Akebie, Schokoladenwein - Pflege von Akebia Quinata

KlettergurkeDie Akebia Quinata ist unter anderem auch unter den Namen Blaugurkenwein oder Schokoladenwein bekannt. Ihre Blätter sind sehr filigran gestaltet und die dauerhafte Laubhaftung macht sie zu einer Schlingpflanze, die gerne genutzt wird. Sie gehört zur Familie der Lardizabalaceae und zählt damit zu den Fingerfruchtgewächsen. Insgesamt sind weltweit nur fünf Arten der Gattung Akebia gezählt worden. Sie blüht im April bis Mai und die Pflanze wird bis zu 1 m breit und 10 m hoch. Sie stammt aus Asien, ist in China,

Korea und Japan verbreitet. Beim Pflanzen sollte der Abstand ungefähr die Hälfte der Wuchsbreite betragen.

Standort

Da es sich bei der Pflanze um eine tropische und hölzerne Pflanze handelt, die zudem auch klettert, benötigt sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Dort kann sie sich in ihrer vollen Höhe entfalten. Da sie mehrmals im Jahr klettert, sollte sie geschützt stehen, aber immer einen warmen Platz innehaben.

Schneiden

Das Pflanzen kann in einer normalen und durchlässigen Gartenerde vollzogen werden. In diesem Bereich ist die Akebie sehr pflegeleicht. Falls das Wachstum in den Anfangsmonaten noch sehr zurückhaltend vonstattengeht, ist dies kein Grund zur Sorge, denn in der Regel kommt eine dichte Beurlaubung der Pflanze erst nach 2-3 Jahren zum Vorschein. Dann zeigen sich die Blätter als fünf geteilt und Hand vermittelt zusammengesetzt. Auf der Oberseite erscheinen sie dunkelgrünen und die Unterseite ist blaulichtgrün gefärbt. Um das Verkahlen im unteren Bereich der Pflanze zu verhindern, kommt es oft zu Bodenausläufern.
Ein Formschnitt und die Auslichtung sind in der Praxis immer notwendig. Diese Kletterer können im frühen Frühjahr zurückgeschnitten werden, um kein überwachsen der Unterstützung zu riskieren. Die Verkabelung im Alter der Pflanzen macht es außerdem notwendig die Triebe etwa alle 2-3 Jahre zurückzunehmen. Damit bleibt der Sockelbereich erhalten und verliert nicht an Dichte.

In der Blütezeit im Frühling sind zahlreiche braun-violette Blüten zu entdecken. Sie sind dreizählig und duften zart nach Vanille. Als Trauben stehen sie zwischen den Blättern. In den Sommermonaten entwickeln sich daraus rundliche, aber abgeplattete Hülsen, welche die Samen enthalten. Wenn die Pflanze eingesetzt werden soll, bestimmte Wände oder andere Flächen zu begrünen, muss sie in regelmäßigen Abständen zurückgeschnitten werden. Damit wird man ihrer Neigung zum Wuchern gerecht.

Das Gießen

Das Gießen sollte regelmäßig und reichlich erfolgen. Auch die Temperaturen, welche die Umgebung der Pflanze ausmachen, sollten nicht zu niedrig sein. Dann kann man an der Pflanze auch bis in den Winter hin Freude haben. Wird die Pflanze in einem milden Klima eingebaut zeigt sich das Laubwintergrün. Da die Pflanze unter Umständen gegen frostresistent ist, sollte die sie dazu geschützt werden. Besonders junge Pflanzen aber auch Rausstandorte erfordern unbedingt einen Winterschutz.

Nutzung

Die ersten Blüten tauchen erst nach fünf Jahren auf. Diese stehen dann als Trauben angeordnet aneinander. Weibliche Blüten sind an ihrer violett- braunen Färbung zu erkennenden, die männlichen sind rosa gefärbt. Immer sind männliche und
weibliche Blüten voneinander getrennt zu beobachten. Der Duft nach Vanille erfüllt die Umgebung der Pflanze. Die Früchte sind in den Monaten September und Oktober zu erkennen. Sie werden bis zu 15 cm

Und können sogar verspeist werden. Dabei kommt ihr sichtlicher Geschmack zum Vorschein. Die Blätter werden aber auch als Tee genutzt.

Boden

SchokoladenweinDer Boden, auf dem die Pflanze eingesetzt wird, sollte nährstoffreich und tief genug sein. Weiterhin ist eine gute Drainage empfehlenswert. Genutzt werden kann ein Mix aus zwei Dritteln Universalerde und einem Drittel Flusssand. Dies kann auch in einem Topf vollzogen werden. Allerdings sollte man die schnelle und mächtige Wurzelentwicklung berücksichtigen, so dass der Topf ziemlich groß sein sollte.

Vermehrung

Die Aussaat und Vermehrung dieser Pflanze geschieht über Senker. Da die Früchte sehr viele Samen enthalten, sollte die Aussaat von April bis Mai in Töpfe im Freien geschehen. Dann kann sie als Kletterpflanze oder auch als hängende Begrünung genutzt werden. Ideal wird den Pflanzen beim Klettern geholfen, wenn sich vertikal Strukturen anbringen lassen.

Einpflanzen und Umtopfen

Beim Einpflanzen sollte zunächst darauf geachtet werden, dass der Kopf gründlich gereinigt wurde. Übrig gebliebene Sporen von Pilzen von Pflanzen, die vorherzusehen waren, sind zu entfernen. Dann sollte über den Boden des Stoffes eine Tonscherben gelegt werden, um einen zu großen Wasserverlust zu vermeiden. Wenn es sich um einen großen Topf handelt, sollte auch eine Schicht Kiesel eingelegt werden. Eine Alternative ist die Auskleidung mit Filz. Auf keinen Fall sollten die Wurzeln im Wasser stehen, damit sie nicht verfaulen.

Die Pflanze muss in der Regel alle 2-3 Jahre gepflanzt werden. Dafür reicht bereits die Herausnahme der Pflanze im Frühjahr, bevor sie austreibt. Dann kann die alte Erde entfernt werden und derselbe Topf mit frischer Erde aufgefüllt wieder genutzt werden. Ab und an kann es auch schon genug sein, wenn nur die oberste Erde abgetragen wird.

Sollte man sich doch für das Umtopfen entscheiden, sollte dies in einem Topf geschehen, welcher nur einen gering größeren Durchmesser hat als der erstere. Sollten die Wurzeln bis dahin schon verfüllt sein, ist eine Lockerung zu diesem Zeitpunkt empfehlenswert. Dies kann mit einem scharfen Messer vollzogen werden. Damit wird das Wachstum der Pflanze wiederum angeregt. Zu beachten ist auch ein ausreichender Rand von ein bis 2 cm, damit das Wasser nicht überlaufen kann.

Krankheiten und Schädlinge

Im Allgemeinen sind keine Krankheiten der Akebie bekannt. Auch Parasiten befallen die Pflanze nicht, so dass sie als äußerst resistent zu betrachten ist.

Frucht von SchokoladenweinPflege-Tipps in Kürze:
  • Sie benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
  • Die Pflanze sollte etwas windgeschützt stehen und einen warmen Platz haben.
  • Mit normaler, durchlässiger Gartenerde ist die Akebie zufrieden.
  • Bei mildem Weinbauklima ist das Laub wintergrün. Akebien sind nur bedingt frosthart.
  • In rauen Lagen und bei jungen Pflanzen ist ein Winterschutz erforderlich.
  • Die Akebie blüht von April bis Mai. Die Blüten stehen als Trauben zusammen.
  • Die weiblichen Blüten sind violett-braun gefärbt, die männlichen sind rosa. Männliche und weibliche Blüten sind getrennt voneinander auf einer Pflanze vorhanden. Die Blüten duften leicht nach Vanille. Die Früchte reifen von September bis Oktober.
  • Sie sind bis zu 15 cm groß, essbar und haben einen leicht süßlichen Geschmack.
  • Die Blätter können als Tee verwendet werden.
  • Die Akebie wird über Senker vermehrt oder ausgesät. Die großen Früchte enthalten viele Samen, die von April bis Mai in Töpfe im Freiland ausgesät werden.
  • Sie eignet sich sowohl als Gerüstkletterpflanze als auch für die hängende (bis 2 m) Begrünung.  Als Kletterhilfen eignen sich vertikal orientierte Strukturen aus Rundprofilen dünner als 3 cm mit horizontalem Abstand ab etwa 25 cm.