Mangobaum - Pflege, Schädlinge & selber ziehen

Der MangobauMangos am Baum - bei Kübelpflanzen reifen die Früchte nicht so weit ausm ist eine exotische Kübelpflanze, die man aus Kernen selbst anziehen kann. Er ist ursprünglich in Indien beheimatet, heute jedoch findet man ihn in allen tropischen Gebieten unserer Erde. Ursprünglich wird er bis zu dreißig Meter hoch - im Kübel bleibt er natürlich sehr viel kleiner, kann aber auch bis zu zwei Meter Höhe erreichen.

Die Blätter sind länglich und schmal, bei jungen Pflanzen rötlich, später grün gefärbt.

Weiße oder rötlich gefärbte Blütenrispen sitzen an den Enden der vorjährigen Triebe. Nach der Befruchtung bilden sich die bis zu einem Kilo schweren Mangofrüchte. In unseren Breiten jedoch blühen und fruchten Mangobäume kaum.

Licht und Temperatur

Der Mangobaum braucht einen hellen Platz, im Sommer jedoch sollte er vor greller Sonne etwas geschützt werden. Den Winter verbringt er bei ca. 15 °C.

Mangobaum gießen und düngen

Die Erde muss ständig leicht feucht sein, vor allem Jungpflanzen vertragen keinen trockenen Wurzelballen. Gedüngt wird während der Wachstumszeit alle vierzehn Tage. Besser als mineralischer Dünger ist organischer Dünger geeignet. Im Herbst muss das Düngen komplett eingestellt werden.

Tipp: Der Boden sollte nahrhaft und locker sein - ideal ist ein sandiger Lehmboden mit Torf. Umgetopft wird jährlich.

Kurztipps zur Pflege
    • Wichtig ist lehmiger, nährstoffreicher und luftdurchlässiger Boden und eine Drainage am Topfboden!
    • In der Hauptwachstumsphase wöchentlich Düngen, am besten mit organischem Flüssigdünger!
    • Pflanze zweimal jährlich mit Aluminiumsulfat versorgen. Dadurch wird das Wachstum etwas beschleunigt.
    • Mangobäume im Pflanzkübel bekommen fast nie Früchte.

  • Ideal ist ein Wintergarten, wo er ausgepflanzt werden kann.
  • Allerdings mag der Mangobaum nicht die pralle Mittagssonne.
  • Entscheidend für gutes Gedeihen ist die regelmäßige Bewässerung.
  • Je mehr Blätter, umso mehr Wasser!
Frucht des Mangobaums: Der Steinkern kann zur Selbstanzucht verwendet werdenMangobaum selber ziehen

Die beste Zeit für die eigene Anzucht ist der Sommer. Lösen sie zunächst den faserigen Steinkern aus der Mangofrucht und säubern sie ihn sehr gründlich. Das Fruchtfleisch muss gänzlich entfernt werden, da sich sonst sehr schnell Schimmel bildet. Danach wird der Steinkern mit einem Messer an der Schmalseite vorsichtig geöffnet - ungefähr soweit, dass sie einen
Finger hineinstecken können. Von selbst hat der Keimling keine Kraft, die Schale zu durchbrechen. Danach wird der Kern in die Erde gesteckt, wobei die Spitze noch hinausschauen sollte.

Hüllen Sie eine Plastiktüte über den Topf und stellen sie diesen schattig, aber warm (etwa bei 25 °C) auf. Nach etwa drei Wochen schiebt sich der Keimling aus dem Spalt - nun kann der Folienbeutel abgenommen werden, die junge Pflanze wird heller gestellt. Wichtig ist bei Jungpflanzen eine gleichmäßige Wasserversorgung - jedoch ohne Staunässe.

Pflegetipps für die junge Mangopflanze


Für die Anzucht des eigenen Mangobäumchens wird die Verwendung einer gut gereiften Bio-Mango empfohlen. Viele Früchte, die nicht aus biologischem Anbau stammen, sind mit Wirkstoffen behandelt, welche die Keimung hemmen. Der Samen einer reifen Mango hatte bereits ausreichend Zeit für seine Entwicklung und keimt schneller, deshalb sollte man die Frucht sorgfältig auswählen und gegebenenfalls lieber warten, wenn nur unreife Mangos im

Angebot sind.

 

Bei der Wahl des Topfes muss berücksichtigt werden, dass der Mangobaum eine Pfahlwurzel ausbildet, die sehr lang werden kann. Deshalb empfiehlt sich von vornherein ein hoher Topf. Um die Jungpflanze optimal mit Wasser zu versorgen, ist die Verwendung eines Wassersprühers ideal. Auf diese Weise erhält die Erde stets die notwendige Feuchtigkeit, ohne dass die Gefahr der Bildung von Staunässe entsteht.

  • Die junge Mangopflanze liebt einen warmen und hellen Standort, dabei gilt: Je wärmer ihr Platz ist, desto heller sollte er auch sein.
  • Sie verträgt eine niedrige Luftfeuchtigkeit, gedeiht aber viel besser bei hoher Luftfeuchte.
  • Im Winter sollte sie in einen hellen, geheizten Raum gestellt werden.
  • Sie verträgt zwar für kurze Zeit Temperaturen um den Gefrierpunkt, aber auf Dauer benötigt sie ausreichend Wärme.

Mangofrüchte in essbarem ReifezustandPflegetipps für den größeren Mangobaum


Die Jungpflanze kann zunächst ein bis zwei Jahre im selben Topf verbleiben. Nach Ablauf dieser Zeit wird der Mangobaum zum ersten mal umgetopft. Er benötigt nun ein anderes Substrat als die Jungpflanze. Während die Anzucht mit einem eher nährstoffarmen Substrat erfolgt, mag der größere Mangobaum eine Erde, die aus Bestandteilen wie Torf, Kompost und Gartenerde zusammengesetzt ist und auf jeden Fall Lehm enthält. Im Winter benötigt er nicht so hohe Temperaturen wie die Jungpflanze, sollte aber in einem frostfreien Raum stehen.

 

Idealer Standort für den Mangobaum ist ein Gewächshaus, da es die ideale Helligkeit und Luftfeuchtigkeit für seine optimale Entwicklung bietet. Natürlich hat nicht jeder ein Gewächshaus, doch bei der Standortwahl sollten Sie bedenken, dass der Mangobaum auch in unseren Breiten zwei bis drei Meter hoch werden kann. Auch die erwachsene Pflanze benötigt eher wenig Wasser, doch der Wasserbedarf erhöht sich mit der Anzahl der Blätter. Beschnitten wird der Mangobaum nach der Winterruhe, allerdings nur die zu langen und unverzweigten Triebe.


Pflanzendoktor

  • Normalerweise ist der Mangobaum eine recht robuste Pflanze, die selten krank wird.
  • Tauchen im Sommer braune, scharf begrenzte Blattflecken auf, ist das ein Anzeichen für Verbrennungen, der Mangobaum steht zu sonnig.
  • Will der Baum nicht richtig wachsen, können sie helfen, indem sie zwei- bis dreimal pro Jahr mit einer Aluminiumsulfat-Lösung (in Apotheken und Drogerien erhältlich) gießen. Dazu lösen sie höchstens fünf Gramm des Sulfats in einem Liter Wasser auf.

Mangobäume können von verschiedenen Schädlingen heimgesucht werden. Die meisten von ihnen befallen die Früchte, doch in unseren Breiten bilden Mangobäume selten Früchte aus. Einige Schädlinge haben es jedoch auch auf die Blätter bzw. Triebe des Mangobaumes abgesehen und können ihn ernsthaft gefährden. Dazu gehört die Spinnmilbe, deren Befall an schwarzen oder welken Trieben erkennbar ist. Dies hilft gegen Spinnmilben:

  • Raubmilben einsetzen, welche natürliche Fressfeinde der Spinnmilben sind.
  • höhere Luftfeuchtigkeit: Spinnmilben lieben trockene Luft.
  • chemisch: Akarizide

Die Blätter des Mangobaumes werden häufig von Schildläusen befallen, die mit parasitären Wespen bekämpft werden können.