Bougainvillea - Pflege der Drillingsblume

Die Bougainvillea oder Dbougainvillea weißrillingsblume kann bei optimaler Pflege rasant meterlange Ranken bilden, welche durch ein Spalier den benötigten Halt bekommen. Die Bezeichnung Drillingsblume entstand daraus, dass stets drei Blüten dicht zusammenstehen und dabei gemeinsam von farbenfrohen Hochblättern umringt sind. Mit ihnen kann auf sehr einfache und elegante Weise eine Hausfront in eine einzigartige Blütenpracht verwandelt werden, falls die Witterung dies zulässt. Starker Regen kann zum Beispiel bei den empfindlichen Hochblättern einen gewissen Schaden anrichten, sodass sie abfallen. Der ideale Standort für die Bougainvillea ist

somit eine Hauswand, welche sich in direkter Südlage befindet und von einem überstehenden Dach einerseits vor Regen geschützt wird und andererseits mit der gespeicherten Sonnenwärme der Pflanze nachts die benötigte Wärme spendet.

Gemäßigte Wasserzufuhr gewährleistet eine faszinierende Blütenpracht

Die Bougainvillea an sich bedarf nicht sonderlich viel Wasser. Es kann jedoch nur mit einer reichhaltigen Blütenpracht (farbige Hochblätter) gerechnet werden, wenn der Wurzelbereich über eine stete Feuchtigkeit verfügt. Dauerhaft nasses Substrat sowie regelmäßige Staunässe führen bei dieser empfindlichen Pflanze jedoch immer zu faulenden Wurzeln und somit zum Absterben. Tritt während des Sommers ein akuter Wassermangel ein, wirft die Bougainvillea sämtliche Blätter ab. Sie harrt danach in kahlem Zustand der kommenden Wasserzufuhr. Selbst fast scheinbar abgestorbene Pflanzen zeigen nach mehreren Wochen bei erneuter Wasserzufuhr wieder junge Triebe.

Mit ein wenig Glück kann deshalb die Bougainvillea zum Beispiel nach einer Trockenzeit während des Urlaubs wieder erweckt werden, falls der Pflanztopf sich eine geringfügige Feuchtigkeit bewahrt hat. Die meisten oberen Pflanzenteile sind derweil allerdings abgestorben. Während der Wintermonate darf der Wurzelballen der Bougainvillea nur äußerst wenig feucht sein. Je nach Kübelgröße und Temperatur ist geringfügiges Gießen ungefähr alle vier Wochen ausreichend.

Die Bougainvillea benötigt südliche Temperaturen und intensives Sonnenlicht

Die Drillingsblume liebt es sehr sonnig und dankt es mit einer wahren Blütenpracht. Sie benötigt neben der äußerst wichtigen Lichtzufuhr auch eine gewisse Wärme. Aus diesem Grund ist ein südlicher Standort an einer Mauer perfekt. Die Wand reflektiert zudem die tagsüber aufgestaute Infrarotstrahlung, sodass während der Nacht für die Bougainvillea eine akzeptable Temperatur herrscht. Für eine reichhaltige Blüte ist dieser Umstand unabdingbar.

Trotz allem ist die Bougainvillea kältetolerant und akzeptiert sogar leichte, kurze Nachtfröste. Allerdings reicht dies nicht so weit, dass die Drillingsblume den
mitteleuropäischen Winter im Freiland übersteht. Eine optimale Überwinterung kann bei Temperaturen zwischen ungefähr fünf bis fünfzehn Grad Celsius erfolgen. Eine geringe Temperatur während der Winterwochen begünstigt zudem die erneute Blütenbildung im folgenden Frühjahr.

bougainvillea1 in rosaDie Bougainvillea wird im Idealfall Mitte Mai, wenn die letzten Nachtfröste vorüber sind, in den Outdoorbereich geräumt. Sollten im Spätherbst bereits stärkere Nachtfröste drohen, kann die Pflanze stark zurückgeschnitten werden, um innerhalb des Winterquartiers Platz zu schaffen. Aufgrund ihrer faszinierenden Schönheit sowie relativ einfachen Haltung empfiehlt sich die Bougainvillea als Kübel- sowie Anfängerpflanze.

Die Bougainvillea benötigt lediglich eine einfache Düngung

Um die Bougainvillea während der Blühphase zu unterstützen, ist eine Düngung mit einem Blühpflanzen- oder Universaldünger nach Anleitung etwa alle sieben beziehungsweise vierzehn Tage ausreichend. Soll die Bougainvillea vermehrt werden, werden meistens

Stecklinge bewurzelt. Hierzu wird folgendermaßen vorgegangen:
  • idealerweise sollten etwa 30 Zentimeter lange Stecklinge aus den bestehenden Ranken geschnitten werden
  • diese werden bei höherer Substrat-Temperatur (ungefähr 25 Grad Celsius) umgehend bewurzelt
  • zur Bewurzelung wird im Idealfall beispielsweise Indolyl-Buttersäure als Bewurzelungshormon verwendet
  • sind die Stecklinge sehr holzig, muss auch deren Konzentration wesentlich höher sein. Eine derartige Bewurzelung zieht sich normalerweise über einige Monate hin. Werden zur Bewurzelung krautige Kopfstecklinge verwandt, welche mit einer etwa 0,1-prozentigen Indolyl-Buttersäure behandelt wurden, fällt die Bewurzelung wesentlich effektiver aus.
Staunässe

Eine durchlässige Erde, ohne Staunässe ist das A und O bei dieser Pflanze. Staunässe wird überhaupt nicht vertragen, auch nicht für kurze Zeit. Die Pflanze reagiert sehr empfindlich auf nasse Füße. Auf dem Balkon und auf den Terrassen unbedingt regengeschützt aufstellen. Zeitweise Trockenheit fördert im hohen Maße die Blütenbildung, ebenso kühle Nachttemperaturen. Fröste jedoch werden nicht vertragen. Wer die Pflanze vor den Eisheiligen ins Freie stellt (Spricht nichts dagegen!), sollte trotzdem auf die Wetterprognosen achten. Bei drohenden Nachtfrösten, muss die Pflanze wieder ins Haus. Sie gedeiht in voller Sonne, vor Wind und Regen geschützt. Hochstämme müssen regelmäßig nachgeschnitten werden, damit die Form erhalten bleibt. Nach jeder Blüte die frischen Triebe um die Hälfte einkürzen, um die kommende Blüte anzuregen.

Überwintern

Im Herbst, bevor man die Pflanze einräumt, muss der Ballen einmal ausgetrocknet sein, bis die Pflanze alle Blätter abgeworfen hat. Die Pflanze wird im Herbst (auch im Wintergarten!) um die Hälfte, bzw. um 1/3 zurückgeschnitten. Der Rückschnitt garantiert für die kommende Saison eine üppige Blütenfülle. Im Sommer wird die Bougainvillea schon sparsam gegossen, im Winter ebenfalls. Fast trocken halten, bei etwa 10-15°C in einem hellen Raum. Lüften nicht vergessen, auch im Winter. Im Frühjahr so früh wie möglich rausstellen (vor Wind und Regen geschützt, anfangs ist eine schattige Stelle besser), aber wie schon erwähnt, bei drohenden Nachtfrösten muss sie unbedingt wieder ins Haus.