Gartenjasmin - Pflege, Standort und Schneiden

Gartenjasmin - Pflege, Standort und Schneiden Jasmin, arabischerDer Gartenjasmin ist speziell als Zierpflanze wegen der strahlend weißen Blütenpracht äußerst beliebt und aus der Familie der Hortensiengewächse. Die unterschiedlichen Sorten des Gartenjasmins eignen sich im Besonderen bei Kleingärten als duftende Hecke. Der in unseren Breiten verbreitete Gartenjasmin ist auch als Pfeifenstrauch (Philadelphus) oder 'Falscher Jasmin' bekannt und blüht an seinem Diesjahrestrieb (Neutrieb). Der 'Echte Jasmin' kommt hierzulande lediglich in Kübeln vor.

Der optimale Standort für den Gartenjasmin

Der Gartenjasmin ist grundsätzlich

für sämtliche kultivierten Gartenböden geeignet. Er bevorzugt jedoch einen halbschattigen bis sonnigen Standort mit leichten trockenem bis zu feuchtem Erdboden. Der Gartenjasmin ist sommergrün mit einer Wuchshöhe von einem bis zu fünf Metern, wobei die Unterart sowie eine eventuelle Kreuzung ausschlaggebend ist. Je nach Temperaturen und der jeweiligen Sorte erreicht er eine Blütezeit von etwa Mitte Mai bis Ende Juli. Soll der Gartenjasmin auf einem Tonboden gepflanzt werden, ist es empfehlenswert eine Drainageschicht anzulegen, um unerwünschter Staunässe entgegenzuwirken.

Regelmäßige Pflege und Düngung

Für eine Düngung ist das Mulchen mittels Torf von April bis in den Mai empfehlenswert. Da der Gartenjasmin über einen starken Wuchs verfügt, besitzt er auch einen erhöhten Nährstoffbedarf. Aus diesem Grund sollte er während der Vegetationsphase etwa jede zweite Woche gedüngt werden. Da der Gartenjasmin sehr genügsam ist, eignet er sich im Besonderen als Einsteigerhecke. Es sollte zudem auf folgende Schädlinge und Krankheiten geachtet werden:
  • Zinnoberroter Pustelpilz
  • Blattläuse
  • Echter Mehltau.
Um sich an einem dauerhaften Blütenflor des Gartenjasmins zu erfreuen, sollten die welken Blütenstände regelmäßig entfernt werden, sodass ein neuer Knospenaustrieb angeregt wird. Damit die Blüten sich nicht ausschließlich auf die Triebenden konzentrieren, sollte der Gartenjasmin zudem einmal im Gartenjahr ausgelichtet werden. Hierbei findet das Stutzen bei Austriebsbeginn im zeitigen Frühling (Anfang Februar bis in den März) statt. Der Jasmin verträgt normalerweise jede Schnittart ausgezeichnet und treibt selbst nach starkem Rückschnitt stets wieder kraftvoll aus.

Die Vermehrung mittels Stecklinge sowie Absenker

Der Gartenjasmin lässt sich am besten mittels Stecklinge (Kopfstecklinge) sehr einfach vermehren. In Anzuchterde oder Wasser bewurzeln die Triebe sehr schnell. Die Umgebungstemperatur sollte dabei
etwa milde 20 Grad Celsius betragen. Des Weiteren ein Bewurzeln mittels Absenker erfolgen:
  • hierbei wird ein Trieb in Bodennähe ausreichend mit Erde bedeckt
  • ist dieser ausreichend bewurzelt wird er von der Hauptpflanze abgetrennt und umgepflanzt.
Soll der pflegeleichte Gartenjasmin seine Kletterfreudigkeit beweisen, ist eine Rankhilfe unverzichtbar. Hierfür eignet sich ein Rosenbogen oder ein klassisches Spalier.

Der optimal angepasste Schnitt für den Gartenjasmin

Soll der Gartenjasmin lediglich verkleinert werden oder soll der Schnitt zum Blühen anregen?
  • Soll seine Größe bestehen bleiben, werden ausschließlich sämtliche Seitentriebe direkt an ihrem Ansatz radikal gekappt, welche vom Haupttrieb abzweigen. So werden etliche kräftige Blütentriebe neu gebildet.
  • Soll der Gartenjasmin verjüngt werden, kann das Gewächs kräftig gekürzt werden. Da er jeden Schnitt verträgt, treibt der Jasmin auch wieder willig aus.
  • Optimal ist hierfür der Rückschnitt um etwa zwei Drittel.
  • Diese Kürzung kann ebenso bodennah erfolgen, wobei es natürlich eine Weile dauert, bis ein ansehnlicher Busch neu gewachsen ist.
  • Ohne jeglichen Rückschnitt wird der Gartenjasmin blühfaul, da dann nur die frischen Triebe Blüten aufweisen.
  • Der Schnitt sollte frühestmöglich erfolgen,

    da sich so auch recht früh eine bezaubernde duftende Blütenpracht zeigt.
  • Ein Auslichtungsschnitt schafft ausreichenden Platz für Jungtriebe.
  • Erfolgt der Schnitt auf einer kreisförmigen Basis, bekommt der Strauch eine natürliche Optik.
Beim Beschneiden des Jasmins ist das Tragen von Gartenhandschuhen empfehlenswert, da der Milchsaft des Strauches eventuell Hautreizungen verursacht.

In Kürze
  • Höhe: 1,5 - 9 m
  • Blüte zu jeder Jahreszeit
  • Gewöhnlicher, gut durchlässiger Boden
  • Warmer, geschützter Standort
  • winterhart oder frostempfindlich, sommer- oder halbimmergrün
Die Klettersträucher der Gattung Jasmin verdanken ihre Beliebtheit zierlichen Blüten, die zum Teil sehr wohlriechend sind. Nur der Winterjasmin (J. nudiflorum) ist sicher winterhart, jedoch friert auch er in kalten Wintern stark zurück.

Beliebte Arten

Jasminum humile, ein immergrüner oder fast immergrüner Strauch, wird bis zu 1,5 m hoch und trägt gelbe Blüten.

Jasminum nudiflorum, der Winterjasmin, ist ein winterharter, sommergrüner Strauch, der an Wänden gezogen wird und sich bis zu 3 m hoch streckt. Seine hellgelben Blüten erscheinen zwischen Spätherbst und Frühjahr an den langgestreckten Zweigen.

Jasminum officinale, der Echte Jasmin, ist eine nicht winterharte, sommergrüne Art, die nur in sehr milden Regionen gedeiht. Seine rankenden Zweige sind vom Frühsommer bis in den Herbst hinein mit duftenden Blüten bedeckt.

Kultur

Die Sträucher werden zwischen Herbst- und Frühjahrsmitte in normalen Boden an einen warmen, geschützten Platz gepflanzt oder in Kübel kultiviert. J. nudiflorum ist mit jedem Standort zufrieden.
Bei J. nudiflorum schneidet man die Blütentriebe nach dem Abblühen bis auf wenige Zentimeter über der Basis zurück.

Vermehrung

Zwischen Frühherbst und Herbstmitte durch Absenker, die man ein Jahr später abtrennt.

Schädlinge und Krankheiten

Junge Triebe sind durch Blattläuse gefährdet, Wollläuse können Blätter und Stängel mit weißer Wachswolle überziehen.