Sonnenhut - Pflege, Schneiden und Vermehren

SonnenhutDer Sonnenhut aus der Familie der Korbblütler wird auch unter der botanischen Bezeichnung Echinacea angeboten. Diese Bezeichnung entstammt dem altgriechischen Wort für Seeigel und bezieht sich damit wahrscheinlich auf die stacheligen Spreublätter.

Der Sonnenhut stammt aus dem östlichen und zentralen Nordamerika. Zu den Echinaceen zählen unter anderem diese Sorten:
Es gibt noch weitere Echinaceen, einige haben sich sogar in der Medizin einen guten Namen gemacht und werden hier für die Gewinnung von Medikamenten gegen Halsschmerzen, Husten

und Mandelentzündungen verwendet. In der Naturheilmedizin waren sie schon bei den Indianern in Nordamerika bekannt und haben heute dank des wiedererlangten Ruhms dieser medizinischen Behandlungsart wieder ihren Platz bekommen. Wenn der Sonnenhut in den Garten gepflanzt wird, geschieht dies natürlich in erster Linie wegen seines Aussehens. Hier strahlt die Pflanze in unterschiedlichen Farben und unterschiedlichen Wuchshöhen, die bis zu 120 cm hoch werden können.

Standort für den Sonnenhut (Echinacea)

Purpursonnenhut ist eine beliebte Sonnenhut-SorteIn seiner Heimat in Amerika kommt der Sonnenhut vor allem in den warmen Regionen vor. Indiana, Michigan oder Illinois sind nur einige davon. Hier ist er vor allem in offenen Wäldern zu finden, manchmal ist der Standort auch eher felsigen Untergrunds oder in Prärien. Er gedeiht besonders gerne in der Nähe von Wasserwegen und auf Höhen zwischen 10 Metern bis zu 400 Metern.

Im Garten stellt der Sonnenhut eine Staude dar, die ein bisschen wie eine Margerite aussieht und deshalb gerne in Bauerngärten gepflanzt wird. Zusammen mit den dort gewöhnlich zu findenden Stauden Rittersporn, Phlox oder Hortensien sieht der Sonnenhut in jeder der möglichen Sorten und Farben sehr schön aus. Außerdem kann man ihn sehr gut mit Ziergräsern zusammen pflanzen, mit Kräutern oder Lavendel und auch mit Kugeldisteln oder der Flammenblume. Das zeigt nicht nur wie vielfältig der Sonnenhut durch sein Äußeres ist, sondern lässt auch ahnen, wie beliebt ihn das macht. Solange sein Standort sonnig ist, lässt er sich in vielfacher Gestaltung kultivieren. Ein paar schöne Sorten, die alle zwischen Juli und September ihre Blüten zeigen:
  • Echinacea korallenrot gefüllt „Coral Reef“ , 70-80 cm hoch
  • Echinacea orange/gelb „Flame Thrower“, 90-100 cm hoch
  • Echinacea weiß „Fragrant Angel“, 80-100 cm hoch
  • Echinacea gelb „gelber Sonnenhut“, 50-65 cm hoch
Typischer Sonnenhut mit gelben, sternförmig angeordneten BlütenblätternDurch ihre auffälligen Blütenköpfe ist die Echinacea natürlich besonders bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen beliebt. Deshalb ist sie vor allem in naturnah bepflanzten Gärten zu finden. Trotzdem sollte man es sich nicht nehmen lassen, einige der Stiele abzuschneiden und in einem Blumenstrauß oder als alleiniger Blickfang in die Vase zu stellen. Das ist sehr gut möglich, weil die Pflanze nach dem Schnitt nicht unverzüglich verwelkt, wie andere Stauden das gerne vornehmen.

Pflege und Vermehrung des Sonnenhuts

Möchte man seinen Garten durch eine Sonnenhut Pflanze bereichern, kann er zwar auch ausgesät werden, meistens kommt er jedoch als kleine Jungpflanze im Topf in den Garten. So ist er im Gartenfachhandel erhältlich und sollte in der Zeit zwischen September und November ausgepflanzt werden. Dafür ist
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natürlich ein halbschattiger bis sonniger Standort zu wählen, denn das ist von Natur aus seine Vorliebe. Je mehr Sonne er an seinem Platz bekommt, desto mehr Blüten bildet die Pflanze aus. Trotzdem ist er genügsam, was den Wasserverbrauch angeht. Steht einmal ein Sonnenhut im Garten, kann dieser auch durch Teilung der Wurzelballen vermehrt werden. Auf die gleiche Weise kann er auch von einem Garten in den anderen wandern, sozusagen im Austausch. Dies sollte jedoch nur im Abstand von vier oder fünf Jahren erfolgen, damit der Sonnenhut sich in der Zwischenzeit wieder erholen kann. Das ist auch der Zeitpunkt, wo allgemein die Blütenbildung nachlässt.

Im Frühling sollte der Sonnenhut auf die nächste Wachstumsperiode vorbereitet werden. Dafür bekommt er eine Portion Kompost als Dünger. Wer möchte, kann die Pflanze zu dieser Zeit auch zurückschneiden, es empfiehlt sich auf jeden Fall, dies nach der Blüte vorzunehmen. Dadurch wird das weitere Wachstum von Blüten angeregt. Für den Winter benötigt der Sonnenhut keine besonderen Schutzmaßnahmen. Er ist frosthart und kann an Ort und Stelle stehenbleiben, sollte aber bis auf den Boden zurückgeschnitten werden.

Besonders beliebt ist der rote Sonnenhut, auch purpurfarbener Sonnenhut genannt. Er beeindruckt mit seinen großen purpurfarbenen Blütenblättern, die auf rund 120 cm hohen Stielen sitzen. Diese leuchtenden Blüten zeigen sich von August bis in den Herbst, wo er das herbstliche Beet und den Garten passend zu den Blattfarben ergänzt. Tipp: Der Sonnenhut ist ein Kaltkeimer, der auch im Winter ausgesät werden kann.

Schädlingsbefall beim Sonnenhut

Auch wenn der Sonnenhut eine robuste Pflanze ist und so schnell nicht durch Schädlinge befallen wird, gegen eines ist auch er machtlos: Er wird von Nacktschnecken bevorzugt. Diese befallen ihn vor allem als Jungpflanze bzw. als frischer Austrieb im Frühjahr. Eine allgemeine Vorsicht und geeignete Maßnahmen sind also angebracht. Außer den Schnecken könnte Mehltau auftreten, der jedoch erst zum Ende der Blüte vorkommen kann und zu diesem Zeitpunkt nur einen optischen Mangel darstellt. Der Pflanze selbst kann er zu diesem Zeitpunkt nicht schaden. So mancher Gärtner hat festgestellt, dass seine Echinacea besonders gerne Wühlmäuse anlockt. Deshalb sollte man hier besonders gut acht geben.

Wissenswertes zum Sonnenhut in Kürze

Sonnenhut werden auf heilende Wirkungen nachgesagtSonnenhut (Echinacea und Rudbeckia fulgida) gehört zur großen Familie der Korbblütlergewächse. Zu den Familienmitgliedern zählen sowohl Zierpflanzen als auch Heilpflanzen, was den wissenschaftlichen Namen auch deutlich widerspiegelt. Spricht man von der Heilpflanze Sonnenhut, meint man die Echinacea. Beide Familienmitglieder werden aber, aufgrund ihrer farbenfrohen und langandauernden Blütezeit in den Gärten als liebevolle Farbtupfer geschätzt. Die Blüte des Sonnenhuts ist mit jener der Margerite vergleichbar. Nur der Körbchenboden in der Mitte ist kegelförmig, während der der Margerite flach ist. Drumherum sind kräftigbunte Blütenblätter angeordnet die vom Gelb über Musterungen bis hin zu einem dunklen Pink reichen können.

Sonnenhut als Heilpflanze
Die Heilwirkung des Sonnenhutes ist breit gefächert und viele Menschen schwören auf den Sonnenhut als das Hausmittel in der Erkältungszeit. Er soll überaus gut gegen Erkältungskrankheiten und Grippale Infekte helfen. Da man die Heilwirkung kennt, ist es auch empfehlenswert Echinacea in der kalten und nassen Jahreszeit vorbeugend einzunehmen. Die Schulmedizin jedoch bestreitet teilweise die Heilwirkung. Apotheken und Drogerien bieten entsprechende Darreichungsformen ein. Jedoch der Sonnenhut kann noch mehr, er hilft auch bei leichten Verbrennungen und unterstützt die allgemeine Heilkraft. Seine entzündungshemmende Wirkung und die Anregung der körpereigenen Abwehrkräfte zeichnen ihn auch als bei der schnellen Abheilung von Abszessen aus.

Pflege des Sonnenhuts
  • In heimischen Gärten, auch in meinem, wächst der Sonnenhut am liebsten in der Sonne, in einem Blumenbeet nach Süden.
  • Er liebt direkte Sonneneinstrahlung, im Halbschatten gedeiht er auch, nur nicht ganz so üppig.
  • Die Blüten werden zwischen 30 und 60 cm hoch, und bei regelmäßiger Pflege (Gießen und Zurückschneiden der verblühten Blüten) blüht er farbenfroh den ganzen Sommer, bis in den Herbst.
  • Der Sonnenhut vermehrt sich über unterirdische Ausläufer, so dass man immer wieder darauf achten sollte, dass er nicht zu wuchern beginnt.
  • Jedoch ist seine Wuchskraft bei Weitem nicht so hartnäckig wie die der Melisse oder der Pfefferminze.
Wirkung des Sonnenhuts
Die alte Heilpflanze Sonnenhut wird und wurde besonders von den Indianer in Nordamerika geschätzt. Diese Volksgruppe setzte die Heilpflanze schon seit jeher bei typischen Erkältungskrankheiten wie Halsschmerzen, Madelentzündungen, Husten usw. ein. Wir heute greifen auf frei verkäufliche Echinaceaprodukte im Handel zurück, oder verwenden die eigene Heilpflanze aus dem Garten. Die Pflanzenteile oberhalb der Erde können alle verwendet werden. Entweder man trocknet den Sonnenhut und brüht ihn zu einem Tee auf, oder presst den Sonnenhut aus und verwendet den Saft. Jedoch sollten Schwangere und Allergiker aufgrund der noch nicht erforschten toxischen Wirkung vorsorglich auf die Einnahme von Echinacea versichten.