Schwarzäugige Susanne, Thunbergia alata - Pflanzen und Pflege

Schwarzaeugige SusanneDie Schwarzäugige Susanne (wissenschaftlichen Namen Thunbergia alata) ist eine reich blühende einjährige Kletterpflanze für Balkon, Beet und Topf, Pergolen und Ampeln.
Sie ist recht anspruchslos und blüht den ganzen Sommer hindurch. Mit ihrer auffälligen Blütenfarbe und ihrem freudigen Wachstum ist sie ein sehr schneller, üppiger und schöner Sichtschutz an Mauern, Wänden und Zäunen. Ihr Markenzeichen ist das dunkle Auge, ein umrissenen schwarzen Schlund, in der Mitte der Blüte.

Die Schwarzäugige Susanne - die Pflanze

Im Gartenfachhandel und Blumengeschäften wird

vorwiegend Saatgut mit unterschiedlichen Blütenfarben angeboten.
  • African Sunset - Mit neuer, exotischer Schattierung, Mix von Sonnenuntergangsfarben von Gelb über Ockergelb bis Dunkelrot. Auch als Bodendecker geeignet.
  • Susie Mix - Kräftige, eindeutige Farben in Weiß über Hellgelb zu Goldgelb mit sehr auffälligem dunklem Auge. Zu den hellen Blättern ein echter Farbkontrast. Wuchshöhe bis zu 120 cm.
Die einjährige Schlingpflanze wächst bis zu 2 Meter hoch und bildete einen sehr dichten Wuchs. Die Blätter sind leicht behaart und herzförmig. Die 3 bis 4 cm großen gefüllten oder ungefüllten Blüten gleichen einem flachen Trichter und erblühen von Juni bis Oktober mit und ohne dunkler Mitte. Sie wachsen langstielig und aus den Blattachseln heraus. Die einzelne Blüte hält nur sehr kurze Zeit.

Der optimale Standort

Die Schwarzäugige Susanne ist nicht sonderlich anspruchsvoll. Sie bevorzugt einen sonnigen, luftigen und warmen Standort. Zudem beansprucht sie einen vor Wind und Wetter geschützte Umgebung. Wird der Pflanze das geboten, kommt sie auch mit einem sehr lichten, halbschattigen Platz zurecht.

Die Erde sollte fruchtbar und nährstoffreich sein, denn die aus dem Südosten Afrikas stammende Pflanze wächst in ihrem natürlichen Umfeld am Rand von Wäldern in sandigen Böden.

Die ideale Pflege

Die Pflanze benötigt ein lockeres Substrat. Untermischter feiner Kies lockert es auf. Für die notwendigen Nährstoffe werden Kompost oder Hornspäne zugefügt und eingearbeitet.
Da die Pflanze keine Staunässe verträgt, ist es bei der Topfkultur ratsam, einige Tonscherben über das Abzugsloch im Boden zu legen. So kann das Gießwasser gut ablaufen.

Bei der Pflege sollte darauf geachtet werden, dass verwelkte Blüten so schnell wie möglich entfernen werden und nicht erst die Samenkapseln entstehen. Der Dank für die kleine Mühe ist ein überaus zahlreichen und langer Blütenflor.

Schwarzaeugige Susanne im GartenDamit sich die Schwarzäugige Susanne, die zu der Familie der Akanthusgewächse gehört, als

Kletterpflanze optimal entfalten kann, sollten rechtzeitig Kletterhilfen angeboten werden.
Hier kann sie freudig empor ranken und nicht nur ausdauernd in die Höhe wachsen, sondern auch festhalten und schlängeln. Das geschieht, da sie ein Linkswinder ist, immer gegen den Uhrzeigersinn.

Kälte, Wind und Regen verträgt der Kletter- und Schlingkünstler nicht und zeigt es mit Blattwachstum und weniger Blüten an.

Richtig gießen und düngen

Ein besonderes Interesse des Liebhabers der schönen und immergrünen Pflanze sollte er auf das Gießen legen. Besonders, wenn sie im Topf kultiviert wird, darf sie nicht austrocknen oder das Gefäß unter Wasser gesetzt werden. Maßhalten ist die Devise. Erst wenn die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist, kommt wieder die Gießkanne zu ihrem Einsatz. Mit der altbewährten Daumenprobe wird der richtige Zeitpunkt leicht ermittelt. Sowohl ein Zuviel des Guten als auch ein

Zuwenig bekommt dem Sommerblüher nicht gut.
Eine weitere Pflegemaßnahme ist das regelmäßige Düngen, damit die Schwarzäugige Susanne genug Kraft für die endlose Blütenpracht zur Verfügung hat. Für das kleine Pflegeprogramm reicht die leichte Gabe eines normalen
Flüssigdüngers aus dem Handel völlig aus. Regelmäßig alle vier Wochen nach Anweisung des Herstellers gedüngt, verhelfen zur Schönheit und zum kräftigen Wuchs dieser Pflanze.

Überwintern und schneiden

Meistens überlebt die beliebte Kletterpflanze die kalte Jahreszeit nicht, denn sie wird vorher entsorgt.

Doch es geht auch anders. Die Pflanze verträgt keine kalten Temperaturen und kann bei um die 5 °C schon Schaden nehmen. Deshalb sollte sie rechtzeitig in das Winterquartier geräumt werden. Ein heller Raum - ein Wintergarten oder Keller mit Fenster - mit Temperaturen um die 7 bis 10 ° C ist sehr gut geeignet. Während der Überwinterung sollte nur mäßig und nur so viel gegossen werden, damit die Pflanze nicht austrocknet. Dünger benötigt sie während dieser Zeit nicht. Herrscht kein Frost, kann das Fenster zum belüften des Raumes auch kurz geöffnet werde.

Thunbergia alataVor der Winterruhe kann ein Rückschnitt erfolgen. Dazu mit einer scharfen Gartenschere die Pflanze auf 50 cm stutzen. Ist der Zeitpunkt verpasst, kann das im Frühjahr, wenn sie wieder austreibt, nachgeholt werden. Anfang Februar den Topf möglichst an einen warmen und sonnigen Platz stellen. Die Pflanze beginnt dann bald zu treiben und die ersten Blüten erscheinen. Mittagssonne wird aber noch nicht vertragen, also Vorsicht! Nach den Eisheiligen im Mai kann sie wieder einen Platz auf Balkon, Terrasse oder im Garten beziehen.

Die Schwarzäugige Susanne selbst vermehren

Um die Schwarzäugige Susanne selber zu vermehren, gibt es zwei Möglichkeiten.
  • durch Aussaat - Die Vermehrung durch Samen ist leider nicht immer von Erfolg gekrönt. Entweder lässt man nach der Blüte den Samen an der Pflanze ausreifen oder besorgt ihn im Fachhandel. Ab Februar können die an Pfefferkörner erinnernden Samen in das Substrat (ein cm in die Erde)  gebracht werden. Nach einigen Wochen die Jungpflanzen vereinzeln und in kleine Töpfe pflanzen. Später wird etwas gestutzt, damit sie sich reichlich verzweigt. Dazu die Triebspitzen entfernen. Nach den Eisheiligen wird die Schwarzäugige Susanne an Ort und Stelle in Kübeln oder direkt ins Beet gepflanzt. Die ersten Blüten erscheinen etwa 15 Wochen nach der Keimung.
Extratipp - Die Sorte 'Thunbergia gregorii' ist mehrjährige mit orangen Blüten ohne Auge und für beheizte Wintergärten und kühle, helle Zimmer geeignet.

Wissenswertes zur Pflanze

Von Mai bis Oktober sind bei dieser Pflanze die Blüten zu bestaunen, die langgestielt sind und aus den Blattachseln heraus kommen. Zwar verblüht die Schwarzäugige Susanne schnell, doch ist sie eine wahre Augenweide mit ihrem scharf umrissenen schwarzen Schlund, der von orange- gelben Blüten umgeben ist.

Sie ist eine langsam wachsende Schlingpflanze und kann bis zu 110 oder sogar 120 Zentimeter groß werden. Die Blätter sind dreieckig bis herzförmig.

Standort und Pflege der Schwarzäugigen Susanne

Einem sonnigen und zugleich warmen Standort gibt die Schwarzäugige Susanne den Vorzug. Aber auch eine Stelle im hellen Halbschatten kann zur Pflanzung ausgewählt werden. Ebenfalls sollte der Ort vor Wind geschützt, aber dennoch luftig sein. Der Boden sollte fruchtbar und nährstoffreich sein, in ihrem natürlichen Lebensraum gedeiht die Pflanze am Rand von Wäldern in sandigen Böden.

Bei der Pflege sollte darauf geachtet werden, dass die Samenkapseln der verwelkten Blüten so schnell wie möglich zu entfernen sind. Nur dann kann die Schwarzäugige Susanne ihren überaus zahlreichen Blütenflor erstrahlen lassen.

Weitere Infos zum Überwintern

Meistens wird die Schwarzäugige Susanne als einjährige Schlingpflanze kultiviert, doch genauso kann man sie überwintern. Da die Pflanze nicht wirklich winterhart ist, kann sie schon bei Temperaturen um plus fünf Grad Celsius Schaden nehmen. Aus diesem Grund sollte sie im Herbst rechtzeitig eingeräumt werden, wenn die Temperaturen in der Nacht unter zehn Grad Celsius sinken.

Am besten kann die Schwarzäugige Susanne in einem hellen Raum, wie dem Wintergarten oder einem Keller mit Fenstern überwintern. Schließlich ist es eine immergrüne Pflanze und hierfür sollte der Raum zwar kühl, jedoch nicht zu kalt sein.

Idealerweise beträgt die Raumtemperatur zwischen sieben und zehn Grad Celsius. Während des Überwinterns wird die Schlingpflanze nur mäßig gegossen. Sie erhält gerade so viel Wasser, dass sie nicht austrocknet.

Auf Dünger wird während dieser Ruhephase vollkommen verzichtet. Solange keine frostigen Außentemperaturen herrschen, sollte der Raum zum Überwintern des Öfteren kurz gelüftet werden.

Bereits Anfang Februar wird die Schwarzäugige Susanne zurückgeschnitten und wird an einen möglichst warmen und sonnigen Ort gestellt. Somit kann die Pflanze schon recht frühzeitig mit der Blüte beginnen. Ausgeräumt wird sie allerdings nicht vor Mitte Mai, hier sollten erst die Eisheiligen vorbei sein.

Wird die Pflanze wieder in den Garten gestellt, dann sollte dies an einem trüben Tag geschehen oder sie sollte für die ersten Tage im Schatten stehen. Der Grund hierfür ist, dass die Schwarzäugige Susanne langsam abgehärtet werden soll, damit die Blätter nicht verbrannt werden.