Gemeiner Schneeball - Pflanzen, Pflege und Schneiden

Gemeiner Schneeball - Pflanzen, Pflege und Schneiden Der Gemeine Schneeball wird auch als gewöhnlicher Schneeball bezeichnet und trägt die lateinische Bezeichnung Viburnum opulus. Er ist auch unter den Namen Herzbeer oder Drosselbeerstrauch bekannt und zählt in die Familie der Moschuskrautgewächse. Er zählt zu den Ziergehölzen und in Eurasien verbreitet.

Der Gemeine Schneeball ist ein sommergrüner Strauch mit Höhen zwischen 1,50 Meter und 6 Metern. Er zeigt folgende Besonderheiten:
  • grün-braune Rinde
  • später gelb bis rotbraune Rinde
  • Laubblätter mit grünem bis rotem Stiel
  • Blattrand gezahnt
Die Blüten des Gemeinen Schneeballs können je nach Sorte unterschiedlich aussehen. Sie

erscheinen nach den Blättern zu unterschiedlichen Zeiten, die in China zwischen Mai und Juni liegen und in Mitteleuropa zwischen Mai und August. Am Strauch entstehen Blütendolden, die einen Durchmesser von 5-12 cm haben können. Im Winter trägt der Gemeine Schneeball leuchtend rote Früchte, die eine beerenähnliche Steinfrucht sind. In Mitteleuropa reifen die Früchte von August bis November und in China zwischen September und Oktober. Sie färben sich von Gelb nach Rot.

Achtung: Der Gemeine Schneeball ist für den Menschen eine Giftpflanze in allen Teilen!

Auch wenn sich widersprüchliche Angaben finden lassen, was die Giftigkeit angeht, sollten die Beeren vor allem in Gärten, die Kinder benutzen, entfernt werden. Die am häufigsten gepflanzte Sorte ist der Gemeine Schneeball „Roseum“, der auch unter der Bezeichnung Garten-Schneeball bekannt ist. Die Blüten dieses Strauches können einen Durchmesser von 8 cm erreichen, sind weiß und werden rosa, wenn sie verblühen. Dieser Schneeballstrauch bildet allerdings keine schönen roten Früchte im Herbst.

Gemeinen Schneeball pflanzen

Der Strauch kann eine breite Form erreichen, die im ausgewachsenen Zustand eine Höhe von bis zu 4 Metern erreichen kann. Er erreicht eine Breite von 175-250 cm und wächst mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 cm im Jahr. Wenn er im Mai bis Juni seine schönen weißen Blütenbälle zeigt, betört er nicht nur mit seinem Aussehen, sondern auch mit dem leichten Duft. Später, wenn die Früchte ausgebildet werden, zeigt der gemeine Schneeball leuchtend rote Perlen. Das Laub des Strauches wird ebenso orange-rot und beeindruckt damit den Betrachter. Vögel mögen die Beeren des Strauches sehr gerne, für sie sind sie auch nicht giftig. Diese Attribute sollten berücksichtigt werden, wenn der Gemeine Schneeball in den Garten gepflanzt wird. Er bietet rund um das Jahr einen schönen Anblick, den man sicher gerne von Wohnzimmerfenster aus genießen möchte. Tipp: In einem Bauerngarten oder naturnahen Garten sieht der Gemeine Schneeball sehr gut aus!

Standort für den Gemeinen Schneeball

Die weitere Bezeichnung für den Gemeinen Schneeball „Wasserschneeball“ zeigt die Vorliebe für einen feuchten Standort. Er wird nicht nur als Strauch im Gartenbeet gepflanzt, sondern kann auch zu einer hecke geschnitten werden. Der Standort sollte auf jeden Fall ein sonniger Standort sein. Wenn es nicht anders einzurichten ist, kann der Gemeine Schneeball auch in den Halbschatten gesetzt werden. Bei zu viel Schatten verliert er jedoch alle Blüten und wächst nicht gerade üppig. Im Schatten kann er außerdem seine Widerstandskraft nicht voll entfalten. Der Boden sollte feucht sein und kann auch einen lehmigen Anteil haben.

Der Gemeine Schneeball benötigt ausreichend Wasser, vor allem im Sommer. Deshalb sollte er in die Bewässerung des Gartens mit einbezogen werden. Manche Gartenbesitzer sind der Meinung, dass ein solcher Strauch kein zusätzliches Wasser benötigt, was aber

ein Irrtum ist. Besonders wenn er gerade eingepflanzt wurde, ist der Wasserbedarf noch etwas höher. Ebenso sollte in sonnigen Lagen und bei heißem Wetter
am Abend eine Portion Wasser gegeben werden. Schöne Sorten für den Schneeball sind:
  • Viburnum opulus „Aureum“
  • Virnum opulus „Compactum“ (Zwergschneeball)
  • Viburnum opulus „Notcutts Variety“ (Zwerggehölz)
  • Viburnum X bodnantense (Winterschneeball)
  • Viburnum x burkwoodii (Osterschneeball)
Gemeinen Schneeball pflanzen

Wenn ein neuer Gemeiner Schneeball gepflanzt werden soll, sollte man dazu das Frühjahr nutzen. Bis zum nächsten Winter kann er genügend Wurzeln ausbilden, um dann sein Wasser aus der Erde ziehen zu können. Die Stelle, wo er gepflanzt werden soll, sollte ausreichend Platz zu den Nachbarpflanzen haben. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte mindestens ein halber Meter Platz sein. Der Gemeine Schneeball wächst ebenso in die Breite wie in die Höhe. Auch wenn man eine Schneeballhecke wachsen lassen möchte, ist ausreichender Abstand zur nächsten Pflanze wichtig. Es dauert nicht lange und dann sind die Lücken dazwischen geschlossen.

Auch als Kübelpflanze ist der Gemeine Schneeball auf der Terrasse sehr beliebt. In einen ausreichend großen Kübel gepflanzt erfreut er den Blick während des ganzen Jahres. Auch hier gilt natürlich ganz besonders, für eine ausreichende Bewässerung zu sorgen.

Gemeinen Schneeball schneiden

Ob der im Garten oder auf der Terrasse im Kübel steht, der Gemeine Schneeball sollte auch geschnitten werden. Im späten Frühjahr, wenn die Blüten verwelkt und entfernt sind, kann er zurückgeschnitten oder ausgelichtet werden. Die beste Zeit dafür ist der Juni. Die alten Zweige sollten dann das Opfer der Schere werden, möglichst bevor die neuen Triebe ausgebildet werden.

Pflege der Pflanze

Um einen weiteren Strauch des Gemeinen Schneeballs in seinem Garten oder im Kübel zu nutzen, muss nicht eine Neue gekauft werden. Die Vermehrung kann durch Stecklinge im Sommer, die bewurzelt werden, oder durch Absenker bzw. Wurzelausläufer erreicht werden. Der Gemeine Schneeball ist pflegeleicht und bis auf den Rückschnitt muss man ihn nicht besonders verwöhnen. Er kann aber ebenso wie andere Pflanzen das Opfer von Schädlingen werden. Besonders Blattläuse sind darauf erpicht, sich auf ihm niederzulassen. Manchmal kann das so stark sein, dass die Blütenbildung in Gefahr ist. Ohne eine Bekämpfung mit den entsprechenden Mitteln könnten nicht nur die Blüten vernichtet werden, auch das Laub kann verkrüppeln.

Wissenswertes zum Gemeinen Schneeball in Kürze

Der Gemeine Schneeball gehört wohl zu den beliebtesten Blütenheckenpflanzen, die man in den deutschen Gärten finden kann. Ihr Duft ist betörend und nicht zuletzt deswegen wird sie häufig gepflanzt. Die weißen Blüten sehen wirklich aus, wie Schneebälle, deshalb ist der Name besonders treffend. Die Blüten erscheinen im Mai bis Juni. Danach bilden sich kleine roten Beeren, die sogar essbar sind.

In vielen Ländern werden die Beeren zu Marmelade und zum Saft verarbeitet. Roh, zerdrückt und mit etwas Honig gesüßt helfen sie sogar bei Erkältungskrankheiten. Die Früchte erscheinen an der Pflanze im August/September. Für den Verzehr sind nur reife Früchte geeignet. Unreife Früchte enthalten, genau so wie Blätter und Rinde der Pflanze giftige Glykoside, sowie Viburnin.
  • Den Gemeinen Schneeball erkennt man an ihren ahornblattähnlichen Blättern. Der Wollige Schneeball hat ovale, feingezackte Blätter, die zudem auch leicht behaart sind. Daher der Namel.
  • Der Gemeine Schneeball bevorzugt leicht feuchte Lehmböden, im Gegensatz hierzu freut sich der wollige Schneeball eher über etwas trockeneren, humosen Boden.
  • Sonnige bis halbschattige Standorte sind ideal. Der Strauch lässt sich relativ leicht durch halb verholzte Stecklingen vermehren.
  • Nur der Gemeine Schneeball trägt rote Früchte. Die Beeren von anderen, ausländischen Schneeballarten haben eher eine schwarze Farbe, wenn sie reif sind.
  • Unreife Beeren verursachen Erbrechen und Durchfall, hiervon sind häufig Kinder betroffen, die von den unreifen Früchten naschen.
  • Die Essenz, die man aus den Blättern und der Rinde gewinnen kann, verwendet man in der Homöopathie gegen Beschwerden der Regelblutung.
  • Die Zweige des Schneeballs sind sehr flexibel und biegsam, deshalb sind sie ideal zum Flechten. So findet Schnittgut in der Bastelzeit (Herbst) weitere Verwendung.
  • Besondere Pflege benötigt die Pflanze nicht. Sie ist sehr anspruchslos, wenn sie an den richtigen Standort gepflanzt wird.