Mango (Mangifera indica) - Pflanze, Anzucht, Pflege

Mango (Mangifera indica) - Pflanze, Anzucht, Pflege

Mangos sind bei uns als Früchte bekannt, über Mangobäume und ihre Anzucht wissen allerdings die wenigsten Pflanzenliebhaber Bescheid. Die Mango ist immergrün und kann in ihrer Heimat (Indien und Burma) bis 30 m hoch werden.

Bei uns werden die Pflanzen im Kübel kultiviert und bei weitem nicht so groß. Allerdings können sie sehr alt werden, bis zu mehreren hundert Jahren. Die Früchte werden in Kübelhaltung nicht so groß, sie erreichen maximal Birnen- oder Grapefruitgröße. Man unterscheidet zwei Arten von Mangobäumen, indische und philippinische. Die indischen Bäume haben

gelb-rötliche Früchte, die philippinischen bleiben dagegen grün.

Standort

Der Standort sollte sonnig sein. Wichtig zu beachten ist, dass die Pflanzen langsam an die Sonne gewöhnt werden müssen. Das ist dann zu beachten, wenn man sie im Sommer ins Freie bringt und besonders bei Jungpflanzen. Mangos mögen es gern warm, zumindest im Sommer. Sie kommen gut mit einem trockenen Standort zurecht. Auch eine niedrige Luftfeuchtigkeit wird toleriert. Lieber ist den Pflanzen aber eine hohe Luftfeuchte.

Pflanzsubstrat

Wichtig ist, dass das Pflanzsubstrat durchlässig ist. Außerdem ist es günstig, wenn es leicht sauer ist. Ältere Pflanzen mögen auch leicht lehmige Erde.

Gießen und Düngen

Mangobäume mögen kein kalkhaltiges Wasser. Dieses bringt sie auf Dauer um. Wie viel man gießen muss, hängt von der Anzahl der Blätter ab. Je mehr Blätter, um so mehr Wasser wird verdunstet und muss wieder zugeführt werden. Gedüngt werden muss nicht.

Überwintern

Wenn es ausreichend hell ist, können junge Mangobäumchen im beheizten Zimmer überwintern. Größere Kübelpflanzen dagegen stehen in einem frostfreien und hellen Raum am besten. Je wärmer er ist, um so heller muss er sein. Auch Jungpflanzen überstehen kurzfristig Temperaturen um den Gefrierpunkt. Am Tag muss es aber warm sein.

Schneiden

/>Ab einer Größe von 2 Metern schneidet man die Krone, um den Astwuchs zu beschleunigen. Ansonsten wird geschnitten, um eine reichere Ernte zu erzielen. Der Sinn ist, dass auch ins Innere der Krone ausreichend Licht und Luft gelangt und man gut an die Früchte kommt. Geschnitten wird hierzu im Winter, wenn die Früchte geerntet sind, am besten Ende Dezember. Zur Not kann man auch noch vor der Blüte, bis Mitte Mai schneiden. Als erstes entfernt man die tief hängenden Äste. Dann wird ausgelichtet. Außerdem müssen tote oder kranke Äste herausgeschnitten werden.

Anzucht

Zur Anzucht verwendet man den Samen einer richtig reifen Mango. Diese in Europa zu bekommen ist schwierig, bisweilen unmöglich. Besser man bringt sich eine Frucht aus dem Urlaub mit. Der Samen der Frucht ist ziemlich groß und wird von einer Hülle geschützt. Diese sollte nicht verletzt werden, also Vorsicht mit dem Messer bei der Entfernung des Fruchtfleisches. Alle Fruchtfleischreste müssen beseitigt werden. Gut geeignet dazu ist eine Wurzelbürste.

Die Keimzeit beträgt 4 bis 12 Wochen und ist abhängig von der Bodentemperatur. Je höher diese ist, um so früher kommt es zur Keimung. Wichtig ist auch das passende Pflanzsubstrat. Es sollte locker, nährstoffarm und keim- und pilzfrei sein. Geeignet sind Cocos-Substrat, Torf oder spezielle Anzuchterde. Das Pflanzgefäß muss wegen der Größe des Samens recht groß sein. Man befüllt es zuerst mit einer Drainageschicht aus Blähton oder

Tonscherben und danach mit dem Pflanzsubstrat, bis etwa 3 cm unterhalb vom Rand des Gefäßes. Da hinein legt man den Kern, mittig und flach und füllt die fehlenden Zentimeter noch Substrat auf. Dieses wird leicht angedrückt. Alles muss gut durchwässert werden. Das Substrat muss leicht feucht gehalten werden, aber niemals nass.

Das Pflanzgefäß muss warm stehen. Licht wird dagegen nicht benötigt. Temperaturen zwischen 25 und 30 ˚C sind ideal. Ein beheiztes Zimmergewächshaus ist für die Anzucht ideal. Sobald die Keimung eingesetzt hat, wird viel Licht benötigt.

Krankheiten und Schädlinge

Welkende und schwarz werdende Triebspitzen deuten auf Spinnmilben hin. Diese werden mit systemisch wirkenden Mitteln bekämpft. Die Wirkstoffe werden von der Pflanze aufgenommen. Wenn die Schädlinge Pflanzensaft saugen, nehmen sie das Gift mit auf und sterben. Die Anwendungsvorschriften sind unbedingt zu beachten.