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Schleierkraut

Schleierkraut oder auch Gipskaut, Gypsophila, ist als Heilpflanze fast völlig in Vergessenheit geraten. Das Schleierkraut erfreut sich jedoch sehr großer Beliebtheit, zum einen in Blumensträußen, denn durch sein duftiges Aussehen, verleiht das Schleierkraut jedem Blumenstrauß ein leichtes und elegantes Aussehen. ...



Auch in Blumenbeeten wird es deswegen gerne angepflanzt. Das Schleierkraut blüht weiß und setzt einzelne Nuancen, die den Betten eine gewisse Leichtigkeit verleihen, die schwärmerische Naturen durchaus zum Verweilen und Staunen einladen. Auch in Steingärten werden sie oft angepflanzt. Durch ihre duftige Form setzen sie kontrastreiche Akzente. Das Schleierkraut besitzt kleine, spitz zulaufende Blätter die von dem herkömmlichen Grün abweichen und ins bläuliche schwenken.

Das Schleierkraut lässt sich in bis zu einhundert Arten unterteilen, die von unseren Gefilden bis in den Mittelmeerraum wachsen. Sie haben mehrjährige Vertreter und auch einjährige Familienmitglieder. Die Schleierkrautsamen die man bei uns käuflich erwerben kann, sind meist einjährig.

In früheren Jahren wurde aus den Wurzeln des Schleierkrautes ein Feinwaschmittel hergestellt. Die Wurzeln enthalten nämlich alle Sapione, welche ideal zum Waschen für Wolle geeignet sind. Aber auch zum Händewaschen und zum Haare waschen sind die Wurzeln geeignet. Hierzu wurden die Wurzeln ausgegraben und zwischen den Händen mit etwas Wasser verrieben. Die Wurzeln schäumen leicht ...



auf und reinigen so sanft.

Das Schleierkraut wurde in früheren Jahrhunderten auch häufig als Heilpflanze verwendet und nicht nur zum Waschen. Die Wirkstoffe des Schleierkrautes liegen in seiner harntreibenden Wirkung. Auch fördert er das Abhusten von Schleim im Nasen- und Rachenraum. Hierzu werden und wurden von den Pflanzen Auszüge gewonnen.

Das Schleierkraut wird mitunter auch Gipskraut genannt, weil es gerne auf Gipsgestein wächst. In unseren Gärten liebt es das Schleierkraut sonnig bis halbschattig. Eine leichte Dünnung und ausreichend Wasser, jedoch keine nassen Füße, das mag das Schleierkraut überhaupt nicht. Es blüht eifrig über den ganzen Sommer und erfreut das Auge des Betrachters.



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