Zierbanane (musa banana) - Pflege, Überwintern, braune Blätter

Zierbanane (musa banana) - Pflege, Überwintern, braune Blätter

Es gibt eine große Auswahl an Zierbananen, die bei uns angeboten werden. Zur Gattung der Zierbananen gehören über 100 verschiedene Arten. Der Name Zierbanane stammt daher, dass die Pflanzen keine essbaren Früchte hervorbringen.

bananenbaum_flLeider stimmen die Namen auf den Pflanzetiketten oft nicht.

Gerade in Baumärkten angebotene Zierbananen werden unter anderem Namen verkauft. Das ist oft sehr irreführend.

Zierbananen können mehrere Meter groß werden. Die im Handel erhältlichen Exemplare sind aber meist so

gezüchtet, dass sie deutlich kleiner bleiben. Sie eignen sich gut als Kübelpflanzen.

Standort

Am besten für die Zierbanane geeignet ist ein sonniger Standort. Sie kann ruhig in ein Südfenster gestellt werden, sollte aber erst langsam an die Sonne gewöhnt werden. Das ist auch der Fall, wenn man die Pflanze im Sommer ins Freie bringt. Generell wird Sonne vertragen, aber erst nach einer Eingewöhnungszeit im Schatten, dann im lichten Schatten und der Morgen- bzw. Abendsonne kann man die Zierbanane der vollen Sonne aussetzen. Wichtig ist, dass der Standort im Garten windstill ist oder gut windgeschützt. Durch zu viel Wind nehmen die Blätter der Zierbanane Schaden, sie „zerfleddern“. Das schadet der Pflanze zwar nicht, aber ihrer Optik.

Pflanzsubstrat

Als Pflanzsubstrat kann man Einheitserde nutzen. Besser ist ein humoses, wasserdurchlässiges Substrat. Günstig ist eine Drainageschicht am Topfboden.

Gießen und Düngen

Die Erde muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Zu nass darf sie dagegen nicht sein. Zwischen den Wassergaben lässt man die Oberfläche des Pflanzsubstrates gut abtrocknen. Im Winter sind die Wassergaben abhängig von der Temperatur. Je kühler überwintert wird, um so weniger wird gegossen.

Zierbananen mögen es, wenn sie regelmäßig mit weichem
Wasser besprüht werden. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit und sorgt dafür, dass die großen Blätter nicht so einstauben.

Überwintern

Die Überwinterung der Zierbanane erfolgt hell und bei Temperaturen, die um die 16 bis 18 ˚C liegen. Gegossen wird nur mäßig, so dass das Pflanzsubstrat nicht austrocknet. Gedüngt wird nicht.

Auspflanzung

Es gibt Gärten in Deutschland, in denen stehen ganzjährig Bananenstauden. Dabei handelt es sich um richtige Bananen, aber auch um einige Zierbananen. Eine Auspflanzung ist nur in Gegenden mit milden Wintern möglich. Die Pflanzen müssen aber trotzdem zusätzlich geschützt werden. Das ist bei großen Exemplaren oft ziemlich aufwändig.

Zierbananen im Pflanzkübel können dort ebenfalls draußen überwintert werden. Der Kübel sollte nah an einer warmen Hauswand stehen und vor allem vor Wind geschützt. Günstig ist, auch die Blätter vor der starken Wintersonne zu schützen. In jedem Fall sollte der Pflanzkübel nicht direkt auf dem kalten Boden stehen. Man packt eine oder besser zwei Styroporplatten darunter und wickelt dickes Vlies um den Kübel. Man kann auch Maschendraht verwenden und innen mit vielen Blättern ausstopfen, Hauptsache die Erde und die Wurzel frieren nicht ein.bananenbaum2_fl

Vermehren

Vermehrt wird die Zierbanane durch Kindl oder Tochterpflanzen. Diese kann man recht einfach von der Mutterpflanze abtrennen. Man  muss darauf achten, nach Möglichkeit etwas von dem Rhizom der Mutterpflanze mit abzutrennen. Das hilft bei der Bewurzlung. Auch wenn man

die Kindl nicht zur Vermehrung benötigt, sollten sie nicht wachsen dürfen. Man trennt sie ab, damit sie der Mutterpflanze nicht zusätzliche Kraft kosten und sie schwächen.

Zierbananen kann man auch aus Samen ziehen.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn gleichzeitig mehrere Blätter braun werden, liegt das oft daran, dass Schädlinge die Zierbanane befallen haben. Meist sind es Spinnmilben. Außerdem kann die Wurzel durch falsche Pflege, in der Regel ist es  zu viel Wasser,  geschädigt sein. Sie beginnt dann zu faulen. Da hilft meist nur noch Umtopfen und faulende Wurzelteile entfernen.

Wenn Spinnmilben einfallen ist das oft ein Zeichen, dass es der Banane nicht gut geht, denn die Schädlinge befallen bevorzugt geschwächte Pflanzen. Man muss also sehen, wo „der Schuh drückt“ und den Fehler beheben. Gegen die Insekten helfen systemisch wirkende Mittel, die von der Pflanze aufgenommen werden. Wenn die Spinnmilben den Pflanzensaft aussaugen, nehmen sie die Giftstoffe mit auf und verenden.