Blaue Kartoffeln - Anbauen, Ernte und Verwendung
Blaue Kartoffeln hatten bestimmt noch nicht viele Gärtner der heutigen Zeit in ihrem Garten beziehungsweise auf ihrem Tisch.
Das liegt aber einzig und allein daran, dass die Erdfrucht in der blauen ... Version mit den Jahren im 19. Jahrhundert aus der Mode kam, da andere, hellere und strapazierfähigere Sorten auf den Markt und in den Acker kamen. Im Anbau unterscheidet sich die blaue Kartoffel nicht von anderen Kartoffelsorten. Sie wird im Frühjahr, wie auch ihre andersfarbigen Kolleginnen, in den zu Furchen geformten Boden gesteckt. Zur Erntezeit können die Knollen dann geerntet werden, im Garten und auf dem Feld von Hand. Die Kartoffeln zeigen, wie der Name schon sagt, eine blaue, violette oder fast schwarz anmutende Schale und im rohen Zustand ein aus verschiedenen Blautönen oder violett marmoriertes Fruchtfleisch.
Herkunft und heutiger Status der blauen Kartoffel
Die Ähnlichkeit zu normalen, hellen Kartoffeln ist bei einer blauen Sorte sehr groß - eben ...
bis auf die andere Färbung. Sie wurde in der Zeit nach 1500 aus dem mittleren und südlichen Amerika nach Europa gebracht und seither ist die Pflanze hier heimisch. Blaue Kartoffeln finden sich heute allerdings nur noch in wenigen Gärten, da ihr Bekanntheitsgrad deutlich sank.
In der Sterneküche bringen die Spitzenköche Farbe auf ihre Teller, aber ansonsten ist die blaue Kartoffel nur noch in sehr speziellen Delikatessengeschäften erhältlich - meist importiert aus Peru oder auch Bolivien.
Die hellen Kartoffelsorten haben sich in der Küche, aber auch durch den problemloseren Anbau durchgesetzt und sind daher immer beliebter geworden. Die blaue Kartoffel verschwand aus den Speiseplänen. Dennoch gibt es immerhin etwa einhundert Sorten, unter anderem bekannt als Blauer Schwede, als Trüffelkartoffel, Vitelotte oder Linzer Blaue.
Verwendung der blauen Kartoffel
Nicht nur farblich, sondern auch im Geschmack bietet die blaue Kartoffel vor allem eines: Abwechslung in der Küche. Sie schmeckt erdig, leicht nussig und ähnelt geschmacklich der Esskastanie.
Die festkochende Kartoffel kann zu jedem beliebigen Kartoffelgericht weiter verarbeitet werden, kostet aber wegen der Handernte einiges mehr, als normale, helle Erdäpfel. Man sagt der blauen Kartoffel nach, sie wirke durch ihren Inhaltsstoff Anthocyan dem Krebs beim Menschen entgegen.
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