Gemüsegarten anlegen - Ideen zur Bepflanzung

GemüsegartenBevor der Gemüsegarten überhaupt angelegt werden kann, sollte sich der Hobbygärtner einen idealen Platz innerhalb seiner Gartenanlage suchen. Die Beete müssen entsprechend viel Platz bieten, um eine ausgewogene Bepflanzung zu gewährleisten. Es ist sinnvoll, das Erdreich mit Gehwegplatten auszustatten. Schließlich sollen auch die hinteren Pflanzen bearbeitet sowie geerntet werden können. In unmittelbarer Nähe sollte eine Regenwassertonne aufgestellt werden. Das Wasser wird von der Sonne aufgewärmt. Es eignet sich mithin idealerweise zum Gießen der Gemüsepflanzen.

Schritt 1: Den richtigen Standort wählen

Gemüsebeete sollten

stets an einem sonnigen Standort errichtet werden. Die unterschiedlichen Varianten bevorzugen ein mildes und sonniges Klima, das sie beim Wachstum unterstützen soll. Die Beete dürfen allerdings durch die Hitze nicht austrocknen, so dass sie regelmäßig bewässert werden sollten. Manche Pflanzen können Schädlinge von anderen Sorten abhalten. Deswegen sollten die benachbarten Sorten darauf abgestimmt werden. Buschbohnen und Erbsen bilden keine gute Einheit. Kartoffeln und Tomaten sollten ebenso nicht unmittelbar nebeneinander angepflanzt werden. Bevor die Saat in das Gemüsebeet eingesetzt wird, sollte sich der Hobbygärtner über bevorzugte Pflanzennachbarn informieren.

sauber angelegter GemüsegartenEin wichtiges Kriterium ist weiterhin der Abstand der einzelnen Gemüsepflanzen zueinander. Im Regelfall ist eine detaillierte Beschreibung auf der Verpackung angegeben. Keinesfalls sollten die einzelnen Samen zu dicht beieinander ausgesetzt werden, da die Sorten andernfalls keine optimale Entfaltungsmöglichkeit genießen können. Pflanzen, die zu wenig Sauerstoff und Sonne aufnehmen können, haben in der Regel kaum eine Überlebenschance. Dadurch wird schlussendlich auch der Ertrag gemindert. Außerdem sollte der Gemüsebauer seine Beete regelmäßig auflockern können, damit der Boden besser belüftet werden kann.

Schritt 2: Den Boden vorbereiten

Zunächst sollte eine Bodenprobe entnommen werden. Sie ist wichtig, um den Nährstoffgehalt der Erde zu überprüfen. Ein Nährstoffmangel kann durch spezielle Blumenerde ausgeglichen werden. Alternativ empfiehlt sich der Einsatz von Düngemitteln. Vor allem Kuhmist hat sich als optimaler Dünger etablieren können. Ein gesunder Boden
verspricht letztendlich einen guten Ertrag. Nun kann eine Grundrissskizze vom Beet angefertigt werden. Es ist wichtig, dass die verschiedenen Gemüsesorten separat voneinander angepflanzt werden. Um eine räumliche Trennung anzulegen, können zwischen den einzelnen Pflanzen kleine Gehwege errichtet werden. Die geplante Gemüsefolge sollte jährlich verändert werden, um den Boden nicht zu belasten. Eine Bodenpflege ist unerlässlich für den dauerhaften Erfolg.

Schritt 3: Die Bepflanzung

Bodenpflege im GemüsegartenFür die Bepflanzung sollten vorzugsweise rechteckige oder quadratische Flächen vorab abgesteckt werden. Für die Wege eignen sich neben Natursteinen auch Kies oder Rindenmulch. Eine durchdachte Unterteilung der Einzelgebiete hat auch optische Vorteile. Es ist dahingehend möglich, die einzelnen Bereiche in ihrer Größe zu variieren. Folgende Gemüsesorten eignen sich hervorragend für den eigenen Garten:
  • Erbsen
  • Möhren
  • Bohnen
  • Radieschen
  • Salate (die Sorten können nach der Ernte ausgetauscht werden)
  • Tomaten
  • Gurken
  • Kartoffeln
  • Blumenkohl
  • Sellerie
  • Lauch
Schritt 4: Die optimale Bodenpflege

Ein Gemüsegarten benötigt viel Pflege. Hobbygärtner machen sehr häufig den Fehler, dass sie die Bodenfläche lediglich umgraben. Anschließend sehen Sie das Gemüse aus. Dadurch lassen sich allerdings auf Dauer keine optimalen Erträge erwirtschaften. Besser ist es, die Erde umzugraben, um nunmehr Kompost oder Mist auslegen zu können. Viele Bauern bieten Mist kostenlos an. Insoweit kann sich

Nachfragen lohnen. Je mehr Mist dem Boden zugeführt wird, desto besser ist seine natürliche Entwicklung.

Ziehschnur: Beete ordnenDer Zusatz sollte mindestens ein bis zweimal pro Jahr hinzugefügt werden. Nicht nur der Boden, sondern auf die Pflanzen profitieren von den Nährstoffen. Sollte sich durch die Bodenprobe einer Unfruchtbarkeit herausstellen, kann neue Erde durch Mutterboden, Kompost sowie Mist selbst hergestellt werden. Nachdem die Gemüsesorten geerntet wurden, sollten neue Samen gesät werden. Bei einer langen Keimzeit empfiehlt es sich, die entsprechende Art auf mehrere Beete zu verteilen. Keineswegs sollten neue Pflanzen schon dann aufgezogen werden, wenn in unmittelbarer Nachbarschaft Artgenossen noch wachsen möchten. Das einzelne Beet sollte nach einem Jahr durch eine andere Sorte ersetzt werden. Dadurch werden dem Boden keine notwendigen Nährstoffe entnommen, sondern durch die Fruchtfolge wieder zurückgeführt.

Schritt 5: Alternative Frühbeet

Der eigene Gemüsegarten kann auch durch ein Frühbeet angelegt werden. Frühbeete sind vom Prinzip her kleine Gewächshäuser, die vor allem bei ungünstigen Temperaturen eingesetzt werden können. Sie garantieren somit einen nahezu jährlichen Ertrag verschiedener Gemüsesorten. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich in Form und Größe, so dass sich das Frühbeet individuell in den eigenen Garten integrieren lässt. Die kleinen Gewächshäuser sollten ebenfalls in sonniger Lage aufgestellt werden. Die Dachkonstruktion ist bewusst schräg hergestellt worden, da Regenwasser besser ablaufen und die Sonne das Beet optimal beheizen kann. Die niedrigere Seite sollte dementsprechend in Richtung Süden, der erhöhte Rahmen hingegen in Richtung Norden aufgestellt werden.