Kapuzinerkresse - Aussaat, Pflege und Verwendung

Kapuzinerkresse blüht in verschiedenen Farben - es gibt auch rankende SortenKapuzinerkresse ist extrem frostempfindlich, schon Temperaturen unter vier Grad Celsius verträgt sie nicht. Eine Aussaat im Gewächshaus oder Frühbeet sollte aus diesem Grund auch auf keinen Fall vor Mitte März erfolgen. Auf der Fensterbank kann die Pflanze jedoch bereits Anfang März ausgesät werden, die ideale Keimtemperatur liegt bei etwa 18 Grad Celsius.

Kapuzinerkresse aussäen

Für einen etwa acht Zentimeter großen Topf sollten nicht mehr als zwei Samenkörner verwendet werden. Die

optimale Saattiefe beträgt rund zwei Zentimeter, je nach Temperatur und Licht dauert die Keimung dann zwischen sieben und 14 Tagen. Die Erde muss in dieser Zeit immer leicht feucht gehalten werden.

Ab Ende Mai dürfen die Pflänzchen dann ins Freie. Der Pflanzabstand sollte etwa 30 x 30 cm betragen. Eine Aussaat direkt ins Freiland ist ebenfalls ab Ende Mai möglich. Hier gilt als Faustregel: Pro laufenden Meter können etwa zehn Samenkörner gesät werden. Wichtig ist auch hier, dass wieder ein Reihenabstand von etwa 30 cm eingehalten wird. Eine Freilandaussaat ist bis Mitte Juni problemlos möglich, da die Pflanze sehr schnell wächst.

Die Ansprüche an den Standort

Kapuzinerkresse bevorzugt einen möglichst sonnigen bis halbschattigen Standort. Ist der gewählte Platz zu schattig, bildet die Pflanze zwar viele große Blätter, aber dafür kaum Blüten. Besondere Ansprüche an den Boden hat die Kapuzinerkresse nicht, ganz im Gegenteil: Sie liebt einen nährstoffarmen Standort, es sollte daher, wenn überhaupt, nur sehr sparsam gedüngt werden. Bekommt sie zu viele Nährstoffe, kommt es ebenfalls nur zu einer sehr geringen
Blütenbildung. Guter Humus mit ein wenig Sand ist ideal. Außerdem sollte der Standort nicht zu feucht sein.

Die Pflege

Die Kapuzinerkresse ist eine einjährige Pflanze, die mit dem ersten Frost im Herbst abstirbt. Oftmals kommt sie aber am gleichen Ort im folgenden Jahr wieder, denn sie hat die Eigenschaft, sich selbst auszusäen. Ab Juni entfaltet die Kapuzinerkresse ihre herrlichen Blüten. Werden die verwelkten Blüten regelmäßig entfernt, so fördert dies die Neubildung, so dass die Pflanze den ganzen Sommer über ein toller Blickfang ist. Rankende Sorten eignen sich sehr gut als Sichtschutz, benötigen aber eine gute Rankhilfe, denn die einzelnen Triebe können meterlang werden. Wächst sie übermäßig stark, können die Triebe ganz einfach gekürzt werden - das nimmt die Pflanze nicht übel. Kapuzinerkresse eignet sich für Balkonkästen, Kübel, Beete und Zäune.

Bei hohen Temperaturen im Sommer muss sie auf jeden Fall regelmäßig gegossen werden, da sie ansonsten schnell ihre Blätter hängen lässt.

Probleme und Schädlinge

Leider ist die Kapuzinerkresse bei Blattläusen extrem beliebt, so dass im Ernstfall rechtzeitig entsprechende Maßnahmen ergriffen werden müssen. Oft wird die Pflanze sogar ganz bewusst als „Blattlausfänger“ eingesetzt, etwa in der Nachbarschaft von Rosen. Die lästigen Schädlinge lassen sich dann lieber auf der Kapuzinerkresse nieder und verschonen die edlen Rosen.

Kapuzinerkresse gedeiht auch an nährstoffarmen StandortenAußerdem ist die Kapuzinerkresse ein gefundenes Fressen für die Raupe des „Großen Kohlweißlings“. Die Raupen fressen riesige Löcher in die Blätter der Pflanze und vergiften

sie zusätzlich mit ihren Exkrementen. Bei befallenen Pflanzen können die Raupen mit der Hand entfernt werden, auch der Einsatz von Schlupfwespen ist oftmals hilfreich. Beifuß und Anis mögen die Raupen dagegen überhaupt nicht: Das Pflanzen dieser Arten in der unmittelbaren Nachbarschaft kann also dazu beitragen, dass die lästigen Raupen fernbleiben.

Verschiedene Arten der Kapuzinerkresse
  • Tropaeolum majus: Die Triebe können bis zu drei Meter lang werden, die Blüten erreichen einen Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern.
  • Tropaeolum peregrinum: Sie entfaltet herrliche, gelb gefranste Blüten und kann besonders gut klettern.
  • Tropaeolum majus nanum: Sie bleibt niedrig (30 Zentimeter), wächst schön buschig und ist daher für Kübel besonders gut geeignet.
Die Verwendung

Blätter und Blüten sind essbar und haben einen leicht scharfen Geschmack. Sie können für Salate, Soßen, Eierspeisen und als Dekoration für Desserts eingesetzt werden.