Liebesblume - Pflanzen, Pflege, Überwintern und Anzucht

Die Liebesblume heißt auch Schmucklilie oder mit botanischem Namen Agapanthus. Sie wird meist in einen Kübel gepflanzt, denn sie verträgt nur leichte Minustemperaturen und muss daher frostfrei überwintern. Von dieser Pflanze gibt es verschiedene Sorten, die weiß, blau oder violett blühen. Ihre Blütezeit beginnt im Juli.

schmucklilieLiebesblume pflanzen

Die Liebesblume bildet sehr lange Blütenstiele, die bei Wind leicht abbrechen können. Sie sollte daher an einen etwas geschützten Platz auf der Terrasse oder dem Balkon gesetzt werden. Auf diese Weise ist

auch gleichzeitig für die nötige Wärme gesorgt, denn die Heimat der Liebesblume liegt in Afrika. Aus diesem Grund sollte sie auch möglichst sonnig stehen.

Der Kübel, in den die Liebesblume gesetzt wird, wird am besten gleich so groß wie möglich gewählt, denn das Umtopfen behagt dieser Pflanze überhaupt nicht und sie stellt im folgenden Sommer dann oft die Blüte ein. Gefüllt wird das Pflanzgefäß mit herkömmlicher Blumenerde, die mit Drainagematerialien wie Kies oder Blähton angereichert sein sollte, damit sich kein Wasser stauen kann, das den Wurzeln der Pflanze schaden würde.

Pflege

Gegossen wird die Liebesblume nur mäßig und immer erst dann, wenn die oberste Schicht des Substrats abgetrocknet ist. Etwas Dünger für Kübelpflanzen versorgt die Pflanze mit den notwendigen
Nährstoffen und sorgt für eine reiche Blütenbildung, ebenso kann die Liebesblume aber auch zur Bildung neuer Blüten angeregt werden, indem verwelkte Blütenstiele entfernt werden.

Überwintern der Liebesblume

Weil die Liebesblume nicht winterhart ist, muss sie im Herbst ins Haus geräumt werden. Sie überwintert am besten in einem kalten Raum, der bei den laubabwerfenden Sorten ruhig dunkel sein darf, bei den immergrünen Sorten jedoch hell sein sollte. Besonders wichtig ist es allerdings, dass dieser Raum kalt, also nicht wärmer als 10°C ist, denn diese Pflanze braucht unbedingt ihre Winterruhe, damit sie auch im nächsten Sommer wieder blüht. Einige Wochen reichen hierfür jedoch aus, deshalb kann der Kübel in den ersten Monaten des folgenden Jahres schon wieder in einen helleren und wärmeren Raum gestellt werden, damit die Pflanze zeitig wieder austreibt. So früh wie möglich sollte sie dann wieder auf die Terrasse, denn der Aufenthalt im Freien bekommt ihr am besten.

Anzucht und Vermehrung

Bei einer Liebesblume kann der Wurzelballen beim Umtopfen geteilt werden, um eine weitere Pflanze zu ziehen. Die beste Zeit hierfür ist der Frühling. Ebenso lassen sich aber auch die Samen, die sich im Herbst in kleinen Kapseln an der Pflanze bilden, für die Anzucht neuer Pflanzen verwenden. Diese Samen sind reif, wenn die Kapseln braun geworden sind und sich geöffnet haben und können sofort oder erst im Frühling ausgesät werden. Wird die Aussaat auf den Frühling verschoben, sollten sie bis dahin in einem kühlen und dunklen Raum gelagert werden.

Aussaat

Die Samen der Liebesblume werden in Töpfe mit Anzucht- oder gewöhnlicher Blumenerde gelegt und nur ganz leicht bedeckt. Danach werden die Töpfe auf eine helle, jedoch nicht zu sonnige Fensterbank gestellt, wo die Temperatur bei etwa 20°C liegen sollte. Die Erde wird in der folgenden Zeit leicht feucht gehalten, sollte aber niemals wirklich nass sein. Meist bilden sich dann

innerhalb von drei oder vier Wochen die ersten Pflanzen, die einzeln in Töpfe pikiert werden. Die eigene Aussaat von Liebesblumen ist nicht schwierig, allerdings kann es einige Jahre dauern, bis die so gezogenen Pflanzen zum ersten Mal blühen.