Rosenkohl im Garten anbauen und ernten: 25 Tipps für Gemüsegärtner
Rosenkohl im Garten anzubauen ist nicht kompliziert. Allerdings benötigt man dazu eine Menge Platz und daran scheitert es bei vielen Gartenbesitzern. Rosenkohl ist sehr gesund, er ist vitamin- und nährstoffreich.
Aussaat ... und Vereinzeln
- (1) Rosenkohl wird im April, bis in den Mai hinein ausgesät.
- (2) Man sät direkt ins Freiland.
- (3) Ab Mitte Mai bis Ende Juni muss er dann verpflanzt werden.
- (4) Die Jungpflanzen müssen tief genug gepflanzt und gut gegossen werden.
- (5) Wichtig ist, den Pflanzabstand von 60 x 40 cm, besser 70 x 60 cm einzuhalten! Zu dicht gepflanzte Rosenkohlpflanzen entwickeln sich nicht gut, die Röschen können faulen.
- (6) Das Pflanzsubstrat muss frisch und nährstoffreich sein. Günstig ist gut gelüftete Erde mit einem hohen Kali- und Stickstoffwert.
- (7) Im Sommer häufelt man die Erde um die Pflanze leicht an, damit sie kräftige Wurzeln bilden kann und standfest wird.
- (8) Wichtig ist, Rosenkohl nicht immer an die gleiche Stelle zu pflanzen, ...
um Kohlhernie nicht zu fördern und den Boden nicht auszulaugen.
- (9) Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal.
- (10) Rosenkohl muss gut gewässert werden. Nur so kann sich die Pflanze gut entwickeln.
- (11) Stehende Nässe ist aber zu vermeiden!
- (12) Gut tut den Pflanzen, wenn man im Herbst Humus unter ihre Erde mischt.
- (13) Rosenkohl gehört zu den Starkzehrern. Trotzdem ist beim Düngen Vorsicht geboten. Gut geeignet sind Kompost und Pferdemist.
- (14) Wenn sich die Röschen nach Regen rötlich-blau oder gelb färben, zeigt das einen Nährstoffmangel an. Hier hilft eine sofortige Düngung mit Volldünger (35 g pro m²).
- (15) Überdüngung mit Stickstoff führt zu locker sitzenden Röschen.
- (16) Im September/Oktober wird der Leittrieb der Pflanze gekappt. Das ist wichtig, damit ihre Kraft in die bereits ausgebildeten Röschen geht und diese ordentlich wachsen. Besonders wichtig ist das Kappen für die Pflanzen, die keine oder nur wenige Röschen ausgebildet haben.
- (17) Im November und Dezember wird geerntet. Die Röschen werden vorsichtig abgepflückt. Man beginnt unten mit dem Pflücken.
- (18) Etwas Frost schadet nicht. Ganz im Gegenteil, der Geschmack verbessert sich noch etwas. Allerdings sollen die Pflanzen bei Frost nicht in der Sonne stehen.
- (19) Besser ist dann, die gesamte Pflanze mit Wurzel aus der Erde zu nehmen, sie an einem schattigen Platz wieder einzugraben und mit Reisig oder Stroh zu bedecken. Es muss kräftig angegossen werden!
- (20) Die Erntemenge kann gesteigert werden. Dazu zwei- bis dreimal die Pflanze von unten beginnend durchpflücken. Wenn die untersten Partien abgeerntet sind, wachsen die Knospen darüber besser.
- (21) Vorsicht bei Kohlherniebefall! Der parasitäre Organismus befällt die Wurzel.
- (22) Bei Befall kann der Boden 20 Jahre verseucht bleiben.
- (23) Abhilfe bringt die Nutzung resistenter Sorten! Kalkstickstoff beugt vor.
- (24) Schmetterlingslarven fressen gern Rosenkohl. Diese können abgesammelt werden.
- (25) Außerdem treten Kohltriebrüssler und Kohlblattlaus auf. Gegen sie helfen Insektenschutznetze.
Es lohnt sich, Rosenkohl im Garten anzubauen. Man benötigt allerdings Platz und sollte ihn jedes Jahr woanders anpflanzen. Außer Wasser- und Düngergaben benötigt Rosenkohl kaum Pflege. Geerntet werden kann über Wochen. Rosenkohl kann auch gut eingefroren werden und ist so lange haltbar.
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