Kürbissamen - aussäen und pflanzen - so gehts!
Kürbisse werden einerseits für die Küche, andererseits aber auch nur zur Dekoration verwendet.
Der Unterschied zwischen den Sorten liegt neben der Form und Farbe vor allem im Fruchtfleisch, das bei den ... Zierkürbissen den Bitterstoff Cucurbitacin enthält, der nicht nur unangenehm schmeckt, sondern auch Übelkeit und Magenprobleme verursachen kann. Für die Verwendung in der Küche gibt es Speisekürbisse wie den weit verbreiteten Gartenkürbis.
Gartenkürbis selbst anpflanzen
Der Gartenkürbis stammt vom Texanischen Wildkürbis ab und hat seine ursprüngliche Heimat vom Süden der USA bis nach Peru, wo er bereits seit vielen tausend Jahren kultiviert wird. Schon die Inkas legten ihren Verstorbenen für die Reise ins Jenseits Kürbiskerne mit ins Grab und von dort aus brachten Seefahrer diese Pflanze im 16. Jahrhundert mit nach Europa. Heute wird der Kürbis auch bei uns für vielerlei Speisen verwendet. Er enthält viel Vitamin C und daneben auch Kalzium, Magnesium und Kalium. Die Samen enthalten Öl, ...
das als Kürbiskernöl in der Küche Verwendung findet.
Kürbissamen aussäen
Kürbis gibt es in vielen verschiedenen Sorten, die als Samen im Handel erhältlich sind. Sie können ab Ende April vorkultiviert werden und brauchen zum Keimen eine Temperatur von 20° C. Ein Mini-Gewächshaus oder die Fensterbank sind daher gut geeignet. Die Samen werden einzeln in kleine Töpfe mit Pflanzerde gelegt und etwa eineinhalb Zentimeter mit Erde bedeckt. Hierbei sollte die spitze Seite des Samens nach unten zeigen, weil sich hieraus später die Wurzel bildet. Danach wird die Erde gleichmäßig feucht gehalten und nach etwa einer Woche zeigen sich die ersten Pflänzchen. Alternativ können die Kürbissamen aber auch in der Zeit um den 15. Mai direkt ins Freiland gesät werden.
Kürbiskerne aus der letztjährigen Ernte eignen sich für die Aussaat nicht so gut, denn sie kreuzen sich leicht mit anderen Sorten in der Umgebung und schmecken dann bitter. Besser ist es, jedes Jahr neues Saatgut zu kaufen, das ohnehin preiswert ist.
Kürbispflanzen in den Garten setzen
Nach etwa drei Wochen in den Anzuchttöpfen sind die Pflanzen groß genug, um in den Garten an einen sonnigen Platz gepflanzt zu werden. Die beste Zeit hierfür ist nach den Eisheiligen von Mitte Mai bis Mitte Juni. Später kann zwar auch noch gepflanzt werden, im Allgemeinen ist dann aber mit keiner großen Ernte mehr zu rechnen. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen ist abhängig von der Kürbissorte, generell braucht ein Kürbis aber sehr viel Platz, sodass für die meisten Sorten etwa zwei Quadratmeter einkalkuliert werden sollten, damit der Kürbis gut wachsen kann und ausreichend Platz für seine Früchte hat. Kürbisse haben männliche und weibliche Blüten, von denen nur die weiblichen Früchte bilden, wenn sie durch Bienen oder Hummeln befruchtet wurden. Je nach Sorte kann dann ab Ende August geerntet werden. Neben der Farbe des Kürbis ist auch ein trockener Fruchtstiel ein Indiz für die nötige Reife. Dann kann der Kürbis direkt verspeist oder je nach Sorte einige Monate bis zu einem Jahr an einem kühlen und trockenen Ort gelagert werden.
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