|
Zinnkraut, Acker-Schachtelhalm |
|
Kräuter und Gartenkräuter -
Heilkräuter
|
ZinnkrautDas Zinnkraut, lat. Equisetum arvense, gehört zur Familie der Schachtelhalmgewächse. Vielen Menschen mag es daher besser bekannt sein unter dem Namen Acker – Schachtelhalm.
Ebenfalls wird es Acker – Zinnkraut, Katzenwedel, Schaftheu, Pfanneputzer und Scheuerkraut genannt. Zum größten Teil stammen diese Namen aus seiner früheren Verwendung zum Putzen von Zinngeschirr.
Das Zinnkraut ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. Es wächst wild auf Äckern, in Gräben, an Böschungen und an feuchten, lehmigen Wiesenrändern.
Das Zinnkraut ist im Garten nicht unbedingt ein gern gesehener Gast.
Hier gilt es im Allgemeinen als Unkraut, im Biogarten heißt es Wildkraut. Unkräuter haben aber dennoch einen Nutzen. Sie dienen als so genannte Zeigerpflanzen. Diese Pflanzen geben dem Gärtner Auskunft über die Bodenbeschaffenheit, so dass er geeignete Maßnahmen zur Verbesserung ergreifen kann.
Das Zinnkraut gibt Bescheid darüber, dass der Boden an seinem Standort verdichtet und schwer ist. Das kann zum einen bedeuten, dass zu wenig Leben in der Erde vorhanden ist, beispielsweise eine Auflockerung des Bodens durch Regenwürmer oder andere Tiere gering ist oder ganz fehlt. Oder aber das Humus zur Verbesserung der Qualität des Erdreiches eingearbeitet werden sollte.
Trotz seinem Ruf als Unkraut, können Sie das Zinnkraut zum Wohle Ihrer anderen Gartenpflanzen einsetzen. Es weist einen hohen Kieselsäuregehalt auf, den Sie nutzen sollten.
Eine aus Zinnkraut hergestellte Jauche - Zubereitung aus Pflanzenteilen und Wasser, die bis zu 2 Wochen vergoren wird, um die Nähr- und Wirkstoffe zu herausziehen - oder ein Kaltwasser – Auszug ist hervorragend zur Stärkung Ihrer Pflanzen geeignet und dient zur vorbeugenden Bekämpfung gegen Schädlinge wie zum Beispiel Blattläusen.
Weiter hilft die Besprühung mit Zinnkraut – Tee gegen Mehltau und Rost an Obstgehölzen und Tomatenpflanzen. Nehmen Sie hierzu das Kraut und kochen Sie es etwa 20 Minuten mit Wasser auf, damit sich die Kieselsäure löst.
In der Pflanzenheilkunde hat das Zinnkraut aufgrund seiner vielseitigen Verwendbarkeit einen hohen Stellenwert. Sebastian Kneipp hat diese unscheinbare Pflanze eingehend erforscht und viele Anwendungen aus ihr hervorgebracht.
|