Lorbeerbaum - Pflege, Schneiden, Überwintern

Lorbeerbaum - Pflege, Schneiden, Überwintern

Der Lorbeerbaum (Laurus) ist ein bis zu 12m hoch und fast ebenso breit werdendes Gehölz, welches von März bis Juni leicht duftend blüht und danach schwarze Früchte trägt (bei in Form geschnittenen Exemplaren bilden sich selten Blüten).

Der Lorbeerbaum wächst langsam und lässt sich durch Schnitt gut im Zaum halten, weswegen er besonders für die Kübelbepflanzung besonders beliebt ist. Ausgepflanzt ist er in milden Gegenden winterhart, kann unter sehr guten Bedingungen allerdings sehr groß werden mit breit ausladender Krone. Daher ist er ungeschnitten und ausgepflanzt nur für große gärten geeignet. In

Kübeln erreicht er maximal eine Höhe von 4m.

In Form geschnittene Lorbeerpflanzen geben dem Garten Struktur und bringen im Winter Farbe ins Spiel.

Standort

Der Lorbeerbaum ist ein Sonnenanbeter und bevorzugt daher ein vollsonniges Plätzchen. Halbschatten wir notfalls toleriert. Vor allem noch junge Pflanzen sollten vor kalten Winden geschützt werden.

Er kommt mit jedem normalen Boden gut klar, solange dieser nährstoffreich ist. Gerne mag er in den Sommermonaten eine gleichbleibende Feuchte, wobei kurzzeitige Trockenphasen verkraftet werden. Nur bei Staunässe reagiert er empfindlich.

Der Lorbeerbaum passt hervorragend in ein mediterranes Beet.

Pflege

Vor allem im Kübel gehalten liebt der Lorbeerbaum im März eine Düngung mit Jauche oder frischem Kuhfladen. Mit etwas Wasser verdünnter getrockneter Kuhmist wird ebenfalls dankend angenommen. Bis August benötigt der Starkzehrer dann eine wöchentliche Düngung.

Die Erde sollte im Sommer gleichmäßig feucht gehalten werden, wobei Staunässe nicht gut vertragen wird.
Topfpflanzen werden alle 3 bis 4 Jahre in einen nur wenig größeren Kübel gesetzt. Das Umtopfen ist erst notwendig, wenn die Erde voll durchgewurzelt ist. Ältere Pflanzen sind für kleine Lehmgaben unter die Erde gemischt dankbar.

Schneiden

Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, kann bei Bedarf aber erfolgen, da der Lorbeerbaum sehr schnittverträglich ist. Er eignet sich auch hervorragend für den Formschnitt.

Die Pflanzen können gut als Hochstämmchen gezogen werden. Besonders beliebt ist es, Lorbeer-Hochstämmchen mit zur runden Kugel geschnittener Krone im Eingangsbereich in schönen Kübeln zu stellen. Dazu die Pflanze oben kappen, wenn sie die gewünscht Höhe ein wenig überschritten hat. Die unerwünschten Seitentriebe am Stamm werden komplett entfernt. Die Krone lässt sich am besten nach Augenmaß in eine runde Form bringen. Hat man sich mal total
verschnitten, kann man notfalls sogar die gesamte Krone abschneiden. Es werden schnell neue Triebe gebildet, die dann erneut in die gewünschte Form gebracht werden können. Auch wenn sie anfangs ein wenig ungleichmäßig aussehen wird, ändert sich das schnell nach weiterer Bildung von Neutrieben.

Die beste Schnittzeit ist einmal das Frühjahr und dann der Spätsommer. Beim Schnitt sollte darauf geachtet werden, möglichst keine Blätter zu zerteilen, denn diese werden braun, was optisch nicht ansprechend aussieht.

Überwintern

Ausgepflanzt ist der Lorbeerbaum in warmen Gefilden und nicht sehr strengen Temperaturen winterhart, wenn er erst einmal richtig angewachsen ist. Wobei vor allem noch junge Pflanzen für einen Schutz mit Reisig dankbar sind. Kalte Winterwinde werden von dem Baum nicht gut vertragen, davor sollte er geschützt werden. Da vor allem der Wurzelbereich empfindlich ist, bietet sich eine Bodenabdeckung mit Laub an.
Als immergrüne Pflanze benötigt er

auch im Winter leichte Wassergaben, daher sollte an frostfreien Tagen gewässert werden. Damit er nicht zu viel Wasser verdunstet empfiehlt es sich, den Lorbeerbaum mit einem Vlies bei zu viel Wintersonne leicht zu beschatten.

Die Gewürzpflanze wird meist im Kübel gehalten und sollte in dem Fall frostfrei im kühlen, hellen Keller idealerweise bei 0-6 Grad Celsius überwintern. Die ersten Fröste kann sie noch draussen bleiben, bei Permanentfrost sollte sie spätestens eingeräumt werden. Nach den Eisheiligen im Mai darf sie dann wieder nach draussen.
Im Winter wenig gießen und nach August nicht mehr düngen.

Gewürzpflanze Lorbeer

Bekannt und beliebt ist der Lorbeerbaum vor allem wegen seiner Blätter, welche gerne als Gewürz in der Küche verwendet werden. Die getrockneten ledrigen Blätter des immergrünen Baumes sollten allerdings nicht mitgegessen, sondern den Speisen nur beim Kochen für den Geschmack zugegeben werden. Besonders gerne werden sie bei Fischgerichten und reichliche Fleischspeisen genommen. Aber auch Suppen und Saucen erhalten durch sie eine besondere Note.

Die Ernte der Blätter kann ganzjährig erfolgen. Dazu werden die geschnittenen Triebe einzeln oder als Bund kopfüber in einen luftigen Raum gehängt, hierzu bietet sich beispielsweise eine Wäscheleine an. Die getrockneten Blätter werden dann von den Trieben gestreift und in einen luftdichten Behälter gefüllt. Meist werden Einweggläser genutzt, allerdings sollten diese farbig sein, da es sonst zur Oxidation kommt und die Blätter an Aroma einbüßen.

Lorbeerblätter sollen appetitanregend, verdauungsfördernd und leicht anregend wirken.

Laurus nobilis

Bekannteste und beliebteste Art des Lorbeerbaumes, die hierzulande fast ausschließlich angeboten wird. Von Natur aus kegelförmig wachsender Baum mit in dichten Büscheln sitzenden gelben Blüten im Frühjahr. Die dunkelgrünen, glänzenden Blätter gelten als besonders aromatisch. Nur alte, gut angewachsene Pflanzen können an geschützten Orten mit guter Abdeckung den Winter draussen überleben. Besser frostfrei kühl und hell überwintern lassen, wenn man Ausfälle vermeiden will.