Affenbrotbaum - Pflege, Schneiden, Vermehren

AffenbrotbaumWer an einen Affenbrotbaum denkt, bei dem erwachen zugleich Sehnsüchte nach weiten Landschaften in trockenen Steppen, heiß vom Himmel strahlender Sonne und dem Gefühl der Freiheit in einer vollkommen der Natur überlassenen Landschaft.

Der überaus dicke Stamm, der bei keinem Baum in einem deutschen Wald in einem derartigen Ausmaß vorgefunden werden kann und die dicken, knorrigen Äste die in alle Richtungen zumeist waagrecht vom Baum abstehen, gibt dieser Pflanze ein einzigartiges Aussehen. Nicht umsonst wird der Affenbrotbaum von den Einheimischen als Geschenk

der Götter angesehen.

Wer sich allerdings keine Reise nach Madagaskar, Senegal oder Tansania leisten kann, für den besteht auch die Möglichkeit, sich einen Affenbrotbaum quasi im „Kleinformat“ nach Hause ins Wohnzimmer zu holen.

Der Affenbrotbaum als Zimmerpflanze

Einen Affenbrotbaum zuhause zu halten ist auch für Pflanzenliebhaber, die nicht mit dem berühmt berüchtigten „grünen Daumen“ gesegnet sind, gut möglich. Dieser Baum gilt allgemein als sehr pflegeleicht und robust und ist auch für Personen, die selten zu Hause sind gut geeignet, da er nicht täglich gegossen werden muss. In Anlehnung an seine wilden Verwandten speichert auch diese Zimmerpflanze, die Adansonia genannt wird, Wasser in ihrem Stamm als Vorrat. Aufgrund dieser Fähigkeit wird der Affenbrotbaum auch oft unter dem Namen „Flaschenbaum“ verkauft. Wer sich allerdings keinen „fertigen“ Bonsaibaum im Gartenmarkt oder Pflanzenversand kaufen möchte, kann mit etwas Glück auch seine eigene Adansonia mittels Samen heranziehen.

Anleitung:
  • Samen
  • kleines flaches Gefäß
  • Wasser (am besten Regenwasser)
  • Erde
  • Pflanzentopf
Wie es bei den meisten Aufgaben im Leben ist, ist auch bei der Affenbrotbaumzucht aller Anfang
schwer. Um optimale Anzuchtvoraussetzungen zu schaffen, müssen die Samen zunächst vorquellen. Hierzu gibt man diese in ein flaches Gefäß und benetzt sie mit etwas Wasser (Achtung! Samen dürfen nicht im Wasser „schwimmen“, da sie sonst verschimmeln können). Im nächsten Schritt werden sie in etwas feuchter Erde an einem warmen Ort zum Keimen gebracht, eventuell kann an dieser Stelle das bereits verwendete flache Gefäß wieder genutzt werden.

Nach drei bis sieben Wochen sollte dieser Vorgang abgeschlossen sein und die aufkeimenden Samen können in einen Pflanzentopf mit Erde umgesetzt werden. Nach weiteren vier bis sechs Wochen bildet sich langsam die oberirdische Pflanze und entwickelt sich langsam zu einem kleinen Bonsaibaum.

Affenbrotbäume können hierzulande als Bonsais in Kübeln gehalten werdenPflege

Wie bereits angedeutet, bedarf die Adansonia keiner besonderen Pflege, da sie, ähnlich wie in der Wildbahn, mit wenig Nährstoffen und Wasser auskommt. Beachtet werden sollte allerdings, dass dieser Baum es stets warm und hell möchte; auch einem Platz an der direkten Sonne ist er nicht abgeneigt. Kleinere, vor allem selbst gezüchtete Jungpflanzen müssen zu Beginn noch regelmäßig gegossen und feucht gehalten werden. Bei größeren Bäumchen reicht es, diese einmal in der Woche mit Feuchtigkeit zu versorgen. Auch längere Trockenperioden, wenn der Besitzer beispielsweise auf Reisen ist, übersteht diese Bonsaiart mit Leichtigkeit.

Affenbrotbaum schneiden

Neben der einfachen Haltung ist ein Affenbrotbaum auch nicht schwierig zu beschneiden. Zu viel sollte allerdings nicht beschnitten werden, daher sollte der Fensterplatz der Pflanze über genug Raum verfügen,

damit sich die kleine Baumkrone des Bonsais ausreichend entfalten kann. Möchte man die Adansonia dennoch beschneiden, weil beispielsweise einige Äste gegen das Fenster ragen, so sollte beachtet werden, dass ein Schnitt immer knapp über einer Knospe erfolgen sollte, da nur dann mit Sicherheit gewährleistet ist, dass der Ast wieder austreibt.

Der beste Zeitpunkt um einzelne Äste einzukürzen ist der Winter; einzelne Blätter werden am besten im Sommer beschnitten. Als Werkzeug empfiehlt sich eine Bonsaischere oder ein sehr scharfes Messer.

Affenbrotbaum vermehren

Im Abschnitt „Der Affenbrotbaum als Zimmerpflanze“ wurde bereits eine Zucht mittels Samen genauer vorgestellt und erläutert. Um eine einzige Pflanze allerdings erfolgreich zu vermehren, genügt es im Frühjahr Stecklinge mit mindestens drei bis vier Blättern vom Baum abzuschneiden. Diese werden dann in einen Topf mit frischer Erde gesteckt und ein durchsichtiger Plastikbeutel darüber gestülpt, welcher mit einem Haushaltsgummi am Topfrand befestigt wird. Dieser Beutel gewährleistet die optimalen klimatischen Bedingungen, damit der Steckling zu wurzeln beginnt.