Mammutbaum - Anzucht und Pflege



MammutbaumAnzucht eines Mammutbaums

Die Samen dieser Pflanze keimen zwar sehr leicht, für den weiteren Verlauf ist es dennoch wichtig, eine genaue Anleitung zu befolgen, um ausschließen zu können, dass die Pflanze im ersten Wachstumsstadium eingeht.

Materialien
  • Kühlschrank
  • Wasser (lauwarm)
  • Anzuchterde
  • Sprühflasche
  • Anzuchtgewächshaus; alternativ auch transparente Folie
  • Zeit
Leider kann ein Mammutbaum nicht von heute auf morgen ganz einfach mit Erde und etwas Wasser gezüchtet werden. Der letzte Aufzählungpunkt der Materialienliste läutet bereits ein, was als die wichtigste „Zutat“ bezeichnet werden kann: Zeit. Diese wird bereits beim

allerersten Schritt der Zucht benötigt. Bevor man die Samen nämlich zum Keimen bringen kann, müssen diese erst stratifiziert werden.

Mammutbaumsamen stratifizieren

Bei diesem Vorgang wird durch Kälte versucht, eine Art „Winter“ zu simulieren, da viele Arten mit einer „Keimhemmung“ ausgestattet sind und daher erst im Frühjahr zu keimen beginnen. Am einfachsten erweist sich hier jeder herkömmliche Kühlschrank, der auf eine Temperatur von etwa fünf Grad Celsius eingestellt werden sollte. In diesen sollten die Samen dann 10-14 Tage gegeben werden. Als Faustregel gilt, die Samen lieber zu lange als zu kurz im Kalten zu belassen, da in verschiedenen Quellen auch zwei Monate als Stratifizierungszeit angegeben werden.

Nach dieser Kälteperiode werden die Samen etwa einen Tag lang in lauwarmes Wasser eingeweicht und bei Zimmertemperatur vorgequellt. In einem weiteren Schritt wird ein Anzuchtgewächshaus genutzt, in welchem die Samen auf Anzuchterde gegeben und leicht mit
selbiger bedeckt werden. Schließlich wird die Erde am besten mittels einer Sprühflasche noch mit Wasser benetzt und der Deckel auf das Unterteil gesetzt. Sollte kein Gewächshaus zur Hand sein, kann auch mit Hilfe einer transparenten Folie die optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit gewährleistet werden:
  • Hierzu bespannt man das verwendete Gefäß mit der Folie und fixiert die Konstruktion mit einem Haushaltsgummi, damit nicht zu viel Luft und Feuchtigkeit nach außen dringt.
  • Wichtig ist, die Anzuchterde ausreichend feucht zu halten und gelegentlich den Deckel, bzw. die Klarsichtfolie vom Unterteil abzunehmen, um Schimmelbildung vorzubeugen.
  • Nach zwei bis fünf Wochen beginnt der Samen zu keimen und bildet langsam die oberirdische Pflanze.
  • Nach weiteren Wochen kann diese in einen Topf mit feuchter und nährstoffreicher Erde umgesetzt werden.
Mammutbäume sind hierzulande vor allem als Bonsais verbreitetMammutbaum - Pflege

Als besten Standort für einen Mammutbaum erweist sich ein halbschattiges Plätzchen am Fenster, da die Pflanze zwar Sonne, allerdings keine Hitze verträgt. Da das Bäumchen, das zu den schnellwachsenden Bonsaiarten gehört, relativ viele Nährstoffe benötigt, sollte während der ersten Wachstumsphase alle drei Wochen gedüngt werden. Auch Bittersalz, einmal im Frühjahr verabreicht, begünstigt das Wachstum. Zudem sollte die Erde des Bonsais stets gut feucht gehalten und ein Standort direkt über einer Heizung wegen des trockenen Klimas vermieden werden.

Zudem ist es ab dem dritten Jahr möglich, den Mammutbaum auch draußen zu halten. Geschützt im Gartenhäuschen oder im kühlen Keller übersteht er auch mit Leichtigkeit den Winter, solange nicht vergessen wird, die Pflanze zu gießen.

Schneiden und Drahten

Möchte man den Mammutbaum beschneiden, so können im Frühjahr und in den Sommermonaten die Jungtriebe einfach mit einem Messerchen oder der Hand

abgeknipst werden. Todholz wird am besten während der Wintermonate entfernt, wenn die Zweige keine Blätter mehr tragen. Zudem ist es erforderlich, den Bonsai immer wieder zu drahten und die Wuchsform zu korrigieren. Auch hierzu eignen sich die Wintermonate am besten, da Blattwerk nicht im Weg ist. Die gedrahteten Astpartien sollten zudem immer wieder überprüft und gegebenenfalls ausgewechselt werden, da der Draht nicht in die Rinde einwachsen sollte.

Umtopfen

Die Bäumchen, die auch für Gruppenpflanzungen geeignet sind, sollten spätestens alle zwei Jahre umgetopft werden. Hierzu sollten Sie im Frühling, bevor die Pflanze frische Triebe bekommt, die Wurzeln um etwa ein Drittel zurückschneiden. Anschließend wird der Bonsai in eine Schale mit frischer Erde gesetzt. Am besten eignet sich hierfür Bonsaierde, die in jedem gut sortierten Gartencenter zu erwerben ist.