Fingerblättrige Klettergurke, Akebia Quinata - Pflege


KlettergurkeDank ihrer dekorativen, dunkelgrünen Blätter ist die Fingerblättrige Klettergurke bei Gärtnern ausgesprochen beliebt, die ausgefallene Pflanzen mögen. Denn trotz ihrer Schönheit ist die Akebia Quinata in Deutschland bisher kaum verbreitet. Bei Ihrer Pflege gilt es jedoch einiges zu beachten. Lesen Sie hier, wie Sie das Klettergewächs zum Highlight Ihres Gartens machen.

Charakteristik

Die fünfblättrige Akebie erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit, auch wenn sie noch immer nicht die Verbreitung anderer Zierpflanzen erreicht hat. Unterstützt durch eine Kletterhilfe kann die

Akebie bis zu sieben, bei günstigen Bedingungen sogar zwölf Metern hoch wachsen und eignet sich deshalb besonders gut zur Fassadenbegrünung. Daneben kann sie auch hervorragend als Sichtschutz für Terrassen gepflanzt werden oder an den Rändern von Gängen und Wegen Spalier stehen. Die Herkunft der Akebia Quinata liegt in den bergigen Regionen Ostasiens. Entsprechend sollte sie auch bei uns an sonnigen Plätzen gepflanzt werden. Mit Windeinfall hat die Kletterpflanze keine Probleme, solange dieser nicht zu stark wird. Ein windgeschützter Platz tut ihr dennoch gut. Wegen ihrer Größe ist auf die Stabilität der Kletterhilfe ist zu achten. Ihre Blütezeit hat sie im Mai, wenn sie sowohl weibliche, violett braune, als auch männliche, rosafarbene Blüten trägt und einen angenehmen, aromatischen Duft versprüht. Dank ihres Geruchs trägt die Pflanze auch den Namen "Schokoladenwein". Ihre Früchte sind essbar und gelten in ihrer ostasiatischen Herkunft als besonders gesund. So wird ihnen beispielsweise nachgesagt, krebsvorbeugend zu sein.

Aussaat und Pflanzen

Der Schokoladenwein kann von April bis Mai ausgesät werden. Beachten Sie, dass die Pflanze Platz benötigt und sie deshalb einen Abstand von mindestens 50cm zur nächsten Pflanze wahren. Leider keimt der Samen nur sehr unregelmäßig, weshalb die Aufzucht insbesondere für Anfänger nicht immer zum gewünschten Erfolgserlebnis führt. Deutlich sicherer ist es da, direkt auf Setzlinge zu bauen. Diese können im Sommer in den Boden gebracht werden und weisen eine deutlich höhere Toleranz für ungünstige Umweltbedingungen auf. Achten Sie darauf, dass die Pflanze genügend Sonnenlicht bekommt und ausreichend gewässert wird. Nur so kann die Klettergurke zu ihrer vollen Schönheit heranwachsen.

Die Fingerblättrige Klettergurke wächst anfangs nur zögerlich. Frühestens nach zwei Jahren erhält sie eine dichte Belaubung, an ihren prachtvollen Blüten können sich Pflanzenliebhaber erst nach fünf Jahren erfreuen. Im warmen Klima neigt sie dazu, unterirdische Ausläufer zu bilden. Sollten Sie das vermeiden wollen, legen sie am besten eine Rhizomsperre an. Ihre Früchte erreichen ihre volle Reife erst im Oktober, sind dann aber wohlschmeckend und gesundheitsfördernd.

Standort

Die Fingerblättrige Klettergurke kommt mit jedem gewöhnlichen Boden zurecht, dennoch sind einige Punkte zu beachten:
wählen Sie einen sonnigen oder halbschattigen Standort
  • unterstützen Sie den Wuchs durch Rank- oder Kletterhilfen, etwa Stangen, Seile oder Gitter
  • Sorgen Sie für ausreichende Bewässerung, vermeiden Sie aber unbedingt Überwässerung
  • Verhindern Sie Austrocknen der Pflanze durch das Bedecken des Bodens in ihrem Umfeld mit Laub oder Rindenmulch
  • bei richtiger Pflege eignet sich die Klettergurke insbesondere für die Fassadenbegrünung, oder als Blickschutz
Pflege

akebieDer Schokoladenwein ist ausgesprochen anspruchslos und muss nicht eigens gedünkt werden. Lediglich eine ausreichende Versorgung mit Wasser muss sichergestellt sein, soll er seine wahre Pracht entfalten. Unbedingt sollte allerdings eine Überwässerung vermieden werden. Greifen Sie deshalb erst zu Gie0kanne,

wenn die obere
Schicht der Erde trocken ist. Um ein Austrocknen zu verhindern, empfiehlt es sich, den Boden ganzjährig um die Pflanze herum mit Laub oder Rindenmulch zu bedecken. So stellen Sie sicher, dass der Boden auch bei stärkerer Sonneneinstrahlung nicht zu sehr an Feuchtigkeit verliert. Um ein optimales Wachstum der Pflanze zu ermöglichen, sollte sie in einem tiefgründigen und humos haltigen Boden gepflanzt werden. Die starke Belaubung der Pflanze führt zu einer Verholzung. Um dies zu verhindern, empfiehlt es sich, die Triebe regelmäßig zu entflechten. Die Beschneidung der Akebie sollte nicht zu häufig durchgeführt werden. Etwa alle drei bis vier Jahre können die Triebe eingekürzt werden. Dann allerdings kann auch beherzt zur Sache gegangen werden, um Neuaustriebe anzuregen.

Überwintern

Die Akebie ist eine ausgesprochen anspruchslose Pflanze, was sich auch in den Erfordernissen zum Überwintern zeigt. So sind erwachsene Klettergurken durchaus Frostresistent und können so auch in unseren Breiten problemlos im Freien Überwintern. Dennoch sollten Gärtner darauf achten, dass die Pflanze bei strengen Minustemperaturen (ab-10°C und tiefer) einen Winterschutz erhält. Ist es ihr zu kalt, reagiert die Akebie mit dem Verlust von Blättern. Ist dies der Fall ist unbedingte Vorsicht geboten. Anders als erwachsene Pflanzen sollte junger Schokoladenwein im Winter geschützt werden.

Vermehren

Vermehren lässt sich der Schokoladenwein auf zweierlei Weise: Zum einen können Ableger gezogen werden, die schließlich von April bis Mai gepflanzt werden. Daneben ist es aber auch möglich, Samen aus den großen Früchten zu gewinnen. Wer auf die Methode einer schnellen Vermehrung hofft, sollte allerdings bedenken, dass die Pflanze frühesten nach fünf Jahren ihre ersten Früchte trägt. Beachtet werden sollte außerdem, dass die Sämlinge nur langsam wachsen und im Winter dringend eines Schutzes bedürfen.

Krankheiten und Schädlinge

Der Schokoladenwein ist anfällig für die gemeine Spinnenmilbe. Ansonsten ist er ausgesprochen robust und kaum anfällig für hiesige Schädlinge.

Fazit

akebie 93305354 flDie Fingerblättrige Klettergurke ist ein Newcomer in hiesigen Gärten. Dennoch weist sie alle Charakterzüge auf, die einer weiteren Verbreitung zuträglich sind. Da sie sehr pflegeleicht ist und optisch einiges her macht, ist sie eine hervorragende Alternative zum Efeu als typischer Fassadenbegrünung in unseren Breiten. Dank ihrer wohlschmeckenden Früchte bekommt sie neben den funktionalen Aspekten sogar noch den Charakter einer Nutzpflanze. Insbesondere für Gartenfreunde mit einem Hang zur Exotik ist der Schokoladenwein deshalb ein echter Geheimtipp.

Pflege-Tipps in Kürze:
  • Standort - Die Akebia bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Er sollte warm und auch windgeschützt sein.
  • Pflanzsubstrat - Empfehlenswert ist ein nährstoffreiches, sandig-humoses Pflanzsubstrat. Die Pflanze kommt aber auch mit jeder normalen Gartenerde zurecht. Wichtig ist, dass der Boden gut drainiert ist, damit nicht benötigtes Gieß- und Regenwasser abfließen kann.
  • Gießen und Düngen - Wenn die Pflanze den Sommer über ausreichend mit Wasser versorgt wurde, bleiben ihre Blätter lange erhalten. Es darf aber auch nicht zu kalt werden, dann fallen sie trotzdem ab.
  • Rankhilfen - Der starkwüchsige Schokoladenwein benötigt ein Gerüst, möglichst ein Gitter, mit waagerechten und senkrechten Streben. Ideal sind Seilsysteme. In Anbetracht der Wüchsigkeit sollte man gleich schwere Bausätze benutzen. Bei der Kultur im Kübel reicht meist ein leichter Bausatz. Der Schokoladenwein windet sich bis auf eine Höhe von sieben Meter hinauf.
  • Schnitt - Man muss den Schokoladenwein nicht schneiden, kann es aber. Es reicht, alle zwei bis drei Jahre auszulichten. Gegebenenfalls kann man im zeitigen Frühjahr einen kräftigen Rückschnitt einzelner Triebe vornehmen. Damit wird ein Neuaustrieb im Sockelbereich angeregt.
  • Winterschutz - Akebien sind nur bedingt winterhart. Besonders junge Pflanzen benötigen einen Winterschutz. Man sollte sie deshalb an warme Mauern pflanzen, die im Winter noch Wärme abstrahlen. Besonders in rauen Lagen ist ein Schutz notwendig.
  • Vermehrung - Der Schokoladenwein lässt sich durch Aussaat, Stecklinge bzw. Wurzelschnittlinge vermehren. Die Anzucht von Samen, den es mittlerweile zu kaufen gibt, ist nicht ganz unproblematisch. Sie Samen keimen schwer und unregelmäßig. Am besten sät man sie im Herbst ins Frühbeet aus. Man kann sie auch 4 bis 6 Wochen stratifizieren. Anschließend legt man sie oberflächlich in ein Gemisch aus Aussaaterde und Sand, stellt sie warm (15 bis 18 ˚C) und hält das ganz feucht, aber keinesfalls nass. 10 Samen kosten zwischen 2 und 3 Euro. Die Vermehrung durch Stecklinge im Sommer ist wesentlich einfacher. Solch eine kleine Pflanze zu erwerben ist nicht viel teurer, als eine Tüte Samen, der dann doch nichts wird.