viel Aufwand. Ab einer Höhe von 30 cm werden die Pflanzen angehäufelt. Wöchentliches hacken und nachhäufeln ist wichtig, auch darf der Boden nie austrocknen. Etwa vier Wochen nach dem Pflanzen, bei der Aussaat nach etwa 6 Wochen, bekommt der Zuckermais eine Düngergabe mit Kompost oder Bio-Dünger, eine zweite Gabe nach
weiteren vier Wochen. Reif ist der Zuckermais, wenn die Kolbenfäden braun sind. Dies ist, je nach Sorte, ab Mitte August der Fall. Die Oberfläche der Körner muss auf Fingerdruck leicht nachgeben und eine milchige Flüssigkeit absondern. Den richtigen Erntezeitpunkt sieht man auch. Die Körner an der Kolbenspitze sind dann noch weißlich, während die anderen schön gelb gefärbt sind. Zuckermais sollte möglichst bald nach der Ernte verzehrt werden, dann schmeckt er am besten.

Schädlinge bei Zuckermais

Ein Schädlingsbefall im Garten ist äußerst selten. Außer im Umkreis von einigen Hundert Metern befindet sich ein Feld mit Futtermais, dann erhöht sich das Risiko. Der Maiskeulenbrand ist ein Pilzbefall, der bräunliche, wie verbrannt aussehende Flecken bildet. Die Zuckermaissorte "Challenger" ist resistent dagegen. Mehr Schaden richtet der Maiswurzelbohrer an. Ein Käfer, dessen Weibchen Eier an den Maispflanzen ablegt. Die Larven ernähren sich dann von den Wurzeln, was die Pflanze absterben lässt. Dagegen gibt es chemische Pflanzenschutzmittel, die für die Larven und für die Käfer zugelassen sind. Ein natürliches Mittel

sind Pheromone als Lockfallen. Ganz wichtig ist auch ein jährlicher Fruchtwechsel. Gefürchtet ist der Maiszünsler, der ganze Felder leer fressen kann. Gewerbsmäßig werden hier im Frühsommer Schlupfwespen ausgesetzt, die die Eigelege fressen.

Zuckermais in der Mischkultur

Zuckermais ist ideal in der Mischkultur mit Gurken, Tomaten, Zucchini oder Melonen, da er diese kälteempfindlichen Pflanzen vor Wind schützen kann. Auch mit Bohnen, Erbsen, Spinat oder Kartoffeln ist der Ertrag bei beiden Sorten höher. Ungünstig sind Sellerie und Rote Bete.

Pflege-Tipps

Zuckermais benötigt einen warmen, leichten, tiefgründigen und durchlässigen Boden in sonniger Lage. Benötigt ausreichend Wasser und Nährstoffe (Starkzehrer). Es ist ratsam, den Boden bereits vor der Aussaat mit reichlich Kompost, oder anderem organischen Dünger anzureichern. Die Aussaat kann gegen Ende Mai, Anfang Juni erfolgen, auf keinen Fall aber, wenn noch Nachtfröste zu erwarten sind. Je wärmer der Boden, umso kürzer die Keimzeit. Besser mehrere Reihen säen, damit die Pflanzen durch den Wind bestäubt werden können. Als Mischkultur eignen sich Bohnen, Erbsen, Dill, Gurken, Melonen, Kürbis, Zucchini, oder Ringelblumen. Ungünstige Nachbarpflanzen sind Tomaten. Der Boden darf nie austrocknen. Gerade, wenn die ersten Blüten erscheinen, ist darauf zu achten, dass im Boden ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. Zuckermais wird geerntet, wenn die Kolbenfädchen dunkel geworden sind und die Maiskörner beim zerdrücken eine milchartige Flüssigkeit absondern. Lagerung im Gemüsefach etwa 14 Tage möglich, wenn man die Kolben in einem feuchten Tuch einwickelt. Sonst verlieren sie schnell an Süße, der Zucker wird in Stärke umgewandelt.

Schädlinge

Maispflanzen wie Zuckermais werden häufig von der Bohnenfliege heimgesucht, aber auch Schäden durch Drahtwürmer sind relativ häufig. Dagegen gibt es leider auch keine Mittel, die man vorbeugend oder behandelnd einsetzen könnte. Gegen den Maiszünsler kann man mit Neem gut vorgehen. Mit Pheromonen kann man dem Maiswurzelbohrer vorbeugen.