Calamondin / Citrofortunella - Pflege

Die Calamondin-Orange wird sowohl als Citrofortunella mitis als auch als Citrus madurensis bezeichnet. Es handelt sich um ein Zitrusbäumchen, das meist als Kübelpflanze angeboten wird. Es ist eine Kreuzung aus Mandarine und Kumquat.
Calamondin sind Zitruspflanzen, die aus Mandarinen und Kumquat gekreuzt werden
Eigenheiten der Calamondin

Zitrusarten eignen sich meist nicht für eine Überwinterung im warmen Wohnzimmer. Die Calamondin bildet da aber eine Ausnahme. Sie kann, muss aber nicht in einem sonnigen Wohnzimmer überwintern. Das Pflanzsubstrat sollte durchlässig und

leicht sauer sein, damit Eisen aufgenommen werden kann. Gut geeignet ist spezielle Zitruspflanzenerde. Sie ist in Nährstoffzusammensetzung und Strukturaufbau an die Bedürfnisse der Pflanzen angepasst.

Die Pflanze benötigt wie alle Zitrusgewächse nur wenig Wasser. Die Wurzeln und das Substrat dürfen nicht ständig nass sein, sonst zersetzt es die feinen Haarwurzeln. Der Wurzelballen darf aber auch nicht ganz austrocknen. Kalkhaltiges Wasser wird auf Dauer nicht vertragen. Regenwasser ist ideal.

Standort für Calamondin

Alle Zitrusgewächse so auch die Calamonidin lieben die Sonne. Im Sommer stehen sie gern draußen. Die ersten Tage sollten sie nicht in der prallen Sonne stehen, da es sonst zu Sonnenbrand kommen kann. Nach ein paar Tagen passen sie sich aber an. Dabei sollten sie wind- und zugluftgeschützt stehen. Für die Überwinterung ist ein heller, nicht zu kühler und nicht zu warmer Raum ideal. Die Temperatur darf 10 °C nicht
unterschreiten. Je höher die Temperatur, um so heller muss der Standort sein. Bei niedrigen Temperaturen wird auch nicht so viel Licht benötigt. Bei niedrigen Temperaturen benötigt die Pflanze nur sehr wenig Wasser. Alle zwei bis drei Wochen gießen reicht in der Regel. Der obere Bereich des Ballens kann problemlos richtig trocken sein. Im Wurzelbereich muss aber eine Restfeuchte vorhanden sein. Der Ballen darf nicht austrocknen.

Calamondin düngen

Gedüngt wird die Calamonidin im Sommer wöchentlich, von April an. Ab Mitte September wird die Düngung der Citrofortunella stark reduziert.  Durch eine vier- bis sechswöchige Trockenkur mit reduzierter Wassergabe können blühfaule Pflanzen zur Blüte und Fruchtbildung angeregt werden.

Da Zitruspflanzen einen hohen Bedarf an Eisen haben, sollt ein spezieller Zitrusdünger verwendet werden, der diesen Bedarf deckt. Eisenmangel erkennt man an hellgrünen oder gelben Blättern mit dunkelgrünen Blattadern. Wenn schon Mangelerscheinungen auftreten, hilft am besten, direkt mit einem Eisenpräparat zu düngen.

Als Schädlinge können Spinnmilben, Blattläuse, Schild- und Wollläuse bei der Citrofortunella auftreten. Gegen die lästigen Insekten helfen Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen.

Weitere Pflegetipps

Vermehrt wird die Calamondin durch Stecklinge. Allerdings ist auch die Aussaat möglich. Aus Samen gezogene Pflanzen sollten aber veredelt werden. Auch beim Kauf ist darauf zu achten, dass es sich um veredelte Gewächse handelt. Das ist an der Veredlungsstelle zu erkennen. Das spezielle Orangenbäumchen Calamondin ist eine gute Einsteigerpflanze für alle, die sich an Zitrusgewächsen versuchen möchten. Das Bäumchen ist pflegeleicht, ausgesprochen blühfreudig und produziert eine Menge Früchte, die sogar essbar sind. Die Pflanze verzeiht Pflegefehler besser als andere Zitrusgewächse und ist nicht so schnell umzubringen. Calamondin selber werden auch recht preiswert angeboten. Manchmal sind sie sogar im Discounter erhältlich.

Zusammenfassung
    • Standort – Viel Licht

      und volle Sonne im Freien, aber langsam daran gewöhnen
    • Pflanzsubstrat – durchlässig und leicht sauer, Zitruspflanzenerde
    • Pflanzen – Kübelpflanze, da nicht winterhart
    • Gießen – mit Gefühl, weder zu viel, noch zu wenig Wasser, kein kalkhaltiges Wasser
    • Düngen – wöchentlich während der Wachstumszeit ab Frühjahr bis Ende Sommer, Zitrusdünger

  • Überwintern – bei 5 bis 10 °C, sehr heller Platz, ab Februar wärmer stellen und sehr hell, am besten in Südfenster
  • Schneiden – regelmäßig auslichten, zu lange Triebe auf 1/3 zurückschneiden
  • Vermehren – Stecklinge, Aussaat und Veredeln
  • Krankheiten und Schädlinge – Spinnmilben, Blattläuse
  • Wichtig – keine Zugluft, nach dem Aufenthalt im Inneren langsam an die Sonne gewöhnen