Hochbeet aus Steinen, Gabionen anlegen - Anleitung

HochbeetAus Steinen oder Gabionen gefertigte Hochbeete bieten Schutz für die Pflanzen, rückenschonendes Arbeiten für die Gärtner und machen auch optisch etwas her. Damit der praktische Blickfang aber nicht beim ersten Belastungstest versagt oder nach wenigen Jahren unansehnlich verwittert, sollten bei Bau und Pflege entsprechende Maßnahmen Beachtung finden. Diese sind nicht schwer und auch ohne Erfahrung durchführbar aber wichtig. Denn nur richtig und beständig angelegt lohnen sich Aufwand und Investition in das Hochbeet aus Stein.

Möglichkeiten

Wer ein witterungsbeständiges Hochbeet selber

bauen möchte, ist mit Modellen aus Stein gut beraten. Diese bieten ein stabiles Gefäß, sind variabel anlegbar und können besonders natürlich in den Garten integriert werden. Für einen ausgefallen und dekorativen Effekt lassen sich die Außenwände sogar bepflanzen oder mit rankenden Gewächsen dekorieren.

Ebenso vielfältig wie die Möglichkeiten der Gestaltung sind auch die geeigneten Materialien. So können Natursteine, Gabionen oder Steinkübel Verwendung finden. Und sogar Kombinationen aus diesen sind möglich.

In jedem Fall ist aber mit einigem Aufwand zu rechnen, weswegen eine umfassende Planung des Hochbeets im Vorfeld unerlässlich ist.

Naturstein

Ein Hochbeet aus Naturstein - egal ob groß oder klein, eckig oder rund - ist ein Highlight im Garten. Allerdings ist für den Eigenbau Geduld und zumindest etwas Puzzle-Talent notwendig.  Benötigt werden weiterhin:
  • Natursteine mit möglichst glatten Oberflächen
  • Stäbe
  • Bindfaden
  • Spaten
  • Engmaschiger Draht
  • Teichfolie
  • Eventuell Fertigmörtel oder -beton
Stehen diese Materialien bereit, kann der Bau des Naturstein-Hochbeets beginnen.
  1. Zunächst wird die Grundfläche des Hochbeets markiert. Gleich, ob diese rund, gerade oder in geschwungener Form verlaufen soll. Dazu werden dünne Stäbe in den Boden gesteckt und zur späteren Orientierung mit Bindfaden verbunden.
  2. Innerhalb der abgesteckten Grundfläche wird etwa eine Spatentiefe, mindestens aber zehn Zentimeter, Erde ausgehoben.
  3. Der Maschendraht wird auf die Form und Größe der Grundfläche zugeschnitten und in die flache Grube gelegt.
  4. Auf den Draht und am Rand der Grube werden nun die Grundsteine der Wände gelegt. Dabei sollte so lückenlos wie nur möglich vorgegangen werden.
  5. Ist die erste Lage rundum gelegt, folgt die zweite Reihe. Bei dieser sollten die Steine jeweils versetzt zur unteren Schicht liegen. Also jeweils möglichst mittig auf die Schnittstellen positioniert werden. Für mehr Stabilität bei gleicher Optik kann jeder Stein mit wenig Mörtel oder Beton an der unteren Lage befestigt werden.
  6. Der fünfte Schritt wird so lange wiederholt, bis die gewünschte Höhe nahezu erreicht ist.
  7. Zum Schutz der Steine und Sparen von Gießwasser kann das Hochbeet mit Teichfolie ausgekleidet werden. Dazu wird die Folie an den Innenwänden entlang geführt und am oberen Rand mit der letzten oder vorletzten Steinreihe beschwert. Der Boden ist aber freizulassen. 
Tipp: Wer die Steine möglichst lückenlos legt, kann im Grunde auf eine zusätzliche Befestigung verzichten. Empfehlenswert ist der Einsatz von Mörtel oder Beton dennoch, denn die eingefüllte Erde und Unwetter könnten die Beetwände zu Fall bringen.

Steinkübel

Hochbeet aus PflanzsteinenHochbeete aus Steinkübeln oder Pflanzsteinen wirken zwar nicht so naturnah wie die Modelle aus Naturstein, sind dafür aber deutlich einfacher und schneller anzulegen. Zudem können sie selbst bepflanzt werden, sodass sogar ein vollständig grünes Hochbeet entstehen kann.

Für das Hochbeet aus Hohlsteinen wird Folgendes benötigt:
  • Hohlsteine, bodenlose Pflanzsteine oder Steinkübel
  • Spaten
  • Wasserwaage
  • Engmaschiger Draht
  • Teichfolie
  1. Zunächst wird eine flache Grube in Form der gewünschten Fläche ausgehoben.

    Sie sollte eine Tiefe von etwa 10 cm aufweisen.
  2. Der Maschendraht wird passend zur Grundfläche zugeschnitten und in die Grube gelegt.
  3. Mit den Pflanzsteinen wird nun der Rand des Hochbeets gesetzt. Damit später keine unsicheren Stellen entstehen, sollten sie zusätzlich etwas in den Boden gedrückt oder eingegraben werden. Dabei ist mit der Wasserwaage die gerade Lage zu überprüfen.
  4. Die Kübel - je nach Form und Möglichkeit - versetzt aufeinanderstapeln, bis die gewünschte Beethöhe erreicht ist.
  5. Um im Inneren ein wassersparendes Klima zu erschaffen, kann das Hochbeet zusätzlich mit Teichfolie ausgekleidet werden. Die Folie ist
    dazu am oberen Rand zwischen zwei Steinreihen zu klemmen - darf den Boden aber nicht bedecken.
Tipp: Bei sehr großen oder hohen Hochbeeten den Rahmen zusätzlich mit einer punktuellen Befestigung durch Mörtel versehen. Möglich ist auch der Einsatz von stabilen Stahlstäben, die von unten nach oben durch die verschiedenen Lagen der Hohlsteine verlaufen und am Innenrand der Gefäße anliegen - so als wären die bodenlosen Kübel aufgespießt.

Gabionen

Bei den Gabionen handelt es sich um sogenannte Mauersteinkörbe aus Draht. Diese Körbe finden sich als fertiger Bausatz in runden und eckigen Formen, wodurch sie recht einfach zu montieren und vielfältig in den Möglichkeiten sind.

Benötigt werden:
  • Gabionen, als Bausatz oder mit Metall-Spiralen und passenden Steinen
  • Teichfolie oder Kokosmatten
  • Spaten
  • Stäbe
  • Schnur
  • Wasserwaage
  • Eventuell engmaschiger Draht
  1. Zunächst wird die gewünschte Grundfläche abgesteckt und als flache Grube mit einer Tiefe von mindestens zehn Zentimetern ausgehoben.
  2. Der Boden der Grube wird mit passend zugeschnittenem Maschendraht bedeckt.
  3. Je nach gewähltem Modell werden die Gabionen nun entweder direkt aufgestellt und etwas in den Boden gedrückt oder gegraben - oder wenn nötig zunächst durch Metallspiralen miteinander verbunden. In jedem Fall sollte der untere Rand stabil im Erdreich sitzen, während alle Elemente fest miteinander verbunden sind. Nur auf diese Weise wird der Rahmen später dem Druck der Erde standhalten können.
  4. Damit die spätere Erdfüllung nicht bei Regen durch die Steine herausgespült wird, ist entlang der Innenseite ein dichter Schutz notwendig. Dazu kann wahlweise eine Lage aus Teichfolie oder Kokosmatten verwendet werden. Folie oder Matten werden mit Kabelbindern oder Schnur an dem Metallgitter befestigt - der Boden sollte aber frei bleiben.
  5. Zum Abschluss werden die Gabionen mit den gewünschten Steinen befüllt und verschlossen. 
Tipp: Bei größeren Hochbeeten sollten die Gabionen am unteren Rand miteinander verbunden werden, um eine stabilere Konstruktion zu erschaffen. Das ist durch Vierkanthölzer zu bewerkstelligen, die am Metallgitter festgeschraubt werden und die Seitenwände im gewünschten Abstand halten.

Gestaltungstipps

Beet mit GabionenHochbeete aus Steinen sind an sich schon ein Blickfang und bei richtigem Aufbau ausgesprochen standfest. Durch eine zusätzliche Bepflanzung auf der Außenseite können sie aber zum wirklichen Highlight werden.

Bei Naturstein und Gabionen sind rankende Pflanzen, wie Wein, Hopfen, Clematis und Schwarzäugige Susanne ideal - natürlich abhängig von den Gewächsen im Hochbeet. Steinpflanzen, die in die Ritzen zwischen den Steinen eingesetzt werden, eignen sich ebenfalls.
Bei Hohlsteinen, die versetzt aufgebaut werden, ist die Vielfalt der möglichen Pflanzen noch größer.

Aber Vorsicht! Durch die äußere Bepflanzung des Hochbeets kann eine Verbindung zwischen Erdboden und Beet geschaffen werden. Dadurch könnte der Schutz vor Schnecken entfallen. Die Ausnahme hiervon bilden kleinbleibende Steinpflanzen, die grüne Akzente setzen aber nicht zur lebenden "Strickleiter" für Schnecken werden.

Häufige Fragen

Kann ich auf die Einlage aus Maschendraht verzichten?
Der Bodenbelag aus Maschendraht stellt einen wichtigen Schutz gegen Wühlmäuse und Maulwürfe dar, verhindert also Fraßschäden an den Wurzeln. Auf den Draht zu verzichten ist daher wenig empfehlenswert.


Darf ich das Hochbeet mit Hochdruck reinigen?
Moose, Laub und sonstiger Schmutz kann sich auf Dauer in den Steinwänden des Hochbeets verfangen und es unansehnlich werden lassen. Vor allem die Lücken der Gabionen und Natursteine sind hierfür anfällig. Der Einsatz eines Hochdruckreinigers ist möglich, sollte aber auf den Zeitpunkt des Substratwechsels gelegt und ohne Behinderung durch die Folie durchgeführt werden. Günstig ist es, die Steine danach für einige Tage trocknen zu lassen, bevor neue Folie angebracht und frische Erde eingefüllt wird.

Wissenswertes

Das Hochbeet aus Stein, Natursteinen, Gabionen - wer die Wahl hat, hat die Qual

Ein Hochbeet aus Stein ist vor allem dann zu empfehlen, wenn man dauerhaft einen Eyecatcher damit schaffen möchte. Stein ist überaus robust und den meisten Steinen kann nicht einmal ein harter Frost etwas anhaben.

Daneben werden die meisten Steinarten auch allen Ansprüchen an die Optik gerecht, was ja auch ein nicht zu vernachlässigender Aspekt ist.

Besonders etabliert haben sich für den Bau von einem Hochbeet Natursteine wie beispielsweise Granit. Handelt es sich um eine Gabione, die den Rahmen für das Hochbeet bildet, hat sich hier vor allem das sog. Konglomerat durchgesetzt.

Für welche Steinart man sich schlussendlich entscheidet, hängt in erster Linie vom persönlichen Geschmack ab. An dieser Stelle kann man sich im Internet ein gutes Bild über die Möglichkeiten machen. Auf vielen Webseiten die sich mit dem Gartenbau beschäftigen sind nette Beispiele für ein Hochbeet inklusive Bildmaterial zu sehen.

Hier kann man Material für das Hochbeet aus Stein, Natursteinen, Gabionen kaufen

Sämtliche Materialien für das Hochbeet aus Stein, Natursteinen, Gabionen kann man in einem gut sortierten Baumarkt kaufen. Vor allem wenn man handwerklich geschickt ist und sich sein Hochbeet selbst bauen möchte, bekommt man hier alle Zubehöre, die dafür erforderlich sind.

Alternativ dazu gibt es auch bereits vormontierte Hochbeete, die man ebenfalls in einem Baumarkt bekommt.

Als Pendant dazu kann man fertige Elemente auch in einem Gartenfachcenter bekommen oder man nutzt das Internet als Einkaufsquelle. Im Internet sind es vor allem die Suchmaschinen, die auf der Suche nach einem Hochbeet aus Stein, Natursteinen, Gabionen, schnell den perfekten Anbieter aufzeigen.

Eine pauschale Aussage über die Kosten kann man an dieser Stelle jedoch nicht machen. Die Preisspannen sind sehr unterschiedlich, da es viele verschiedene Steinarten gibt. Daher sollte man sich zunächst für eine bestimmte Steinart entscheiden, gezielt danach suchen und dann die Preise miteinander vergleichen.