Zuckerhut-Pflanze - Anbau von Zichorie - als Salat

Zu den Zichoriengewächsen gehören viele verschiedene Salatgemüsearten, die für die menschliche Gesundheit überaus förderlich sind. So gehört der Endiviensalat, Radicchio, Chicoree und Löwenzahn zu dieser Gattung und auch der Zuckerhut setzt sich immer mehr durch.

Dies ist in erster Linie darin begründet, dass die Zuckerhutpflanze sehr gut gelagert werden kann. Zudem verträgt die Pflanze auch frostige Temperaturen von bis zu minus sieben Grad Celsius. Ein besonderes Augenmerk muss bei der Zuckerhut-Pflanze aber auf die wertvollen Inhaltsstoffe gelegt werden.

Zunächst einmal ist der Bitterstoff Intybin enthalten, der sehr erfrischend wirkt. Ferner enthält

die Zuckerhut-Pflanze Insulin, welches vor allem für zuckerkranke Personen sehr von Bedeutung ist. Daneben sind Vitamine, Chlorophyll sowie Mineral- und Ballaststoffe enthalten.

Der Anbau der Zuckerhut-Pflanze als Salat

Beim Anbau der Zuckerhut-Pflanze ist vor allem darauf zu achten, dass der Saattermin eingehalten wird. Nur so kann ein vorzeitiges Schossen der Pflanzen verhindert werden. Die beste Zeit für die Saat ist in der letzten Juni- bis zur ersten Juliwoche.

Ausgesät wird die Zuckerhut-Pflanze in Reihen, wobei die Reihen einen Abstand von 40 Zentimetern zueinander haben. Die einzelnen Pflanzen werden jeweils mit einem Abstand von 35 Zentimetern zueinander gepflanzt. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Direktsaat recht risikoreich ist.

Einfacher und sicherer ist die Pflanzkultur mit selbstangezogenen oder zugekauften Setzlingen. Hierfür erfolgt die Aussaat in einem kleinen Topf, mit einem Durchmesser von vier bis fünf Zentimetern. Im Keimblattstadium werden die Sämlinge pikiert und Anfang August dann ausgepflanzt.

Der Zuckerhut verfügt über Pfahlwurzeln die sich sehr gut an den Nährstoffresten vorhergehender Gemüsekulturen bedienen können. Daher kann der komplette Bedarf an
Nährstoffen durch eine gute Kompostgabe sowie etwas Volldüngers gedeckt werden.

Sollte es im Sommer zu starken Niederschlägen kommen, ist meist eine Ausgleichdüngung erforderlich. Dabei sollten niemals mehr als 30g Volldünger pro Quadratmeter verabreicht werden.

Ansonsten ist die Zuckerhut-Pflanze recht anspruchslos. Bis zur Ernte sollte hin und wieder der Boden aufgelockert und natürlich gegossen werden. Da der Zuckerhut von Natur aus sehr robust und widerstandsfähig ist, wird sie kaum von Krankheiten und Schädlingen heimgesucht.

Die Ernte des Zuckerhut-Salats

Ab Anfang Oktober kann der Zichorie Zuckerhut geerntet werden. In der Regel verträgt diese Pflanze die ersten Fröste recht gut, sodass man keine Eile mit der Ernte hat. Man kann sogar bis in den Dezember ernten, wenn man die Pflanzen zusätzlich mit einem Vlies schützt.

Bei der Ernte werden die Zuckerhutköpfe zusammen mit dem Wurzelballen ausgestochen. Dann entfernt man die größeren Umblätter. Im Anschluss kann man den Zuckerhut-Salat am besten im Keller lagern und ihn damit in feuchten Sand einschlagen.

Alternativ dazu kann man die Zuckerhut-Pflanze auch aufhängen, was ebenfalls im Keller oder in einem frostfreien Schuppen erfolgen kann. Durch das Aufhängen, in Kombination mit einer frostfreien Umgebung kann man die Lagerzeit um mehrere Wochen verlängern.

Wer ein Frühbeet besitzt hat ebenfalls keine Probleme bei der Lagerung von Zuckerhut-Salat. Im Frühbeet sollten die Wurzeln nicht zu dicht eingeschichtet werden. Am besten deckt man sie mit ein wenig feuchter Erde ab und deckt das Beet als zum Schutz vor Kälte und Sonnenbestrahlung mit Stroh oder Schilfmatten ab.

Bei einer Abdeckung durch Fenster oder Bretter, sollte an

frostfreien Tagen an eine ausreichende Lüftung gedacht werden. Grundsätzlich ist der Zuckerhut-Salat nur dann gut haltbar, wenn er sich nicht erwärmen kann.

Auch im Gewächshaus kann man Zuckerhut-Salat besonders gut lagern. Allerdings muss hier unbedingt ein Vlies oder eine schwarze Folie verwendet werden, damit ein Frost- und Sonnenschutz gewährleistet ist.