Sharonfrüchte selbst anbauen

Sharonfrüchte selbst anbauen

Sharonfrüchte sind eine echte Köstlichkeit, und auch in gesundheitlicher Hinsicht sind die schmackhaften Früchte in jedem Fall zu empfehlen. Denn sie sind reich an den Vitaminen A, C und E.

kaki_flAuch Eiweiß und Calcium sind in vergleichsweise großen Mengen enthalten. Wahre Genießer wissen natürlich vor allem den einzigartigen Geschmack knackiger Sharonfrüchte zu schätzen. 

Der gehaltvolle „Mix“ aus birnen-, pfirsich- und aprikosenartigem Aroma bietet jede Menge Möglichkeiten, schmackhafte Gerichte und Snacks aus Sharonfrüchten herzustellen. Bei Sharonfrüchten handelt es sich um rundliche, tomatenähnliche Früchte, die

über eine glänzend-rote, manchmal orange oder auch gelbe Schale verfügen. Diese kann man sogar ohne weiteres mitessen. Besonders lecker schmecken sie übrigens, wenn sie innen fest und knackig sind.

Kakis oder doch Sharonfrüchte?

Die Früchte selbst, die im Allgemeinen auch unter der Bezeichnung „Kakis“ bekannt sind, werden in erster Linie in Israel und Brasilien angebaut, aber auch in Japan, Italien und Spanien sind sie beheimatet. Fakt ist, dass Sharonfrüchte im Gegensatz zu Kaki ein wenig „kantiger“ geformt sind. Letztere wiederum schmecken gerade dann besonders gut, wenn sie innen sehr weich sind. Somit können Sharonfrüchte problemlos wie Äpfel oder Birnen auf der Hand gegessen werden. 

Kaki sollte man aufgrund ihres leicht geleeartigen Fruchtfleisches vorzugsweise mit dem Löffel genießen. Beide passen hervorragend zu Eis- und Quarkspeisen, aber auch zu Sorbets, Puddings, Torten und Salaten. Im Gegensatz zu Kaki, die
nach Möglichkeit sofort frisch verzehrt werden sollten, ist es bei Sharonfrüchten Usus, dass sie noch unreif geerntet und dann eine Weile ruhig gelagert werden. 

Eine Frucht – viele (geschmackliche) Vorzüge

Warum bis nach Japan, Israel und Co. reisen, wenn es doch auch einfacher möglich ist, häufiger mal in den Genuss der beliebten Sharonfrüchte zu kommen? Denn selbst wenn der Lebensmittelhandel in diesem Zusammenhang wahrhaft viel zu bieten hat, so sind Früchte, die selbst herangezüchtet wurden, in der Regel weitaus leckerer. 

Besonders erfolgreich wird der Anbau von Sharonfrüchten, wenn der Samen frisch aus der Frucht kommt. Dieser sollte vor der weiteren Verwendung möglichst vorsichtig und sorgfältig gereinigt werden, um dann einige Tage lang in kühler Umgebung zu lagern. Beste Bedingungen sind gewährleistet, wenn der Samen während dieser Zeit in feuchtem Substrat aufbewahrt wird. Auf diese Weise erhält der Samen die ideale Nährstoffgrundlage, um auch nach dem Einsäen widerstandsfähig und kraftvoll zu werden. 

Ein wenig Geduld ist auch gefragt…

kaki2_flWenn der Samen beginnt zu keimen, empfiehlt es sich, ihn in einen kleinen Topf aus Pappmaché, welcher mit nährstoffreicher Blumenerde bzw. Humus angefüllt ist, einzusetzen. Das Saatgut sollte natürlich nicht fest angedrückt, sondern stattdessen in ein kleines Erdloch in der Mitte des Töpfchens platziert werden. 

Die Blumenerde sollte stets (leicht) feucht gehalten werden, sodass der Keimling jederzeit gut mit Feuchtigkeit versorgt ist. Mit einer Sprühflasche kann bei Bedarf Wasser zugeführt werden; mit einer Gießkanne zu gießen könnte den kleinen Keimling möglicherweise beschädigen. Der Topf sollte niemals der prallen Sonne ausgesetzt werden, sondern an einem halbschattigen Standort positioniert werden. Idealerweise kann das Saatgut auch in einem (Mini-)Wintergarten oder in einem Kalthaus gelagert werden, da

hier ideale „Klimabedingungen“ herrschen. 

Erfahrene Gartenfreunde raten, die Jungpflanze nicht allzu früh ins Freibeet zu geben, sondern dem Gewächs lieber eine verlängerte Ruhephase zu gönnen. Dadurch kann die Größe der Früchte zum Teil immens gesteigert werden. Wissenswert ist, dass die Qualität der selbstgezogenen Sharonfrüchte nur bedingt an die Produkte vom Gemüsehändler heranreicht. Wer allerdings beste Geschmacks- und Qualitätsergebnisse wünscht, sollte statt der Aufzucht durch Saatgut auf veredelte Pflanzen zurückgreifen.